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Regional Ära Leineweber in Nesselröden geht zu Ende
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15:46 15.03.2018
Guido Leineweber (grünes Trikot) hört beim TSV Nesselröden als Trainer auf. Quelle: Helge Schneemann
Nesselröden

Der TSV Nesselröden trägt am 17. März seine beiden letzten Heimspiele der Volleyball-Landesliga in der BBS-Halle Duderstadt aus. Nicht nur der Abstieg aus der Spielklasse, sondern die Auflösung der ersten Herrenmannschaft steht bevor. Trainer Guido Leineweber beendet nach mehr als 30 Jahren seine aktive Karriere als Trainer – eine Ära geht zu Ende.

Ein wenig Tristesse herrscht bei der Herrenabteilung des TSV Nesselröden. Nach dem Aufstieg in die Landesliga war zunächst große Euphorie beim Eichsfeld-Club entstanden. Doch viele personelle Probleme, nicht immer optimale Trainingsbeteiligung und das hohe Niveau der Landesliga führte trotz der zwei noch auszutragenden Spiele zum Abstieg in die Bezirksliga.

Bisher nur vier Satzgewinne und keinen Sieg gab es für das Team von Guido Leineweber. Doch das hat Gründe: „Wir waren weniger erfolgreich als erhofft, aber wir hatten immer drei bis vier Langzeitverletzte. Der Rest des Teams hat sich teilweise angeschlagen oder krank durchgequält. So ist es in der Liga einfach sehr schwierig, Spiele zu gewinnen“, sagt Bengt Mitzinneck, Abteilungsleiter des TSV Nesselröden.

Zusätzlich zu den Ausfällen gab es studienbedingt einige Abgänge, und der Altersdurchschnitt des Teams war relativ hoch. „Der Sprung war immens – das haben wir so extrem nicht erwartet. Es hat immer ein bisschen gefehlt. Wir haben häufig mindestens einen Satz ausgeglichen gestalten können“, ergänzt Mitzinneck.

Nicht nur der Abstieg aus der Landesliga steht bereits fest, sondern auch die Auflösung der ersten Herrenmannschaft in ihrer bisherigen Form. „Die Spieler kommen teilweise aus ganz Deutschland und reisen für die Spiele extra an. Von Hamburg bis zur holländischen Grenze. Für die Landesliga haben viele diese Anreise auf sich genommen“, erklärt der Abteilungsleiter.

Auch für Trainer Guido Leineweber ist die Karriere als Trainer und Spieler beim TSV beendet. Der 46-Jährige blickt auf eine über 30-jährige aktive Laufbahn zurück. „ Die Umstände in dieser Serie waren nicht immer glücklich. Wir sind in der Landesliga nie richtig angekommen. Unsere Leistungen war letztlich nicht ausreichend, um Spiele zu gewinnen“, sagt Leineweber. Der Trainer spielte seit dem 15. Lebensjahr ausschließlich in Nesselröden und feierte mit dem TSV einige Erfolge. „Es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es mal Enttäuschungen gab. Die Gemeinschaft, auch außerhalb des Volleyballs, war einfach super“, ergänzt der 46-jährige Übungsleiter.

Highlights in Leinewebers Karriere waren die Meisterschaften in der Bezirksliga und der Gewinn des Bezirkspokals in eigener Halle. „Da war eine überragende Stimmung, die uns beflügelt hat“, blickt Leineweber zurück. Trotz des Karriereendes wird Leineweber weiter einmal die Woche in einem Mixed-Team trainieren. „Es war eine sehr schöne Zeit, aber ich bleibe dem Volleyballsport in Nesselröden treu, wenn auch nur noch als Zuschauer.“

Wie geht es beim TSV weiter? Durch den Abgang von zehn Spielern wird die erste Mannschaft praktisch durch die zweite Herren ersetzt. Die in der Bezirksliga spielende Mannschaft von Trainer Peter Kleinschmidt kämpft dort ebenfalls um den Klassenerhalt. Im April wird das Team an einer Relegation teilnehmen, um sportlich die Liga halten zu können. „ Leider trainiert unsere zweite Herren zu unregelmäßig. Zu Hause haben wir viele Punkte geholt, aber auswärts war sehr wenig zu holen“, so Mitzinneck. Mit nur drei Siegen aus zwölf Spielen belegt der TSV II den letzten Tabellenplatz.

Akteure aus der bisherigen zweiten Mannschaft und zwei bis drei Spieler aus der ehemaligen Ersten sollen das neue Team in der Bezirksliga für die kommende Spielzeit bilden. Trainer Guido Leineweber ist dann nicht mehr an Bord – der Verein überraschte den Coach bereits mit einer schönen Abschiedsparty, da er am letzten Spieltag urlaubsbedingt nicht mehr dabei sein kann.

Von Jan-Philipp Brömsen

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