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Top-Leistungen vor beschaulicher Kulisse

Feriensportfest Top-Leistungen vor beschaulicher Kulisse

Die deutsche Leichtathletik-Familie hat sich einmal mehr im Jahnstadion versammelt. Angeführt von WM-Teilnehmerin Neele Eckhardt präsentierte die LG Göttingen beim 1. Feriensportfest starke Startfelder und die Athleten lieferten Top-Leistungen. Zuschauer zog die Event-Premiere nur vereinzelt an.

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290 Athleten gehen beim ersten Feriensportfest der LG Göttingen im Jahnstadion an den Start.

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Im Fokus stand Eckhardts letzter Heim-Auftritt vor ihrer WM-Teilnahme Anfang August in London. Und die Dreispringerin begeisterte die kleine, dafür enorm fachkundige Schar von Zuschauern auf der Tribüne. Mit 13,82 Metern legte die Jura-Studentin einen starken Auftakt hin. In einem Feld ohne ebenbürtige Konkurrentin sorgte sie später für einen Jubel-Orkan. Im vierten Versuch übersprang sie bei leichtem Gegenwind erneut die 14-Meter-Marke. 14,02 Meter standen als Siegerweite zu Buche.

„Ich bin mit der Weite super zufrieden. Es ist schwer, ohne Top-Konkurrenz an sein Limit zu gehen. Deswegen bin ich über die 14 Meter umso glücklicher“, sagte Eckhardt. Für die gerade 25 Jahre alt gewordene Athletin war es der letzte Wettkampf vor der Weltmeisterschaft. Der Zeitpunkt habe ihr gut gepasst und die Stimmung sei gut gewesen. „Bei anderen Wettkämpfen ist noch viel weniger los. Es ist schon schade, dass so wenig externe Besucher den Weg zur Leichtathletik finden“, sagte Eckhardt. Das wird bei der WM in London dann ganz anders sein, wenn sie vor 30 000 Zuschauern springen wird.

Einen starken Wettkampf lieferte auch Teamkameradin Lisanne Rieker. „Mit 12,95 Metern hat sie Jahresbestweite gesprungen“, sagte LG-Pressesprecher Gerd Brunken.

Den Auftakt des 1. Feriensportfests hatten am Sonnabend bei besten Wetterbedingungen die Dreispringer gemacht. Dabei waren alle Augen auf Felix Wenzel gerichtet. Der Athlet aus Potsdam ist aktuelle deutscher Vizemeister. Die perfekten Bedingungen nutzte der Dreispringer, um seine persönliche Bestleistung zu verbessern. Gleich zweimal bekam das Publikum dabei einen 16-Meter-Satz zu sehen. Im fünften Versuch sprang Wenzel auf 16,05 Meter um sich in seinem letzten Durchgang dann auf 16,19 Meter zu katapultieren. Damit verbesserte er seinen persönlichen Rekord um vier Zentimeter.

290 Athleten aus 61 Vereinen und elf Landesverbänden kamen zur Premiere. Dass das Sportpark-Restaurant urlaubsbedingt geschlossen blieb, nannten die Organisatoren ärgerlich. „Wir haben ausschließlich positives Feedback erhalten. Schade war, dass WM-Teilnehmer Eike Onnen kurzfristig noch absagen musste. Trotz des beschaulichen Zuschauerzuspruchs, wir haben aber auch nicht mit mehr gerechnet, planen wir eine Wiederholung“, sagte Brunken. Dann allerdings aufgrund von vielen Terminen außerhalb der Ferien: „Wahrscheinlich das erste Wochenende nach den Sommerferien 2018.“

Felix Wenzel katapultiert sich auf 16,19 Meter

Highlight der Wettkämpfe war erwartungsgemäß der Dreisprung, der als erste technische Disziplin unter den sachverständigen Kommentierungen von Rainer Dißmer (Garbsen) vor der Haupttribüne ausgetragen wurde. Felix Wenzel (SC Potsdam) untermauerte hier seinen derzeitigen Status als Zweiter der DLV-Jahresbestenliste. Marcel Kornhardt (ASV Erfurt), aktuell Vierter im DLV, musste wegen einer Verletzung auf einen Start verzichten. So konnte sich Max Pietza (SC Potsdam) mit 15,43 Metern hinter Wenzel einreihen. Genau einen Zentimeter weniger brachte Benjamin Bauer (LAC Chemnitz), momentan sechstbester deutscher Dreispringer, in die Grube. Vincent Vogel (LAC Chemnitz), Vizemeister in der Halle, kam mit der Anlage im Jahnstadion nicht so gut zurecht und hatte nur einen gültigen Versuch auf 15,08 Meter. Bester Jugendlicher war Edmont Nowitschichin (MTV Holzminden), der mit 14,00 Metern seinen Hausrekord förmlich pulverisierte und sich damit für die Deutschen U18-Meisterschaften in zwei Wochen in eine günstige Position brachte.

In den Sprintdisziplinen sind vor allem die 11,67 Sekunden von Anna-Lena Freese (FTSV Jahn Brinkum) bemerkenswert, mit denen die lange verletzte U23-Vizeeuropameisterin von 2015 die 100 m vor Svea Kittner (Werder Bremen) gewann. Bei den Männern gingen die Siege auf den kurzen Sprintstrecken an Fabian Netzlaff (Werder Bremen) und Alexander Gladitz (Hannover 96), den Deutschen 400-m-Meister des Vorjahres. Im Speerwurf der Männer gelang Dreispringer Max Pietza mit einer Verbesserung auf 70,25 Meter der Sprung unter die Top-20 des DLV. Aus regionaler Sicht bemerkenswert sind vor allem die schnellen 1500-m-Zeiten der U18-Jugendlichen Alexander Vollmer und Jana Beyer (beide LG Eichsfeld), die allesamt Normerfüllung für die Deutschen Jugendmeisterschaften in zwei Wochen in Ulm bedeuten.

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