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Adler: „Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort“

Radball Adler: „Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort“

„Ich war zur falschen Zeit, am falschen Ort.“ Mit diesem kurzen Satz beschreibt Franz-Josef Adler den Umstand, der ihn bei den Deutschen Meisterschaften im Hallenradsport zum „Chef“ beförderte.

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Möchte sich manchmal teilen können: Franz-Josef Adler vom RV Möve Bilshausen.

Quelle: Blank

Der gebürtige Bilshäuser kennt sich bestens im Regelwerk aus, ist er doch seit Jahren als internationaler Schiedsrichter unterwegs. Doch als „Chief-Kommissär“, so lautet die offizielle Bezeichnung, fungierte er noch nie. „Im Juni waren alle Verantwortlichen zurückgetreten. Und da es für die Deutschen im Oktober noch niemanden gab, haben sie mich angesprochen“, erinnert sich der 43-jährige Eichsfelder.

Adler sagte zu, drückte sich nicht vor der Verantwortung. „Ich habe mir gesagt, wer international pfeift, der wird doch auch eine Deutsche Meisterschaft organisiert bekommen“, traute er sich diese Aufgabe durchaus zu. Allerdings wurden ihm einige Steine, in diesem Fall waren es Bagger und Bauschutt, in den Weg gelegt, denn die Halle in Hamburg-Harburg präsentierte sich anfänglich keineswegs meisterlich.

„Am Mittwoch war die Halle überhaupt noch nicht fertig. Ich musste sie einen Tag später dann noch einmal neu abnehmen, mit dem Zollstock die Flächen ausmessen“, erinnert sich der Eichsfelder ungern an diese Schwierigkeiten. Darüber hinaus bestanden seine Aufgaben darin, die Schiedsrichterbesprechungen abzuhalten. „Ansonsten sitze ich während der Wettbewerbe am Kampfgericht und gucke, dass alles passt“, erzählte Adler, der eigentlich viel lieber selber als Schiedsrichter aktiv ist.

Alles in allem gingen die Deutschen Meisterschaften unter seiner Regie dann aber doch reibungslos über die Bühne. Spaß gemacht hat es dem gelernten Zahntechniker aber schon. Jetzt kümmert er sich erst einmal wieder um seinen Nachwuchs, denn der Bilshäuser ist „fachtechnisch“ dafür zuständig, dass die Nachwuchsmöven der Bilshäuser „flügge“ werden.

Und hat momentan allen Grund zur Freude, denn die jungen Radballer hinterlassen derzeit bei allen Wettkämpfen einen ausgezeichneten Eindruck. Als nächstes großes Ziel mit dem Verein steht für Franz-Josef Adler die Deutsche Meisterschaft im Mai nächsten Jahres in Duderstadt an. Persönlich hat er sich auch ein großes Ziel gesetzt. Er würde liebend gern einmal auf einer Weltmeisterschaft als Schiedsrichter fungieren. Die Aussichten dafür scheinen nicht schlecht zu sein, denn vom „Chief Kommissär“ zu einer WM kann der Weg doch nicht allzu weit sein.

Von Vicki Schwarze

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