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Buggenhagen führt WM-Delegation an

Behindertensport Buggenhagen führt WM-Delegation an

Wenn morgen in Bangalore (Indien) die Leichtathletik-Weltmeisterschaft der Behindertensportler (IWAS-WM) beginnt, dann ist auch ein Göttinger vor Ort. Nicht als Sportler, sondern als Funktionär: Prof. Wolfgang Schulz ist Teamarzt der deutschen Leichtathletik-Delegation.

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Befreundete Konkurrenten: Sprint-Ass Heinrich Popow (Silber) feiert gemeinsam mit dem Kanadier Earle Connor (Gold) bei den Paralympics in Peking. In Bangalore geht es um den WM-Titel.

Quelle: EF

Der 60-Jährige ist mit dem Behindertensport bestens vertraut. „Das wird meine fünfte WM sein, bei den Paralympics war ich 1996 in Atlanta und 2004 in Athen Teamarzt. Auch für Peking war ich vorgesehen, musste aber aus beruflichen Gründen passen“, sagt Schulz. Der Direktor der orthopädischen Universitätsklinik in Göttingen betont dabei, dass sein Engagement ehrenamtlich sei, Hans Georg Näder, Chef des Duderstädter Medizin-Technik-Unternehmens Otto Bock, habe ihn für ein Engagement beim Behindertensport begeistert.

Im Vorfeld der WM war es Schulz‘ Aufgabe, Impfungen (unter anderem Hepatitis und Typhus) und eine Malaria-Prophylaxe zu organisieren, sowie die Delegation über medizinische Notwendigkeiten zu informieren. „Vor Ort bin ich für die Gesundheitsfürsorge verantwortlich“, sagt Schulz. Er ist der einzige Arzt des deutschen Teams, neben dem Orthopäden kümmern sich noch drei Physiotherapeuten um die 19 deutschen Athleten.

Mit Peking nicht zu vergleichen

Mit Blick auf die IWAS-WM in Bangalore verrät Schulz, wie er über die Infrastruktur denkt. „Ich war schon sehr irritiert, als ich die Bilder der Wettkampfstätten gesehen habe, über die Trainingsstätten möchte ich lieber nicht sprechen“, sagt Schulz. Die Sportler müssten sich auf „einiges gefasst machen“, denn der Standard der Paralympics in Peking 2008 wird „um Meilen verfehlt“ werden. Angeführt werden die 19 deutschen Athleten von Marianne Buggenhagen. Die 56-Jährige hatte nach ihrem neunten Paralympics-Gold ihren Rücktritt erklärt, doch nun möchte sie ihren 130 nationalen sowie 46 Paralympics-, WM- und EM-Titeln noch ein paar Erfolge hinzufügen. „Sie sollte eigentlich für uns als Botschafterin tätig sein. Aber sie ist immer am Trainieren oder bei Wettkämpfen“, verriet Markéta Marzoli, Pressesprecherin des Deutschen Behindertensport-Verbandes, über die eifrige Medaillensammlerin.

Von Mark Bambey

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