Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
BG 74 Göttingen kassiert herbe Schlappe gegen Wasserburg

Damenbasketball-Bundesliga BG 74 Göttingen kassiert herbe Schlappe gegen Wasserburg

Der gute Auftritt der BGer am Sonnabend gegen den FC Bayern hatte den Veilchen Ladies Mut gemacht. Doch es kam anders: Der Aufsteiger in die Damenbasketball-Bundesliga sah am Sonntag beim 43:75 (21:43) in der FKG-Halle gegen den Deutschen Meister TSV 1880 Wasserburg überhaupt kein Land.

Voriger Artikel
Veilchen Girls sind gegen Alba Berlin chancenlos
Nächster Artikel
Northeim überrollt Leutershausen

Alissa Pierce (recht), hier beim Abklatschen, konnte noch am ehesten mit den Spielerinnen vom Deutschen Meister TSV Wasserburg mithalten.

Quelle: Foto: Pförtner

Göttingen. 430 Zuschauer in der Sporthalle des Felix-Klein-Gymnasiums wurden Augenzeugen eines Klassenunterschiedes. BG-Trainer Giannis Koukos sprach später sogar davon, dass Wasserburg zwei Klassen besser gewesen sei. In jedem Fall war die Partie nicht gut für das Selbstvertrauen der Göttinger Ladies, und den Verantwortlichen stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.

Wasserburg war den Veilchen in athletischer und spielerischer Hinsicht in erschreckender Weise überlegen. Dazu kam, dass die TSV-Frauen im Durchschnitt sicherlich fünf Zentimeter größer sind als die BGerinnen.

So dauerte es zu Beginn nicht lange, bis sich die Gäste einen 18:6-Vorsprung erarbeitet hatten. Erschwerend für den Gastgeber kam ein gewisses Wurfpech dazu – einige Bälle lugten bereits von oben in die Reuse, um es sich dann doch noch anders zu überlegen.

„Ein schlechter Start kann manchmal noch ganz viel Spannung bedeuten“, sagte Hallensprecher Klaus Plaisir nach dem ersten Viertel, dass mit 8:22 verloren ging. Wenngleich die Veilchen Ladies jetzt besser ins Spiel kamen, überwogen die Defizite. So sah Verdine Warner kaum Rebounds, am Ende kam sie auf acht Punkte.

6196cf5a-ac48-11e7-923d-4ef2be6e51d8

Veilchen Ladies verlieren gegen Deutschen Meister

Zur Bildergalerie

Wasserburg überzeugte dagegen mit Qualität, etwa als der Ball gegen Ende des zweiten Viertels beim Fastbreak blitzschnell über zwei Stationen bei Deura landete, die per Dreier zum 39:19 (17.) vollendete. Deura traf in den ersten beiden Vierteln drei von vier Drei-Punkte-Würfen und kam letztlich auf 16 Punkte. Wasserburger Topscorerin war jedoch Galliou-Loko, die vor allem zu Beginn machen konnte, was sie wollte, und im Endeffekt auf 21 Zähler kam.

Und die Veilchen Ladies? „Die Pierce ist so gut, die könnte sich auch bei den Wasserburgern durchsetzen“, war von einem Zuschauer zu hören – und er hatte Recht: Alissa Pierce war in athletischer Hinsicht am ehesten auf Augenhöhe und mit elf Punkten BG-Topscorerin. Überzeugen konnten neben der Kämpferin Jennifer Crowder ansonsten erneut Marissa Janning, die viel Potenzial mitbringt, vor allem aber Vasiliki Karambatsa, die im Verlauf der Partie immer stärker wurde, immer öfter die richtigen Entscheidungen trifft und ein Riesentalent ist.

Die BGerinnen liefen
oftmals hinterher

Das Spiel blieb allerdings einseitig: Wenn Wasserburg anzog, und das tat der Deutsche Meister nach der Pause in Person von Zaplatova und Holopainen öfter, liefen die BGerinnen hinterher. Im letzten Viertel gab es beim 38:62 durch Pilz (33.) noch die Hoffnung, dass der Rückstand auf 20 Punkte reduziert werden könnte. Doch Wasserburg setzte sich erneut ab, und schließlich waren es 32 Zähler – deprimierend.

„Wir haben ein mentales Problem, daran müssen wir arbeiten“, sagte Koukos in seinem Fazit. „Ich glaube fest daran, dass das Team besser spielen kann, das Problem ist aber die Erfahrung.“

Auch dem BG-Vorsitzenden Michael Arciuch hatte der Auftritt der Ladies nicht gefallen: „Ich hatte mir ein etwas strukturierteres Spiel erhofft, wir wollten ja immer nur mit dem Kopf durch die Wand.“ Die ersten Fünf seien gut, „aber es geht dann nicht weiter, es fehlen Leute“.

Geschäftsführer Richard Crowder hatte sich ein engeres Spiel erhofft, relativierte aber: „Auch unsere ersten Fünf waren nicht in der Lage mitzuhalten.“ Wasserburg verfüge über Top-Profis, „von denen können wir keine einzige finanzieren“. Ohne Geld könne er personell nicht nachbessern, „aber wir werden uns Mühe geben“. – BG: Pierce (11), Crowder (3), Karambatsa (9), Dobroniak, Nguyen, Smith (2), Pilz (2), Janning (8), Warner (9).

Von Eduard Warda

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regional
Alle Verein der 1. Bundesliga im Quotenvergleich von SmartBets.
22.11.2017 - 17:40 Uhr

Der Fußballklub I. SC Göttingen 05 fühlt sich noch immer heimatlos: kein gemeinsames Trainingsareal, kein Vereinsheim. Nun wurde das Thema auf 05-Initiative im Sportausschuss behandelt und es kommt etwas Bewegung in die Sache.

mehr
Burgturnier 2017: Highlights aus drei Tagen