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1-2-3: Rollstuhlbasketballer im Dreivierteltakt

Gala Sport meets music 1-2-3: Rollstuhlbasketballer im Dreivierteltakt

Rollstuhlbasketball gehörte bei den Paralympics in London in diesem Jahr zu den Publikumsrennern und ist bei der Benefiz-Gala Sport meets music am Sonntag, 2. Dezember, um 18 Uhr auf der Bühne der Stadthalle zu sehen. Allerdings in tänzerischer Form, wie Harald Anders, Lehrer an der Göttinger Heinrich-Böll-Schule, verrät.

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Vertauschte Rollen: Die Rollstuhlbasketballer der Heinrich-Böll-Schule mit Lehrer Harald Anders (hinten, 3. v. l.) musizieren, die Mitglieder des Göttinger Symphonie-Orchesters mit Geschäftsführer Christian Tachezi (vorn, M.) dribbeln im Sitzen.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Schließlich rollt man zum Walzer Les Pastineurs von Emile Waldteufel. Der Auftritt der sechs Böll-Schüler bei der dritten Auflage der Gala dauert exakt 6:33 Minuten und wird vom Göttinger Symphonie-Orchester (GSO) begleitet.

„Das Tolle an dem Stück ist, dass es ein Wiener Walzer ist. 1-2-3 ist eine gute Frequenz, um sich im Rollstuhl vorzuziehen“, sagt Anders, der die Vorführung mit seinen sechs Schülern, davon zwei Ersatzfahrer, seit Mitte September einstudiert.

„Es ist nicht Rollstuhlbasketball im wörtlichen Sinn“, stellt er klar. „Wir fahren eine Choreografie mit tänzerischen, aber auch Trainingselementen, fließend zur Musik.“ Auf Körbe wird verzichtet.

Die Böll-Schule ist eine Förderschule Sport, zur Sport-meets-music-Gruppe gehören ausschließlich behinderte Schüler.

„Sie sind in erster Linie körperbehindert, es gibt aber auch Seh- und Lernbehinderungen“, verdeutlich der 53-jährige Anders, der bei der Aufführung die Rolle eines zweiten Dirigenten übernimmt.

Einer der Schüler spielt in einem „Rollibasketball“-Team des ASC 46 und gehört dem Niedersachsenkader an.

Geboren wurde die Idee der Gala-Teilnahme bei einem großen Turnier im März dieses Jahres, dessen Ausrichter die Göttinger Schule war.

Im Wettbewerb Jugend trainiert für Paralympics ging es um den Einzug in die Deutschland-Endrunde. Die Veranstaltung sei „ziemlich erfolgreich“ gewesen, so Anders.

So erfolgreich, dass Christoph-Mathias Mueller, GSO-Chefdirigent, auf die Göttinger Rollstuhlbasketballer aufmerksam wurde. Am Sonntag folgt nun der gemeinsame Auftritt.

Zwar gibt es beim Walzer der Rollstuhlbasketballer keine Körbe, doch ein Korb, und zwar ein Treffer aus drei Metern in die Maschen, ist Andreas Grubers lebhafteste Erinnerung an die Sportart.

Gruber ist Vorsitzender des Gala-Initiators Stadtsportbund (SSB), aber auch Center-Manager des Kaufparks.

Dieser lobte bis vor Kurzem in den Pausen der BG-Heimspiele Preise für zufällig ausgewählte Zuschauer aus, die von der Drei-Meter-Linie aus trafen – „Big Shot“ hieß das Ganze.

Einmal fiel das Los auf einen Rollstuhlfahrer, der den Ball prompt versenkte. Die Halle jubelte, und Gruber war begeistert. „Das fand ich richtig klasse“ sagt er. In diesem Moment sei für ihn die Idee geboren worden, „das ins Programm aufzunehmen“.

Von Eduard Warda

Restkarten gibt es unter anderem in den Tageblatt-Geschäftsstellen Göttingen, Jüdenstraße 13c, und Duderstadt, Auf der Spiegelbrücke 11.
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Sport meets music

„Sport meets music“ – das Motto der Benefiz-Gala am Sonntag, 2. Dezember, um 18 Uhr in der Stadthalle vereint der 14-jährige Göttinger Timon-Christopher Knötzele in seinem Auftritt: Der Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums wird – auf einem Waveboard fahrend und dabei Geige spielend – die Filmmusik von Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ zu Gehör bringen. Begleitet wird er vom Göttinger Symphonie-Orchester (GSO) unter der Leitung des Chefdirigenten Christoph-Mathias Mueller.

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