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Regional Bei Schiecke steht selbst Headcoach Patrick stramm
Sportbuzzer Sportmix Regional Bei Schiecke steht selbst Headcoach Patrick stramm
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21:57 09.12.2009
Hat immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Spieler: Teammanager Jan Schiecke (Mitte) – hier beim Europapokal-Match der Veilchen zwischen Taylor Rochestie (links) und Chris Oliver. Quelle: Pförtner
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Wenn der gebürtige Berliner, der im Alter von 14 Jahren beim Marzahner Basketball-Klub seine Liebe fürs orange-farbige Leder entdeckt hat, in seinen Ansprachen zum Beispiel den Tagesplan vorgibt, sind die sich sonst rege unterhaltenden und oft witzelnden Veilchen mucksmäuschenstill. Dabei scheint es der Absolvent des Studienganges Sport-Management an der Kölner Sporthochschule absolut zu verstehen, freundschaftliche Nähe zu den Spielern einerseits und die andererseits nötige Distanz als Vorgesetzter geschickt zu kombinieren.

Da können zum Beispiel Chester Frazier und Dwayne Anderson ihren Team-Manager beim abendlichen Kartenspiel mit schnell eingebrachten neuen Regeln auf die Verliererstraße manövrieren, an seinem Ansehen in der Mannschaft ändert das nichts. „Jan genießt wirklich großen Respekt im Team. Er ist eigentlich einer von uns Spielern und immer für uns da. Er hat mit seiner Arbeit wirklich einen großen Anteil daran, dass wir als Mannschaft so erfolgreich sind“, sagt Center Jason Boone.

„Ich sehe meine Aufgabe als Kommunikationsrelais zwischen Spielern und Office-Team. Gemeinsam mit Florian Kuhlmann will ich erreichen, dass sich die Spieler komplett auf Basketball konzentrieren können“, sagt Schiecke, der zur Saison 2008/09 von den Köln 99ers nach Göttingen kam. Trotz dieser Fürsorge sei es ihm sehr wichtig, „dass die Spieler Selbstständigkeit und Eigenverantwortung erlernen. Die Spieler sollen sich nicht nur auf dem Feld entwickeln, sondern auch menschlich“, betont Schiecke.

Umfangreiches Aufgabenfeld

Die Vielfalt seines Aufgabenbereiches ist schwer zu beschreiben. Das reicht vom Reparieren eines defekten Toilettendeckels in einer Spielerwohnung bis zu den anspruchsvollen Aufgaben hinsichtlich der Lizenzierung von Spielern bei der Basketball-Bundesliga oder für den Europapokal. „Unterläuft hier ein Fehler, kann ein gewonnenes Spiel ganz schnell ein verlorenes werden“, unterstreicht Schiecke.

Wie nah Schiecke wirklich an den Spielern ist, verdeutlicht wohl ein Vorfall am besten: Vor dem ersten Saisonspiel in Quakenbrück klingelte Schieckes Handy. Am Telefon war der nach Quakenbrück gewechselte Charles Lee. Er benötigte Hilfe, weil er bei seinem neuen Klub in der Trainingshalle eingeschlossen war. „Auf die Frage, warum er sich bei mir meldet, sagte Charles nur kurz: Bei dir weiß ich, dass du mir wirklich hilfst. Das hat mich schon gerührt“, sagt Schiecke.

Dass er seinen Traumjob bis zur Rente machen wird, glaubt Schiecke indes nicht. „Ich liebe die Nähe zum Team. Das motiviert mich sehr. Aber meine berufliche Zukunft sehe ich eher als Sportlicher Leiter oder Geschäftsführer eines Klubs. Mit meinen gerade mal 28 Jahren, kann das aber noch ein wenig warten“, sagt Schiecke. Für diese Aussage ist sicherlich nicht nur das spielende Personal der Veilchen dankbar.

Von Mark Bambey

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