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Regional Wucherpfennig schießt Braunschweig zum Sieg
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11:45 20.10.2017
Angelina Wucherpfennig aus Gerblingerode feiert in der Luftgewehr-Bundesliga einen Einstand nach Maß. Quelle: Lüder
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Eichsfeld

Die an Position fünf schießende Eichsfelderin bekam es beim Stand von 2:2 mit Isabelle Ruschel zu tun, die im vergangenen Jahr mit dem Luftgewehr Deutsche Meisterin geworden war. Nicht nur, dass es bei ihrer Bundesligapremiere gleich auf ihre ruhige Hand ankam, Wucherpfennig musste mit Ruschel auch gegen eine sehr erfahrene und leistungsstarke Gegnerin antreten.

In den ersten beiden Sätzen (jeweils Zehner-Serien) befanden sich die Rivalinnen noch mit jeweils 96 und 98 Ringen gleichauf, doch im Verlauf der Begegnung setzte sich die junge Eichsfelder Schützin zur Freude der Braunschweiger ab. Wucherpfennig wurde immer schneller und beendete die dritte Serie mit 97 Ringen, um im vierten Satz optimale 100 Ringe, also eine hundertprozentige Ausbeute, nachzulegen. Alles in allem legte sie damit 391 Ringe vor.

Dadurch hatte die Gerblingeröderin ihre Konkurrentin, die zu diesem Zeitpunkt noch elf Schüsse zu absolvieren hatte, unter Druck gesetzt. Die Folge: Ruschel patzte im letzten Satz zweimal und kam am Ende nach 98 Ringen im finalen Durchgang auf 389 Ringe. Wucherpfennig hatte damit den entscheidenden dritten Punkt zum 3:2-Sieg für den Aufsteiger geholt.

"Als ich rausgekommen bin, ist das ganze Team auf mich zugekommen"

„Das war richtig cool“, erinnert sich die 17-Jährige, die vor einer Woche Geburtstag hatte, an die Augenblicke nach der Begegnung. „Als ich rausgekommen bin, ist das ganze Team auf mich zugekommen und hat mich beglückwünscht, und auch die SG-Fans waren da.“

Braunschweig hat bereits einmal Bundesliga-Luft geschnuppert. Damals war man ohne einen einzigen Sieg wieder abgestiegen – so gesehen ist die SG bereits nach dem Auftaktwochenende einen Schritt weiter, auch wenn das zweite Aufeinandertreffen gegen den KKS Nordstemmen mit 1:4 verloren ging. „Eigentlich hatten wir uns eher etwas gegen Nordstemmen ausgerechnet“, berichtet Wucherpfennig, „aber die waren relativ gut an dem Tag. Es hat einfach nicht geklappt.“

Die Premiere gegen den SG-Erzrivalen Wiekenberg war zuvor von Lampenfieber gekennzeichnet gewesen. „Ich war sehr aufgeregt“, berichtet die 17-Jährige, „ich habe richtig gezittert. Es war ganz schlimm und am schlimmsten kurz vorher, als die Ansage kam.“ Normalerweise könne sie sich mit Musik beruhigen, „oder man kriegt das mit der Atmung weg. Aber das hat nicht ganz so gut geklappt.“

Letztlich hätte sie durchaus mehr Ringe schießen können, „aber ich habe ja auch so gewonnen“. Ihre Erfahrung aus dem Saisonauftakt sei, dass die zweite Bundesliga bereits ein „relativ hohes Niveau“ habe, die Bundesliga allerdings ein noch viel höheres. Dazu kämen bei den Wettkämpfen „200 bis 300 Zuschauer“. Der nächste steht Ende des Monats an – in Wiekenberg.

Bereits in der vergangenen Zweitligasaison hatte das Talent aus dem Eichsfeld überzeugt. Am Ende stand der Aufstieg. Wucherpfennig ist die einzige Schützin aus dem Kreisverband Südharz, die in der Luftgewehr-Bundesliga schießt.

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