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Sportmix Busemann: „Bewegung tut keinem weh“
Sportbuzzer Sportmix Busemann: „Bewegung tut keinem weh“
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18:31 24.08.2018
Der ehemalige Zehnkämpfer Frank Busemann in Aktion mit den begeisterten Kids bei der Sportabzeichen-Tour im Jahnstadion Quelle: Swen Pförtner
Göttingen

Mit den Botschaftern Miriam Höller (bekannt von „Germanys next Topmodel“), Robert Bartko (Doppel-Olympiasieger 2000 im Bahnradfahren) und Frank Busemann (ehemaliger Zehnkämpfer und Silbermedaillengewinner 1996 in Atlanta) eröffnete Andreas Gruber (Vorsitzender SSB) die Veranstaltung offiziell gegen 10.30 Uhr.

Bis dato waren die zahlreichen Kinder an den Stationen vom Fußball im Soccer-Court bis hin zu diversen Geschicklichkeits-Parcours oder einfach der schlichten Abnahme des Sportabzeichens beschäftigt. Es herrschte eine tolle Atmosphäre im Jahnstadion. Die 170 Helfer, allein 60 davon als Unterstützung aus den Schulen, hatten alle Hände voll zu tun, denn das Angebot war vielfältig – und überall stand die Bewegung im Vordergrund.

Neben der Intention, wieder mehr Leute für das Deutsche Sportabzeichen zu begeistern, stand aber auch noch etwas anderes im Mittelpunkt: „Bewegung für Kinder ist ganz wichtig. So bin ich auch zum Sport gekommen. Viele Kinder wollen sich nicht freiwillig bewegen – hier können sie sich austoben. Und es macht sogar Spaß“, sagte Frank Busemann. Der ehemalige Zehnkämpfer ist seit zehn Jahren als Botschafter des DOSB für die Sportabzeichen-Tour tätig. „Es gilt, die Nachhaltigkeit zu fördern und allen zu vermitteln, dass Bewegung keinem Weh tut“, ergänzte Busemann.

2000 Teilnehmer bei der Sportabzeichen-Tour in Göttingen

250 Kinder legen Mini-Sportabzeichen ab

Beim Tour-Stop in Göttingen haben 250 Kinder zwischen drei und sechs Jahren das Mini-Sportabzeichen abgelegt. Sie begleiteten in einer Bewegungsgeschichte Hase Hoppel und Igel Bürste durch den Eichenwald - und meisterten dabei sportliche Herausforderungen.

„Am besten fand ich das Balancieren. Ganz langsam, mit einem Bein vor das andere“, berichtete die fünfjährige Dilara von der Kita am Rosdorfer Weg. Daneben waren die Kinder noch beim Hüpfen, Kriechen, Rollen und Werfen gefordert. So wurden Flüsse überquert, Bäume umschlängelt, Sümpfe überwunden und Nüsse gesammelt. Zudem wurde das Wildschwein Grunz abgeschüttelt.

Am meisten Eindruck beim fünfjährigen Ferhad hat Igel Bürste hinterlassen. Denn der tierische Begleiter war in Form einer Handpuppe sogar vor Ort.

Ganz passend zum Waldabenteuer waren auch die Marienkäfer- und Bärengruppe der Kita Elliehausen aktiv. „Das Minisport-Abzeichen fanden wir super. Die Kinder haben konzentriert mitgemacht“, bilanzierte die pädagogische Mitarbeiterin Charlotte Gencel. Ihre Kollegin, Erzieherin Katharina Kunze, ergänzte: „Es war ein schönes Erlebnis. Und für uns zugleich eine super Möglichkeit, zu sehen, wie weit die Kinder in verschiedenen Bereichen schon sind.“

Zur Bewegung motivieren

Klaus Brüggemeyer, Hauptorganisator vom SSB, zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz. „Es sind schon über 1000 Schüler da und dazu noch 250 aus den Kitas. Er herrscht sehr viel Bewegung, und sogar die Lehrer machen mit.“ Die Vorbereitung sei zwar sehr stressig gewesen, aber mit dem DOSB lief alles reibungslos, so Brüggemeyer. „Unser Ziel ist es, Kinder zu Bewegung zu motivieren. Wichtig ist, dass wir nicht nur das Sportabzeichen anbieten, sondern viele andere Stationen – das bleibt in positiver Erinnerung“, betont Brüggemeyer.

„Es ist sehr viel los. Ich bin ein bisschen traurig, dass in meiner Kindheit, so etwas nicht angeboten wurde“, sagt Neele Eckhardt, Deutsche Meisterin im Dreisprung und EM-Zehnte in Berlin. Eckhardt zeigte sich von der Teilnehmerzahl begeistert, regte aber auch zum Umdenken an: „Man muss sich auch vielleicht ein wenig öffnen und das Sportabzeichen etwas attraktiver gestalten. Ziel sollte es sein, dass Kinder und Jugendliche wieder Spaß am Sport bekommen. So eine Veranstaltung kann begeistern.“

„Ich finde es fantastisch, dass wir über den gesamten Tag verteilt über 2000 Aktive haben. Wir haben unser Ziel erreicht“, sagt Andreas Gruber. Neben den sportlichen Aktivitäten im und rund um das Jahnstadion gaben die Botschafter den begeisterten Kindern noch zahlreiche Autogramme.

Von Jan-Philipp Brömsen und Timo Holoway

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