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2:3-Schlappe nach emotionaler Achterbahnfahrt

Volleyball-Regionalliga 2:3-Schlappe nach emotionaler Achterbahnfahrt

Kopfschüttelnd stand Matthias Polkähn nach dem Spiel in der Hallenecke. Die vergangenenen zwei Stunden nagten an ihm. Selten hat der Coach des Volleyball-Regionalligisten VSG Göttingen eine solch emotionale Partie erleben müssen, eine Achterbahnfahrt zwischen Euphorie und Verzweiflung. Gegen Aufsteiger MTV Vechelde war man als klarer Favorit in die Partie hinein- und mit einer enttäuschenden 2:3-Schlappe wieder herausgegangen.

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Konnte die erste Heimniederlage nicht verhindern: VSG-Leistungsträger Thor-Bendix Wenning (l.).

Quelle: CR

Natürlich war die VSG gewarnt, Vechelde hatte schon gegen alle anderen Spitzenteams mindestens einen Satzgewinn ertrotzt und sich im Pokal gegen die Göttinger achtbar geschlagen. Aber was vor gut 100 VSG-Fans passierte, war für Polkähn nicht vorhersehbar. Den ersten Satz verschliefen die Gastgeber völlig. Nach 2:7 und 10:17-Rückstand kämpften sie sich ins Match zurück. Doch Vechelde blieb unbeeindruckt und machte gegen die in der Annahme schwach agierenden Hausherren den Deckel drauf.

Das 15:25 war ein unüberhörbarer Weckruf für die VSG, die den zweiten Satz souverän mit 25:18 gewann. Doch im dritten Durchgang kehrte der Schlendrian zurück. Nach 5:10-Rückstand kämpfte sich das Polkähn-Team zum 15:16 zurück, aber Vechelde hatte einen guten Tag erwischt und holte sich, angeführt vom 2,10 Meter langen Außenangreifer Ingo Frassek, den die VSG nie in den Griff bekam, mit 25:20 den Satz.

Es folgte das erneute Aufbäumen: Göttingen dominierte Vechelde nach Belieben, die Zuschauer rieben sich verdutzt die Augen. Mit der nun gezeigten Leistung hätten die ehemaligen Grellis den Gast 3:0 vom Platz gefegt – wenn sie konstant so gespielt hätten. 25:14 für die Göttinger, der Tiebreak musste entscheiden. Doch die Gastgeber liefen wieder permanent einem Rückstand hinterher. Beim 11:11 glich die VSG erstmals aus, um danach das punkten komplett einzustellen. 11:15 gewann der Außenseiter und hinterließ in der Halle ratlose Gesichter. Zwar hatten die Gastgeber während der kompletten Partie durch spektakuläre Angriffe geglänzt und in der Defensive Akzente gesetzt. Doch Vechelde war das konstantere Team mit den besseren Nerven, erlaubte sich viel weniger Eigenfehler.

Ständiges Auf und Ab

„Das ganze Spiel war ein ständiges Auf und Ab. Wir haben nur phasenweise zu gewohnter Stärke gefunden. Schade, dass wir unseren Heimnimbus nicht verteidigen konnten“, ärgerte sich Polkähn. „Ein super Spiel meines Teams. Wir haben Rückschläge weggesteckt, immer an unsere eigenen Stärken geglaubt. Wir haben schon häufiger die Spitzenteams geärgert. Doch das war unser bisher stärkster Auftritts“, freut sich Gästecoach Janosch Tomaschewski.

Von Peter König

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