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„Auf Rechenspielchen lässt sich Patrick nicht ein“

Basketball-Bundesliga „Auf Rechenspielchen lässt sich Patrick nicht ein“

Nach dem überraschenden 54:91-Desaster beim vermeintlichen Spitzenspiel in Berlin und dem ebenso überraschenden 79:53-Befreiungsschlag in Ludwigsburg rätseln viele Beobachter, wie stark die Bundesliga-Basketballer der MEG wirklich sind. Beim Liga-Primus Oldenburg will die MEG zeigen, dass es auch ohne ihre Leistungsträger Kyle Bailey und Charles Lee ein Spitzenteam ist. 

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Keine Angst vor großen Namen: Rocky Trice – hier gegen Braunschweigs 2,11-Meter-Center Kyle Visser – mischt die Liga auf und wurde zum besten neuen Spieler in der Basketball-Bundesliga gewählt.

Quelle: Pförtner

Der Tabellenführer erwartet den Dritten zum Duell um die Tabellenspitze. Ja, es ist wahr: Trotz der Demütigung, die die Veilchen vor Wochenfrist beim Tabellenzweiten Alba Berlin hinnehmen mussten, haben sie heute die Chance, mit einem Sieg die Liga wieder anzuführen. Wenn heute um 20 Uhr in der EWE-Arena in Oldenburg der Tipoff erfolgt, dann stehen sich aber auch zwei Teams gegenüber, die nicht wirklich wissen, auf welchem Leistungsstand sie sich kurz vor Beginn der Playoffs befinden. 

Angeführt werden die Veilchen von Rocky Trice – beim 79:66-Sieg im Hinspiel mit 17 Punkten Topscorer – , der gestern zum besten Newcomer der Basketball-Bundesliga gekürt wurde. „Ich freue mich über die Auszeichnung, das ist für mich eine Ehre“, sagte Trice, der im vergangenen Jahr bereits zum besten Spieler der Pro A gewählt worden war. Der 24-jährige Guard unterstrich: „Mein Dank gilt meinen Teamkameraden, ohne sie wäre die Auszeichnung nicht möglich gewesen.“ 

Das personell gehandikapte Team von Headcoach John Patrick will in Oldenburg beweisen, dass es nicht nur in der Lage ist, einen Gegner wie Ludwigsburg zu bezwingen, der die Playoffs verpasst hat und unmotiviert auf das Saisonende hintrudelt. Die Veilchen wollen zeigen, dass sie auch einem Spitzenteam, dass sich die bestmögliche Ausgangsposition für die Meisterschaftsrunde sichern will, Paroli bieten kann. 

„Wir wollen die Chance nutzen, wieder Erster zu werden. Uns steht dasselbe Team wie in Ludwigsburg zur Verfügung“, betonte MEG-Pressesprecher Björn-Lars Blank. Dabei unterstrich er: „Auf Rechenspielchen lässt sich unser Coach John Patrick nicht ein. Derzeit sieht es danach aus, dass der Zweite in den Playoffs wohl auf die starken Bamberger trifft. Aber auch das ist für uns okay, wir verlassen uns auf unsere Heimstärke.“

Schwächelnde Oldenburger

Das Match in der EWE-Arena ist aber auch deshalb besonders spannend, weil Oldenburg zuletzt nicht überzeugen konnte. Auch für die Baskets ist es deshalb ein richtungsweisendes Duell. Für sie geht es heute Abend darum, den Faden wieder zu finden. Denn der Tabellenführer hat die vergangenen beiden Spiele gegen die Artland Dragons und bei den Walter Tigers Tübingen verloren. Besonders die gezeigte Leistung gegen die abgeschlagenen Tübinger war erschreckend schwach. Zwischenzeitlich drohte beim 79:89 gar eine derbe Klatsche, denn erst im Schlussviertel brachte EWE-Coach Predrag Krunic sein Team wieder auf Kurs. 

Noch aber kann Oldenburg aus eigener Kraft Erster bleiben, und die Huntestädter werden sicherlich alles geben, um gegen Göttingen den Grundstein dafür zu legen. Der letzte Spieltag führt Oldenburg nämlich in die O2-World nach Berlin. 

Alle, die das Spiel in Oldenburg nicht sehen können, können am eigenen Computer live mitverfolgen, ob die Veilchen den erneuten Sprung auf Rang eins schaffen. Wie gewohnt bietet Ihnen der Live-Ticker Analysen und Fotos aus der Halle.

Mark Bambey

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