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Regional Adriano Grimaldi gegen Hertha BSC
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18:57 22.12.2009
Vor einem Jahr: Adriano Grimaldi (l.) spielt auf der Bezirkssportanlage Weende für den SCW. Quelle: Pförtner
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Eigentlich spielt Grimaldi für die Reserve der Mainzer in der Regionalliga West, und eigentlich könnte er noch für die A-Junioren spielen. Die sind im vergangenen Sommer unter ihrem damaligen Trainer Thomas Tuchel, der jetzt das Bundesligateam coacht, Deutscher Meister geworden und treten als solcher vom 7. bis 10. Januar nächsten Jahres beim Sparkasse & VGH-Cup in der Lokhalle an. Doch der Sohn eines Göttinger Gastronomen ist auf dem Sprung in den Profikader: Er trainiert regelmäßig mit den Mainzer Bundesligastars und wird deshalb im Januar voraussichtlich auch als Zaungast in der Lokhalle fehlen. „Ich gehe davon aus, mit den Profis ins Trainingslager nach Spanien zu fahren“, sagt Grimaldi.

Der 18-Jährige schwebt momentan auf Wolke sieben. Noch vor einem Jahr spielte er für Oberligist SCW Göttingen, und ein Bundesligaeinsatz war für ihn ungefähr so weit weg, wie die Tabellenführung für Hertha BSC. Nun ist er über die Zwischenstation Leipzig nach Mainz gewechselt, das findet er „krass“. Seine Ziele bleiben indes bescheiden – zunächst will er sich bei den Mainzer Amateuren etablieren, mittelfristig strebt er mehr Spielzeit bei den Profis und vielleicht einen Platz in der Startelf an. Der Nachwuchs werde in Mainz vorsichtig an den bezahlten Fußball herangeführt, unterstreicht Grimaldi. Gleichwohl versteht er sich mit den Profis gut, es gebe zwar keine „best friends“, aber auch keinen Stress. Der Umgang mit Stürmerstar Bancé etwa sei „ganz lustig“: Die Verständigung funktioniert nur mit Händen und Füßen.
Und wie war das mit dem Hertha-Spiel? „Weiche Knie“ habe er bei der Einwechslung gehabt, wohl auch, weil sein Vater sich spontan ins Auto gesetzt hatte und nach Mainz gefahren war, als er von der Nominierung des Sohnes erfahren hatte. Die Aufregung habe sich jedoch sehr schnell verflüchtigt und sich spätestens nach dem Abpfiff gelohnt gehabt, als er seinem Vater ins Gesicht blickte. „Er war sprachlos, und sein Gesichtsausdruck hat viel gesagt“, berichtet Grimaldi. Nach Basketballstar und Bruder Marco ist er nun der zweite Bundesligaspieler der Familie.

Die Familie vermisst der Fußballer mit italienischen Wurzeln schon ein wenig. Manchmal sehe er sie jede Woche, dann wieder einen Monat nicht. Dafür werde „tagtäglich“ telefoniert – unter anderem mit Freundin Francesca. „Sie ist auch ein guter Grund, nach Göttingen zu fahren“, sagt Grimaldi.

Von Eduard Warda

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