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Regional Veilchen Ladies geben ihre Erstliga-Premiere
Sportbuzzer Sportmix Regional Veilchen Ladies geben ihre Erstliga-Premiere
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19:35 22.09.2017
Alissa Pierce und ihre BG 74 Veilchen Ladies wollen mit aller Macht mit einem Sieg gegen Heidelberg in die Damenbasketball-Bundesliga starten.   Quelle: Arne Bänsch
Göttingen

 Acht Jahre ist es nun her, dass zuletzt ein Göttinger Team in der Beletage des deutschen Damenbasketballs spielte. Und das Ende war unrühmlich. Nach sechs Jahren Erstliga-Basketball ging im Mai 2009 in Göttingen eine Ära zu Ende. Der damalige Lizenzinhaber Starting five legte keinen Widerspruch beim Schiedsgericht der Damenbasketball-Bundesliga (DBBL) gegen die nicht erteilte Spielerlaubnis für die Saison 2009/10 ein. Die DBBL hatte der Starting five die Spielerlaubnis verweigert, da der Lizenzantrag „widersprüchlich“ gewesen sei. Es folgte der Rückzug in die Regionalliga und ein kompletter Neuaufbau.

„Das war ja damals eine komplett andere Gesellschaft. Alle handelnden Personen sind neu. Und ja, ich bin schon sehr stolz, was wir in den drei Jahren, seitdem ich verantwortlich bin, hier aufgebaut haben“, sagt Veilchen-Ladies-Geschäftsführer Richard Crowder. Sein Blick ist ohnehin eher in die Zukunft als in die Vergangenheit gerichtet: „Unser Ziel ist es, uns sukzessive weiter zu verbessern und in der Liga zu etablieren. Dazu ist ein erneuter Sieg gegen Heidelberg eigentlich schon Pflicht.“

Die besten Fotos vom Halbfinale gegen Heidelberg.

Heidelberg, da war doch was? Richtig! Beide Teams standen sich erst vor einer Woche beim Champions Weekend in der FKG-Halle gegenüber. Im Halbfinale lieferten sich die Kombattanten im Kampf um die Deutsche Zweitliga-Meisterschaft eine von vielen Fehlern geprägte Partie. Allerdings mit dem glücklicheren Ende für die Veilchen Ladies. Mit 61:58 (46:38, 27:22, 10:8) setzte sich das Team von Cheftrainer Giannis „John“ Koukos schließlich durch. Ein gutes Omen?

„Ein Muster ohne Wert“, entgegnete Koukos schlagartig. Der Grieche machte keinen Hehl daraus, dass er mit der Ansetzung des Titelspiels zwischen dem Nord-Meister und dem Süd-Champion alles andere als glücklich ist. „Ich kann mir doch in so einem Spiel nicht in die Karten schauen lassen. Sicher ist ebenfalls, dass auch Heidelberg nicht all seine Waffen gezeigt hat. Die Partie am Sonntag zum Liga-Beginn wird eine ganz andere sein“, sagt der 39-Jährige.

Die Woche zwischen Champions Weekend und Auftaktduell der Aufsteiger haben die Veilchen Ladies genutzt, um intensiv Feinschliff zu betreiben. Verzichten muss die BG weiter auf Jana Lücken, es steht derselbe Kader zur Verfügung wie am vergangenen Wochenende. Das Spielsystem der Veilchen Ladies ist unterdessen schon deutlich sichtbar. Mit einer furchteinflößend aggressiven Abwehr sollen möglichst viele Ballverluste des Gegners verursacht werden. Im Angriff setzen die Veilchen Ladies offensichtlich voll auf den Vollgas-Modus. In den Testspielen peitschte Koukos seine Damen immer wieder an, das Spiel schnell zu machen, damit der Gegner seine eigene Verteidigung nicht organisieren kann.

„Ich hoffe, dass wir die Zuschauer für unseren Sport begeistern können. Ich kann aber kaum einschätzen, wie viele kommen werden. Ich hoffe, dass es mindestens 400 sein werden, die Konkurrenz mit dem Gänselieselfest ist jedoch groß“, sagt Crowder. Verdient hätten sich die Veilchen Ladies den Zuspruch, nicht nur bei ihrem Erstliga-Debüt.

Von Mark Bambey

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