Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Schneeregen

Navigation:
BG stellt erstmals Deutschen Drei-Punkt-Meister

Basketball BG stellt erstmals Deutschen Drei-Punkt-Meister

Auch wenn Chris Oliver fürs All-Star-Game verletzungsbedingt passen musste, es war dennoch ein Athlet von Basketball-Bundesligist BG Göttingen, der dem Tag der Champions einen veilchen-farbenen Stempel aufgedrückt hat. Taylor Rochestie bewies bei der Offenen Drei-Punkt-Meisterschaft, dass er von jenseits der 6,25-Meter-Linie eine Klasse für sich ist. Moderator Amiaz honorierte die makellose Vorstellung des Kaliforniers indem er ihm kurzerhand den Namen Mr. Downtown verpasste.

Voriger Artikel
Turnkreis Göttingen zählt zu Mitveranstaltern in Wolfsburg
Nächster Artikel
Germania gibt sich Oberligist nur knapp geschlagen

So sehen Sieger aus: Taylor Rochestie bejubelt seinen Deutschen Meistertitel.

Quelle: Duda

Das Finale war wie für den scheinbar ohne Nerven zur Welt gekommenen Rochestie gemacht. Als letzter tritt er im Finale der besten drei Distanzschützen an. Der 24-Jährige weiß, dass es die Marke von Dane Watts (Trier) mit 16 Treffern zu übertreffen gilt. „Wie kann man nur so cool sein und so die Ruhe bewahren“, fragte sich später Moderator Amiaz. „Ich will doch einfach nur Spaß haben. Und den habe ich immer, wenn ich Basketball spielen kann. Da verspüre ich doch absolut keinen Druck“, betont Rochestie.

Eine Aussage, deren Wahrheitsgehalt einfach stimmen muss, nimmt man die Leichtigkeit als Grundlage, mit der Rochestie das Duell dominierte. Bereits im drittletzten Wurf zieht er mit Watts gleich. Der vorletzte Versuch geht zwar daneben, doch der Beach-Boy bleibt cool. Es folgt ein breites, wissendes Lächeln ins Publikum, auf der Uhr stehen gerade noch vier Sekunden. Doch das Zeitlimit von nur 60 Sekunden für die Würfe verursacht dem BG-Guard zu keinem Zeitpunkt Sorgen. So lässt er locker den letzten Ball durch die Reuse rauschen. Was dann folgt, ist ausgelassener Jubel – 6000 Basketball-Fans im ausverkauften Telekom-Dome feiern ihren coolen Mr. Downtown.

„Es war das erste Mal, dass ich an einem Drei-Punkte-Wettbewerb teilgenommen habe. Ich kannte den Ablauf natürlich aus dem TV, aber ich hab‘ das so noch nie geübt“, sagte Rochestie schmunzelnd. Den Titel widmete er seinem Bruder Alex, der gerade in Göttingen zu Besuch ist.

Im eigentlichen Topact des Tages gab es eine kleine Überraschung. Denn es war nicht der Norden, der das Match der Besten der Liga wie in den vergangenen Jahren dominierte, sondern der Süden. Im 19. Aufeinandertreffen war das 102:92 (50:53) erst der dritte Triumph. Beste Werfer des Südens waren Michael King (17, Ludwigsburg), Chris Ensminger (16, Bonn) und George Evans (16, Trier). Bei den Nordmännern, die von Luka Pavicevic (Alba Berlin) gecoacht wurden, ragten Jeff Gibbs (16, Bremerhaven), der MVP des vergangenen Jahres Darren Fenn (14, Artland Dragons) und Je’Kel Foster (13, Oldenburg) heraus.

„Wir haben heute morgen trainiert, und da habe ich wieder Schmerzen im Knie verspürt. Es ist besser, dass ich nicht spiele, auch wenn mir das natürlich sehr schwer fällt. Es macht mich aber sehr stolz, hier als Allstar dabei zu sein. Die Nominierung ist mir wichtiger als das Spiel“, sagte Oliver am Spielfeldrand. Der Norden ging also arg ersatzgeschwächt in die Partie, denn neben Chris Oliver, dem zweitbesten Scorer der Liga, musste Pavicevic auch auf seinen Aufbauspieler Julius Jenkins verzichten, dem MVP des Jahres 2008.

Den Südländern von Headcoach Mike Koch half allerdings auch ein gewisser Heimvorteil in der Telekom-Arena. Zwar fiel das deutsche Nationalmannschafts-Talent Tim Ohlbrecht krankheitsbedingt noch kurzfristig aus, doch mit Chris Ensminger und Jared Jorden standen immer noch zwei Bonner Athleten in der Startformation des Südens. Den Heimvorteil wusste dabei Center Chris Ensminger besonders zu nutzen, denn seine 16 Punkte und neun Rebounds beeindruckten die Fan-Gemeinde am nachhaltigsten, sie wählte ihn per SMS-Wahl zum MVP. Sieben seiner zwölf Würfe fanden ihr Ziel, Ensminger warf bei seiner siebten All-Star-Nominierung am häufigsten. Am effizientesten agierter allerdings Triers Center George Evans, der ebenfalls 16 Zähler markierte, allerdings die brillante Quote von 8/8 aus dem Feld aufwies. Dies honorierte die Fan-Gmeinde indes nicht.

Sieger der offenen Deutschen Dunking-Meisterschaften wurde Jamal Shuler. Der US-Amerikaner setzte sich gegen seine fünf Kontrahenten, darunter der starke Amateur Stefan Groothoff (Oldenburg), der es bis ins Finale schaffte, durch. Der Guard von Trier, der von seinen Teamkollegen Evans und Ravio unterstützt wurde, bekam von der Jury in allen vier Durchgängen die Höchstpunktzahl 30.

Nicht nur BBL-Geschäftsführer Jan Pommer fällte nach dem sechsstündigen Spektakel ein hoch zufriedenes Fazit, auch den Fans merkte man aufgrund der Atmosphäre, die sie erzeugten, ihre Begeisterung an. „Die Veranstaltung hat unsere Erwartungen voll und ganz erfüllt. Bonn ist seinem Ruf als basketballbegeisterter Beko-BBL-Standort gerecht geworden.“

Von Mark Bambey

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regional
Alle Verein der 1. Bundesliga im Quotenvergleich von SmartBets.
13.12.2017 - 19:22 Uhr

In der Wintersaison ist es das erste große Hallenfußball-Spektakel in der Region und erfährt deshalb regelmäßig große Resonanz. In diesem Jahr wird das Günther-Brosenne-Turnier des TSV Adelebsen zum 28. Mal ausgetragen. Vom 14. bis 17. Dezember kämpfen 16 Teams um den begehrten Wanderpokal.

mehr
Burgturnier 2017: Highlights aus drei Tagen