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Auch ein Witz hilft gegen starke Göttinger nicht

Volleyball-Regionalliga Auch ein Witz hilft gegen starke Göttinger nicht

„Das Spiel war lustig, sogar erheiternd“, sagt Matthias Keller, der Trainer des USC Braunschweig II. Lustig? Erheiternd? Soeben hatte sein Team in der Godehardhalle mit 1:3 (26:24, 21:25, 13:25, 21:25) gegen die VSG/ASC Göttingen verloren, die damit den Klassenverbleib so gut wie sicher hat, während es für die junge Braunschweiger Truppe nun eng wird.

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Diagonalangriff: Jonathan Stemmann von der VSG/ASC Göttingen (Mitte) versucht im Spiel gegen den USC Braunschweig II, am gegnerischen Block vorbei zu schmettern.

Quelle: Theodoro da Silva

Aber auch nach der Partie muss Keller noch ein wenig schmunzeln, wenn er an den dritten Satz denkt: Fabian Gillmann und Jonathan Stemmann, dann Stemmann und Daniel Schmeling mit einem Block hatten gegen frustrierte, zu diesem Zeitpunkt konsternierte Gäste für die Punkte zum 13:2 und 14:2 gesorgt. Und was macht Keller? Er lacht an der Seitenlinie, bevor er die Auszeit nimmt.

„So etwas habe ich noch nie erlebt“, wird der USC-Coach nach dem Spiel zum deutlichen Rückstand sagen. Dabei konnte Keller mit dem Beginn zufrieden sein. Denn obwohl die VSG/ASC Göttingen konzentriert in das Spiel gestartet war, mit starken Aufschlägen den gegnerischen Libero so entnervt hatte, dass dieser in den folgenden Sätzen nicht mehr eingesetzt wurde, und mit einem 22:16 ins Satzfinale ging, holten sich die Gäste den ersten Durchgang noch mit 26:24.

„Wir haben in Block und Abwehr gut gearbeitet und uns die Punkte mit starken Aufschlägen vorbereitet“, analysierte VSG-Trainer Matthias Polkähn später. „Bis zum 22:16 war das ein perfekter Satz.“ Nur holten sich den dann eben Kellers Akteure, die die fehlende Durchschlagskraft des Göttinger Angriffs gegen Ende des ersten Satzes gnadenlos ausnutzten.

„Gut, dass wir Braunschweig nicht noch weiter aufgebaut haben“, sagte Polkähn, der über alle Maßen froh war, „dass wir im zweiten Satz zurückgekommen sind“. Dort zeigte seine Mannschaft eine starke und hochkonzentrierte Leistung gegen Gäste aus Braunschweig, die fortan „in den entscheidenden Phasen zu viele Eigenfehler gemacht haben“, wie ihr Trainer Keller feststellte.

Und dann kam die Szene im dritten Satz, in dem Braunschweig mit 2:14 hinten lag und Keller an der Seitenlinie nur noch lachen konnte. Und was folgte in der Auszeit? Die große Standpauke, aufmunternde Worte? Gezielte taktische Anweisungen des Coaches oder etwa ein Rundumschlag? Nichts davon. „Wer kennt einen Witz?“, erkundigte sich Keller bei seinen Spielern, die ihn recht verdutzt anschauten. Und als der USC-Trainer seine Frage wiederholte, erzählte einer seiner Spieler tatsächlich einen – „nicht jugendfreien“ (Keller) – Witz. „Wenn man auf dem Platz keinen Spaß mehr hat, muss der Spaß am Volleyball eben von außen zurückkommen“, begründete Keller nach Spielende die etwas ungewöhnliche Braunschweiger Auszeit.

Aber die Göttinger taten weiterhin alles dafür, dass den mit Kaderspielern gespickten Braunschweigern auf dem Platz nicht nach Lachen zu Mute war. Satz drei gewann die VSG/ASC mit 25:13, im umkämpften vierten Satz war die größere Erfahrung Garant für den Sieg. Das 18:19 drehten die Göttinger, bei denen im vierten Durchgang Thor Wenning für wichtige Punkte sorgte, nach einem Block von Stemmann/Gillmann und einem hat geschlagenem Angriff nach einhändigem Zuspiel des starken Schmeling zum 21:19 um und ließen sich den Satz in der Folge nicht mehr nehmen. So lachten nach unterhaltsamen 100 Minuten in der Godehardhalle vor allem die Spieler der VSG/ASC Göttingen über einen wichtigen Sieg.

Von Manuel Becker

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