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Regional ASC 46 Göttingen gibt nach Sieg in Vallstedt rote Laterne
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17:52 11.02.2018
Der ASC 46 Göttingen, hier gegen den USC Braunschweig II, hat beim 3:1-Erfolg in Vallstedt allen Grund zu jubeln. Quelle: Schneemann
Göttingen

Dabei waren die Vorzeichen lange beängstigend: Um 12 Uhr lagen Trainer Peter König nur sechs Zusagen vor. Der Kader war durch krankheitsbedingte Ausfälle und den Klausurenstress einiger Spieler so dezimiert, dass König kurzerhand seinen eigenen Spielerpass aktivierte, um überhaupt Wechselmöglichkeiten zu haben.

Die Entwarnung folgte um 13 Uhr: Diagonalspieler Raphael Friedewald hatte sein Lernpensum bewältigt und sagte ebenso kurzfristig zu wie Außenspieler Fabian Gessat, der von einer Grippe genesen war.

Beide Spieler waren dann auch speziell in Offensive und Block tragende Säulen beim 3:1-Sieg gegen den Aufsteiger Vallstedt. „Aber es wäre ungerecht, irgendwen hervorzuheben. Seit drei Spielen stimmt die Leistung bei uns, das Team ist ungeheuer hungrig“, verdeutlichte König. „Auf der Mitte lieferte Josse Clark gegen seine ehemaligen Mitspieler genau wie Fabian Hecker eine tolle Leistung ab. Dirigiert wurde das ganze gewohnt souverän von Zuspieler Daniel Schmeling. Und Christoph Ovelhey trägt die Mannschaft mit Willen, Stimmung und wichtigen Impulsen.“

Wenn man das Haar in der Suppe suchen wollte, dann ist das am ehesten der unnötig verlorene erste Satz. Zuerst vergaben die Göttinger von 24:23 bis zum 28:27 fünf Matchbälle, dann machten sie im Angriff zwei leichte Eigenfehler, und der Satz war weg. Doch beeindruckend war, wie die Mannschaft diesen Rückschlag wegsteckte. „Ich war mir auch nach diesem ersten Satz sicher, dass wir das heute gewinnen würden, wir waren heute einfach besser als Vallstedt“, sagte ASC- Kapitän Fabian Gessat. „Über die Mitte ging bei denen nicht viel, darum mussten sie oft über Außen agieren, und da hatten wir sie im Block immer besser im Griff. In Satz drei verschlafen wir den Start und kommen nach einem 7:13 wieder zurück. Das war spielentscheidend.“

Ähnlich fällt auch die Analyse des Vallstedter Trainers Janusz Tomaszewski aus: „Göttingen hat das heute gut gemacht und verdient gewonnen. Die Zuschauer sehen immer nur die großen Kerle am Netz mit den spektakulären Angriffen, aber für mich waren die beiden Kleinsten vom ASC heute die Matchwinner, weil sie Annahme und Spielaufbau stabil gehalten haben. Da war der ASC uns deutlich überlegen“, sagte Tomaszewski. Sein Lob ging damit an Libero Ivan Nikolov und Außen Kyrill Betas, die viel Defensivarbeit leisteten.

Schon vor der Partie hatte Vallstedt die Göttinger zu einer Feier nach dem Spiel ins Vereinsheim eingeladen, mit einem Sieg hätte Aufsteiger Vallstedt vorzeitig den Klassenerhalt feiern können. Doch auch so zeigten sich die Gastgeber als faire Verlierer – in freundschaftlicher Atmosphäre saßen die Spieler beider Teams und einige Zuschauer noch eine Weile beisammen, ehe der ASC mit den besten Wünschen für die restliche Saison im Gepäck verabschiedet wurde.

„Durch den Sieg haben wir zwar den letzten Platz verlassen, ich wehre mich aber dagegen, jetzt den Rechenschieber rauszuholen“, unterstrich ASC-Trainer König. „Die letzten drei Partien waren von der Leistung her sehr gut, da haben wir befreit und unbeschwert aufgespielt. Das wollen wir beibehalten, der Rest kommt dann von ganz allein.“

Von Eduard Warda

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