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Traum von der Nationalmannschaft lebt

Duderstädterin Marie Kanngießer gehört zu den besten Traum von der Nationalmannschaft lebt

Der Gerblingeröder Sportplatz ist nur einen Steinwurf weit entfernt, aber wenn Marie Kanngießer trainieren will, geht sie statt aus dem Haus lieber ein paar Stufen hinab in den Keller des Hauses ihrer Großeltern. Dort tut die 14-Jährige das, was sie am besten kann - Billard spielen.

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Die Duderstädterin Marie Kanngießer gehört zu den besten Billard-Nachwuchsspielerinnen in Deutschland.

Quelle: Harald Wenzel

Eichsfeld. Bei ihrer ersten Deutschen Jugendmeisterschaft 2013 wurde die Duderstädterin auf Anhieb Fünfte. Bei den jüngsten U 19-Landesmeisterschaften in Osnabrück hagelte es Titel und Medaillen. Drei erste und ein zweiter Platz machten die Neuntklässlerin der St. Ursula-Schule zur überragenden Akteurin der Veranstaltung. Kein Wunder, dass Marie sich für die kommenden Deutschen Meisterschaften, die über Ostern des kommenden Jahres erneut in Bad Wildungen ausgetragen werden, viel vorgenommen hat. „Ich will auf das Treppchen“, unterstreicht die Schülerin, die auch zum C-Bundeskader gehört.

Um das zu erreichen, stehen für die gebürtige Duderstädterin, die 2015 von den Schiedsrichtern zur fairsten Spielerin der nationalen Titelkämpfe ernannt wurde, jede Menge Trainingseinheiten an. Vater Michael, selber seit rund 30 Jahren aktiv und wie seine Tochter im Punktspielbetrieb für den BC Osterode startend, coacht seine Tochter selber. Das findet Marie „ganz okay“, wie sie mit einem Grinsen beteuert. „Manchmal belächelt sie mich, wenn ich etwas sage“, verrät der 46-Jährige. Generell saugt die Schülerin jedoch Tipps und Informationen von Vater und Verbandstrainern auf wie ein Schwamm. „Noch gewinne ich, aber sie wird immer besser“, sagt Kanngießer senior.

Bereits mit drei Jahren hielt Marie zum ersten Mal einen Billardqueue in den Händen. Da sie damals noch nicht auf den Tisch gucken konnte, wurde flug eine Colakiste organisiert, auf die die kleine Marie kletterte, um dann ihre ersten Kugeln zu versenken. Das geht inzwischen ohne Hilfsmittel und vor allem wie selbstverständlich. Aktuell üben die Kanngießers den „Jumpshot“ - bei diesem Trickstoß, der jedoch nicht für die Galerie, sondern im Wettkampf wichtig ist - wird die weiße Kugel so steil anvisiert, dass sie nach dem Treffen über die davorliegende Kugel springt und im Idealfall die nächste gleich versenkt. „Das ist gar nicht so einfach“, sagt Marie.

Ihr Sport, der viel Gefühl und geometrisches Denken erfordert, ist oft „wie Schach“, erklärt Vater Michael. Dazu ist ein Höchstmaß an stundenlanger Konzentration nötig. „Bei Deutschen Meisterschaften macht man das erste Spiel um 10 Uhr und das letzte manchmal erst um elf Uhr abends. Dann ist man um ein Uhr nachts im Bett und um sechs Uhr klingelt schon wieder der Wecker“, berichtet Marie. Ausgeschlafen präsentiert sich die Eichsfelderin, die von einer Nationalmannschafts-Nominierung träumt, am Billardtisch in schöner Regelmäßigkeit trotzdem.

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