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27. Göttinger Frühjahrs-Volkslauf: Knapper Rekord im Jahnstadion

Optimales Wetter 27. Göttinger Frühjahrs-Volkslauf: Knapper Rekord im Jahnstadion

Vier Strecken, optimales Wetter und mehr als 3500 Sportler: Der 27. Göttinger Frühjahrs-Volkslauf am gestrigen Sonntag war so erfolgreich wie nie.

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Nehmen mit besonders viel Energie die 400-Meter-Distanz in Angriff: Die Teilnehmer des Bambini-Laufs im Göttinger Jahnstadion nach dem Schuss der Startpistole.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Optimale Wetterbedingungen haben beim Frühjahrs-Volkslauf am gestrigen Sonntag geherrscht. Der April zeigte sich von seiner schönen Seite und sorgte für Temperaturen bis zu 20 Grad. 3543 Sportler nahmen teil – 24 mehr als im Vorjahr. Damit verzeichnet die Breitensportveranstaltung ganz knapp einen neuen Rekord.

Das Team sei sehr zufrieden, sagte Mitorganisator Reinhold Napp von der Betriebssportgemeinschaft der Sparkasse Göttingen. Nicht nur wegen der hohen Teilnehmerzahlen. Auch in diesem Jahr habe der Frühjahrs-Volkslauf wieder den „Charakter eines Familienfestes“ gehabt.

750 Läufer stellten sich allein dem Zehn-Kilometer-Lauf. Der Sieger über fünf Kilometer, Jasper Cirkel, hing die Strecke gleich noch hintendran. Am schnellsten auf der längsten Distanz war aber unter den Männern Phillipp Reinhardt vom SV Einheit 1875 Worbis. Gemeinsam mit dem Vorjahressieger Florian Reichert vom Theodor-Heuss-Gymnasium sorgte der 19-Jährige ab dem vierten Kilometer für Tempo an der Spitze.

Auf den letzten zweieinhalb Kilometern lief Reinhardt schließlich allein und überquerte nach 32:11,8 Minuten mit knappem Vorsprung die Ziellinie. Bei den Frauen kam die 26-jährige Alexandra Scholz vom Team Sartorius nach 40,15 Minuten als Erste ins Ziel, auch sie mit weniger als einer Sekunde Vorsprung, Zweite wurde Rhea Richter vom DT Göttingen. Scholz lief zwischenzeitlich an dritter Stelle, übernahm und verteidigte dann jedoch die Führung.

Über fünf Kilometer siegte bei den Frauen die erst 16-Jährige Magdalena Hofmann vom SV Einheit 1875 Worbis. Für Hofmann war es bereits die dritte Teilnahme am Frühjahrs-Volkslauf. Der Start sei hier immer problematisch, so Hofmann. Das ließ sich auch von der Tribüne aus beobachten. Die hohe Teilnehmerzahl erschwerte für die Läufer einen schnellen Beginn. Hofmann gelang es aber, an der Menge vorbeizuziehen und ihr Tempo zu halten.

Optimale Bedingungen haben beim Göttinger Frühjahrsvolkslauf am Sonntag geherrscht. Der April zeigte sich von seiner schönen Seite.

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Um Menschengedränge jenseits der Strecke zu vermeiden, hatten die Organisatoren in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit gegeben, Startnummern im Vorfeld abzuholen. Ein Angebot, das laut Bettina Kalwa, Gruppenleiterin der Anmeldestelle, rund 300 Sportler und zehn Schulen angenommen haben. Die Reaktionen seien durchweg positiv gewesen, so Kalwa. Die lange Schlange gerade vor Beginn des Fünf-Kilometer-Laufs habe in diesem Jahr vermieden werden können.

Den Gastronomiebereich allerdings haben die Organisatoren bei ihrem Versuch, Menschengruppen zu „entzerren“ (Steffen Tiedtke), offenbar vergessen. Schlangen vor den vier Theken und lange Wartezeiten für Pommes oder Waffeln trübten bei manchen Besuchern die Stimmung. Zwischen Schüler- und Bambini-Lauf gaben zwei Mitarbeiterinnen an zwei Waffeleisen ihr Bestes, waren dem Ansturm der Kinder und Eltern aber nicht gewachsen. Dass man auf die Nachfrage nicht vorbereitet war, überrascht.

Auf dem Rasen zog neben der Hüpfburg vor allem Michael Mehle mit seiner fliegenden Kamera das Interesse der jüngeren Teilnehmer auf sich. Seit knapp einem Jahr arbeitet Mehle mit dem ferngesteuerten Apparat, der auch beim Tag der Niedersachsen in Duderstadt zum Einsatz kam. Auf dem Frühjahrs-Volkslauf wurde er zum ersten Mal verwendet. Die Luftaufnahmen des Göttingers stehen ab heute kostenlos online unter goettinger-fruejahrs-volkslauf.de.

Klirrende Gold-Medaillen

Als erstes vor Mehles Kamera kam der Zwei-Kilometer-Lauf der Schüler, die morgens den Anfang machten. Die Grundschule Friedland stellte dabei ihren eigenen Rekord auf: 64 der 119 Schüler nahmen an dem Lauf teil, so viele wie nie. Eine Woche lang hatten sich die Teilnehmer noch neben dem Sportunterricht auf das Rennen vorbereitet.

Auf das Podest schafften es die Friedländer am Ende zwar nicht. Aber Schulleiterin Elke Klambeck war mit ihren Schützlingen dennoch zufrieden: „Ich freue mich, dass die Kinder am Laufen so viel Spaß haben.“

Sieger bei den Jungen wurde der 13-jährige Jean Manuel Mbou vom Felix-Klein-Gymnasium. Der hatte die Teilnahme am Lauf zunächst gar nicht eingeplant und ging ohne Vorbereitung ins Rennen. Am Ende reichte es knapp: Mit 7:36 Minuten lag Mbou eine halbe Sekunden vor Felix Geistlich, THV Bremke-Ischenrode. Seine Laufstärke wird Mbou auch zukünftig von Vorteil sein. Im Sommer wechselt der Nachwuchsfußballer vom JFV Göttingen zum SV Werder Bremen.

Stürmisch ging es beim Bambini-Lauf zu. Die Vorschulkinder nahmen mit besonders viel Energie die 400 Meter in Angriff. Sie alle bekamen klirrende Gold-Medaillen ausgehändigt. Und so manches Kind musste mit der Trophäe für den Fotoapparat der Eltern posieren.

Von Telse Wenzel

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