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Regional 4. Harzer Keiler Run: Mehr als 1000 Starter bei Extrem-Geländelauf
Sportbuzzer Sportmix Regional 4. Harzer Keiler Run: Mehr als 1000 Starter bei Extrem-Geländelauf
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00:28 13.06.2015
Quelle: EF
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Hörden

Als Mitglied der „Harzer Keiler“ kennt der 44-Jährige den acht Kilometer langen Kurs, auf den die Läufer um 10 Uhr gehen, bestens. „Das ist unsere Hausstrecke“, sagt Schreier.

Diese absolvieren die Keiler jedoch im Normalfall nicht mit den gut 18 Hindernissen, die Parcourschef Carsten Deppe und seine Helfer aufgebaut haben. Doch Strohballen-Pyramiden, Schlammgruben und Wasserlöcher können Schreier nicht schocken. Im fränkischen Münnerstadt legte er vor knapp 15 Monaten bei seiner Extremlauf-Premiere, dem „Braveheart Battle“, 30 Kilometer zurück, überwand dabei gut 50 Hindernisse.

„Damals betrug die Außentemperatur sechs Grad und das Wasser war zwei Grad kalt“, erinnert sich der Versicherungsmakler. Am Sonntag müssen die Läufer keine Angst vor einem Kälteschock haben. „Bei 20 Grad oder mehr Außentemperatur und 15 oder 16 Grad Wassertemperatur wird sich keine Unterkühlung einstellen“, versichert Schreier, den die Erinnerung an die Münnerstädter Eisbäder noch immer frösteln lässt: „Ich habe mich gefühlt, als zieht mir ein Alien den Stecker raus und saugt meine ganze Energie ab.“

Eigentlich wollte Schreier in Hörden auf die 24 Kilometer lange „Keilerfährte“ gehen, doch eine Mittelohrentzündung bremste den Seeburger aus. „Jetzt absolviere ich lieber die kleine Runde und gebe den Kindern noch Hilfestellungen.“ Diese eröffnen den Extremlauftag um 9.30 Uhr mit dem „Ferkel-Run“, der zwei Kilometer lang ist. Die Streckennamen sind keineswegs zufällig gewählt, sondern symbolisieren das, was auf die Teilnehmer zukommt. „Wenn man aus 2,50 Meter Höhe in ein Schlammloch springt und dann da rausrobben muss, sieht man hinterher im wahrsten Sinne des Wortes wie ein Schwein aus“, sagt Schreier lachend.

Nicht nur die Hindernisse, auch die zu meisternden Höhenmeter seien eine nicht zu unterschätzende Herausforderung, warnt der Eichsfelder, der sich durch Läufe um den Seeburger See fitgemacht hat. Ums Gewinnen geht es ihm in Hörden aber nicht. „Ich bin 44 Jahre alt. Man muss auch realistisch bleiben. Hauptsache, ich bleibe verletzungsfrei.“

Insgesamt und erstmals gehen beim „Harzer Keiler Run“ 1000 Starter auf die Strecken. „Mehr ist infrastrukturell nicht möglich“, sagt der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Stefan Henkel. Rund 20 Prozent davon sind weiblich. „Ich habe meiner Frau auch vorgeschlagen, es mal auszuprobieren. Dieser Vorschlag stieß bei ihr jedoch nur auf wenig Gegenliebe“, verrät Schreier mit einem Schmunzeln. Auf „neue Hindernisse“ in altbewährter Qualität stoßen die Sportler bei der vierten Auflage. „Die letzten Tage vor dem Rennen sind immer stressig, aber wenn der Startschuss fällt, ist es ein gutes Gefühl“, sagt Kommunikationschef Henkel.

Von Christian Roeben

Drei Startzeiten

Der TV Hörden ist Veranstalter des Extrem-Geländelaufes. Der Rundkurs führt vom örtlichen Sportplatz aus durch die Umgebung von Hörden. Startzeiten sind 9.30 Uhr (Ferkel-Run, 2 km), 10 Uhr (Frischlingsfährte, 8 km) und 11 Uhr: Keilerfährte (24 km/drei Runden). Es gibt Wertungen für Keiler (Männer), Bachen (Frauen) und Rotte (Team).

harzerkeilerrun.de

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