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Bogenschießen: Clara Stieg aus Reiffenhausen Deutsche Meisterin

FITA-Hallenmeisterschaft Bogenschießen: Clara Stieg aus Reiffenhausen Deutsche Meisterin

Im vergangenen Jahr war der nationale Titel für Bogenschützin Clara Stieg noch ein Überraschungserfolg, in diesem Jahr ist die Reiffenhäuserin bei den Deutschen Meisterschaften angetreten, um den Sieg zu wiederholen. Das ist der 13-Jährigen, die für die DJK Arenshausen startet, eindrucksvoll gelungen.

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Titel verteidigt: Clara Stieg (M.) setzt sich souverän gegen Johanna Milz (l.) und Lena Hentschel durch.

Quelle: EF

Göttingen. Mit großem Abstand setzte sie sich gegen ihre Konkurrentinnen durch.

Die FITA-Hallenmeisterschaft des Deutschen Bogensportverbandes (DBSV) wurde im bayerischen Grafenrheinfeld (Landkreis Schweinfurt) ausgeschossen. Stieg ging in der Compoundbogen-Konkurrenz der Altersklasse U 14 an den Start. Der kompakte Bogen, der auch gut für die Jagd geeignet ist, kann länger in schussbereiter Position, voll ausgezogen gehalten werden als andere Bogentypen.

In den beiden Durchgängen wurde auf Scheiben in 18 Metern Entfernung geschossen. Nach 270 Ring im ersten und 267 im zweiten Durchgang hatte die Achtklässlerin des Felix-Klein-Gymnasiums (FKG) am Ende 537 Ringe auf ihrem Konto. Das waren 26 mehr als Silbermedaillengewinnerin Johanna Milz (511/Sachsen-Anhalt) und sogar 66 mehr als die Dritte Lena Hentschel (471/Nordrhein-Westfalen). „Ich hätte mit dieser Ringzahl sogar die Meisterschaft bei den Jungen gewonnen“, erzählt Stieg stolz.

Nach ihrem Titelgewinn 2012 waren die Trainer des Bundeskaders auf sie aufmerksam geworden. Dreimal war die Schülerin inzwischen bei Wochenend-Lehrgängen in Magdeburg, Soest und Hessen dabei und hat sich dort mit den besten Nachwuchsschützen aus dem gesamten Bundesgebiet gemessen. Regelmäßig startet sie für ihren thüringischen Stammverein auch bei Turnieren. „Alle zwei Wochen sind wir am Wochenende unterwegs“, berichtet Stieg.

Im Winter trainiert sie gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Paula (11) unter Trainer Volker Klöppner in der Halle im nahen Kirchgandern. Im Sommer kann sie auch in den heimischen Garten ausweichen. Dort steht eine Scheibe, „die aber inzwischen schon ein wenig abgenutzt ist“. Der Trainingsfleiß der beiden Stieg-Schwestern hat seine Spuren hinterlassen.

Im nächsten Jahr U17

Viel Zeit für andere Aktivitäten neben Schule und Bogenschießen bleibt nicht. Allerdings fährt Stieg regelmäßig zum Schwimmtraining nach Heiligenstadt. „Ich schwimme keine Wettkämpfe, das ist eher ein Krafttraining für das Bogenschießen“, erzählt sie. Außerdem steht im Moment Konfirmanden-Unterricht auf dem Wochenplan, und im Reiffenhäuser Jugendraum schaut die 13-Jährige auch gern einmal vorbei, um sich dort mit ihren Freunden zu treffen.

War bei ihrem ersten Titelgewinn in ihrer FKG-Schulklasse kaum bekannt, dass  Clara Stieg erfolgreich mit dem Bogen schießt, so war das am vergangenen Montag anders. Ihre Lehrerin hatte sich informiert und gratulierte gemeinsam mit den Klassenkameraden zum Gewinn des nationalen Titels. Diesen erneut zu verteidigen, wird im kommenden Jahr schwieriger, denn dann muss die Doppel-Meisterin in die nächsthöhere Altersklasse U 17 wechseln, in der Starterinnen warten, die erheblich älter sein können.

Freude über den Meistertitel wird auch bei der Bezirksgruppe Südniedersachsen der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) herrschen. Die Gruppe hat nach dem Sieg im vergangenen Jahr eine Patenschaft für die Bogenschützin übernommen. Eine solche ist möglich für erfolgreiche Nachwuchssportler bis 14 Jahre. Seit 2003 wurden 14 Athleten und vier Mannschaften in zwölf Sportarten gefördert. Dabei hat die südniedersächsische Bezirksgruppe etwa 10000 Euro in die Nachwuchsförderung investiert.

Der Bovender Hans-Georg Halve, zuständig für dieses DOG-Projekt, hatte sich bei Familie Stieg in Reiffenhausen informiert und Unterstützung zugesagt. Diese hat Clara in den vergangenen Monaten auch erhalten. „Dafür habe ich beispielsweise neue Pfeile und einige Ersatzteile angeschafft. Das entlastet natürlich auch meine Eltern.“

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