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Regional Plesse-Hardenberg verspielt Heimsieg
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18:06 22.01.2017
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„Wir sind selber schuld“, ärgerte sich nicht nur Marvin Grobe, der sich zwei Tage nach seinem 23. Geburtstag zwei Punkte gewünscht hatte. In der Tat: Das zwischenzeitlich angesammelte Kapital wurde immer leichtsinnig verspielt. Da lag die HSG 7:3 (12.) vorne, ehe Lehrte besser in Schwung kam und beim 7:8 (20.) erstmals in Führung ging.  Oder: Einen  8:10-Rückstand (23.) verwandelten die Gastgeber in einen klaren 19:14 Vorsprung (37.).

Mit einem spektakulären Drehwurf zum 26:24 (55.) nährte Routinier Thomas Reimann ebenso noch wie Christian Brand mit seinem 113. Saisontor per Siebenmeter zum 27:25 (56.) die Hoffnungen auf den möglichen zehnten Saisonsieg.  „Wir haben Probleme aus dem Rückraum   und damit Ladehemmungen aus der zweiten Reihe gehabt“, bemängelte Trainer Böning-Grebe und fügte an: „Uns fehlten eben die einfachen Tore.“ 

Dennoch bleibt das Burgenteam als Tabellenvierter erfolgreichster Aufsteiger, der auch im zweiten Heimspiel in Folge ungeschlagen blieb. „Beide Mannschaften haben unheimlich viele Fehler gemacht und sich nichts geschenkt. Für uns ist es ein gewonnener Punkt, obwohl wir uns noch mehr ausgerechnet hatten“, resümierte Gästetrainer Lutz Ewert. Mit einer Ernüchterung musste Böning-Grebe leben: „Für uns war es ein verlorener Punkt, da wir fast die ganze Zeit vorne gelegen haben.“ 

Eine weitere Alternative im Rückraum hätte der HSG gut zu Gesicht gestanden, zum Beispiel Malte Jetzke, der aber immer noch an seiner Wadenverletzung laboriert. Einen ordentlichen Part lieferte die Deckung mit einem solide agierenden Torwart Christian Wedemeyer. Und das vor allem im ersten Durchgang, als nur zwölf Gegentreffer zu Buche standen. Den Zwischenspurt der HSG Plesse-Hardenberg zu Beginn der zweiten Halbzeit egalisierte Lehrte in den darauffolgenden 15 Minuten, sodass es zu einem echten Krimi kam, der aus Lehrter Sicht mit einem etwas glücklichen Remis endete. „Für uns war hingegen ärgerlich, weil einfach mehr drin war“, befand Routinier Thomas Reimann, der die nüchterne Erkenntnis anfügte: „Mit 21 Punkten sind wir voll im Soll.“ Patrick Schindler zog den Schlussstrich unter das 17. Saisonspiel und betonte: „Unser Ziel bleiben aber 30 Zähler.“

HSG: Wedemeyer, Ahlborn - Brand (8/5), Reimann (6),  P. Schindler (4), Gloth, Grobe, Herrig (je 3), Lapschies, Glapka, Meyer, Regenthal, Endler, P. Schindler – Für den LSV erzielte Bergmann (10/4) und Kieslich (8) die meisten Tore.

Von Ferdinand Jacksch

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