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Regional Geringes Budget, großes Ziel
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21:58 25.04.2017
Quelle: r
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Göttingen

Pudlo und seine beiden Teamkollegen sind auf einem guten Weg: Am Ostersonnabend belegte das Trio auf dem Hockenheimring nach 1000 Rennkilometern Platz zwei unter 71 Teams – wobei der mit Gaststartern gespickte Sieger nicht an der DLC-Wertung teilnimmt. Das Bemerkenswerte am Triumph? „Es ist uns gelungen, Konkurrenten auszustechen, die teilweise mit deutlich höherem Budget an den Start gehen“, sagt Pudlo.

Zur Vorbereitung auf das bevorstehende Rennen am 1. Mai auf dem Nürburgring hat der Motorsportler kürzlich mit seinem Team „Hannoverscher Motorsport Club“ fleißig trainiert: „Ich habe seit Februar eine neue Maschine, und die gilt es einzustellen“, so Pudlo.

Neben diesem Feintuning gehe es in den Einheiten darum, „mal eine heiße Runde hervorzubringen, mal die Ideallinie zu finden. Das ist wie bei einem Marathonläufer: Du musst trainieren, um schnell zu sein“, unterstreicht Pudlo, der inzwischen beruflich in Wolfsburg tätig ist. Dass die jüngste Trainingseinheit in Oschersleben stattfand, hat einen guten Grund: Dort werden gleich drei der sieben Wertungsrennen des DLC ausgetragen.

Mit dem Vizetitel im vergangenen Jahr sei das Trio „sehr, sehr zufrieden“ gewesen, sagt Pudlo. Und dennoch soll dieses Jahr Platz eins her. Das scheint nicht unrealistisch, weil Teamkollege Mario Mantai aufgerüstet hat. „Uns haben oft nur wenige Sekunden gefehlt“, bilanziert Pudlo unter Verweis darauf, dass es auch im Langstrecken-Motorradrennsport auf Nuancen ankommt: „Jeder von uns fährt ungefähr 45 Minuten – dann ist der 17-Liter-Tank leer.

Wir fahren in die Box rein, stecken den Zeitmess-Transponder um und schicken den nächsten Fahrer auf die Strecke. Wenn man in der Box viel Zeit verliert, ist das kaum wieder aufzuholen. Denn oft entscheiden nach mehreren Stunden Fahrtzeit Sekunden über den Sieg.“

Nervenstärke ist von den Fahrern gefordert, aber auch vom Umfeld – etwa von Pudlos Freundin und seiner Mutter. Pudlos Ansatz ist folgender: „Ich kann nicht ohne Motorradfahren. Und auf der Landstraße ist es noch viel gefährlicher, schnell zu fahren.“ Der Sicherheitsaspekt sei ihm stets wichtig, betont Pudlo. So investierte der 29-Jährge mehrere tausend Euro in einen innovativen Airbag.

Das Geld hätte er auch, wie manche Konkurrenten, in einen Langstrecken-Tank mit mehr Fassungsvermögen stecken können. Doch Pudlo betont: „Wenn man am Ende allein aufgrund der höheren Konstanz oder besseren Strategie vor der Konkurrenz landet, dann verspürt man natürlich noch mehr Zufriedenheit.“

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