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BG-Fan Grimaldi beim „FC Bayern der Oberliga“

Göttinger Fußball-Talent BG-Fan Grimaldi beim „FC Bayern der Oberliga“

Für Nicola Grimaldi hat sich am Dienstagabend nicht die Frage gestellt, welchem Team er die Daumen drückt. Der Göttinger in Diensten des Fußball-Oberligisten VfB Oldenburg betont: „Na klar feure ich die BG an, ich stehe ja auch bei den Veilchen-Fans.“ Dass die Veilchen dem Deutschen Basketball-Meister in allen Belangen überlegen sein und einen phänomenalen 72:58-Triumph feiern würden, damit hatte Grimaldi nicht gerechnet.

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Mit BG-Schal in der Arena in Oldenburg dabei: Nicola Grimaldi.

Quelle: Pförtner

Der 20-Jährige hat in dieser Serie fast jedes Heimspiel der EWE Baskets Oldenburg gesehen und war von der Leistung der Veilchen ebenso angetan wie überrascht von den kritischen Äußerungen der Baskets-Fans in Richtung eigene Mannschaft. „Pfiffe gegen das eigene Team habe ich hier zuvor noch nie gehört. Alle zehn Heimspiele wurden ja auch souverän gewonnen“, sagt Grimaldi.

Der jüngere Bruder von Ex-BG-Aufbauspieler Marco Grimaldi, der vor dieser Spielzeit zum Pro-A-Zweitligisten BG Karlsruhe gewechselt ist, spielt mit seinem VfB eine gute Serie und hofft, den Sprung in den Profi-Fußball zu schaffen. Vielleicht sogar mit dem VfB, denn der ehemalige Zweitligist arbeitet akribisch an der Rückkehr in den bezahlten Fußball, ist derzeit Zweiter in der Oberliga. „Die Voraussetzungen hier sind phantastisch, wir können fast unter Profi-Bedingungen arbeiten. Das ist mit den Klubs in Göttingen leider überhaupt nicht zu vergleichen. Da liegen Welten dazwischen. Der VfB Oldenburg genießt den Ruf eines FC Bayern München der Oberliga“, beschreibt Grimaldi.

Die Geschichte des ehemalige Zweitliga-Klubs – vor allem den älteren Lesern dürfte das als „Hölle des Nordens“ bekannte VfB-Stadion Donnerschwee noch in Erinnerung sein – weist viele Parallelen mit dem einstigen Göttinger Aushängeschild 1. SC 05 auf. Die Oldenburger waren aber stets ein wenig erfolgreicher, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich, denn im August 2000 wurde mit der Zustimmung der Gläubiger ein Insolvenzverfahren erfolgreich beendet.

Jetzt trägt Grimaldis neuer Klub seine Spiele im Marweg-Stadion aus, hoch verschuldet sah sich der Verein 1990 gezwungen, Donnerschwee zu verkaufen. Das letzte Match in dem bis heute brach liegenden Stadion endete 2:2 gegen den SC Freiburg.

Um zukünftig wieder Erfolge wie die Deutsche Amateur-Vizemeisterschaft 1988 feiern zu können, soll Grimaldi in Oldenburg Tore schießen. Das hat er bei zehn Einsätzen schon fünfmal getan. Fest vor Augen hat er dabei immer ein Ziel: „Ich möchte Profi-Fußballer werden“, betont Grimaldi. „Man sieht ja am Beispiel meines jüngeren Bruders Adriano, wie schnell das manchmal gehen kann. Zwischen seinem letzten Spiel beim SCW und seiner Bundesliga-Premiere beim FSV Mainz 05 lagen gerade einmal neun Monate“, fügt er hinzu.

Auch wenn Fußball für ihn absolute Priorität besitze, lege er aber auch großen Wert auf seine Ausbildung: „Ich studiere an der Privaten Fachhochschule in Göttingen Betriebswirtschaftslehre. Das lässt sich mit dem hohen Zeitaufwand für Fußball aber perfekt kombinieren. Ich will den Abschluss machen, so wie es Marco an der PFH ja sogar als Profi-Basketballspieler getan hat“, betont der 20-jährige Angreifer. Denn auch er weiß: Um Profi zu werden, benötigt jeder Athlet nicht nur Fähigkeiten, sondern auch eine Menge Glück. Und darauf will sich Grimaldi nicht verlassen.

Von Mark Bambey

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