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Regional DOG-Bezirksgruppe Göttingen/Südniedersachsen ohne Vorstand
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07:00 24.08.2018
Letzte große Reise? Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften im Berliner Olympiastadion war die Göttinger DOG-Gruppe auf den Zuschauerrängen an zwei Abenden dabei. Quelle: dpa
Göttingen

Es war einmal... Mehr als 30 Jahre lang hat sich die Bezirksgruppe Göttingen/Südniedersachsen der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) in der Region für die olympische Idee stark gemacht. Seit Mittwochabend liegt dieses Engagement auf Eis.

Der zuvor von knapp 40 anwesenden Mitgliedern einstimmig entlastete Vorstand ist während einer außerordentlichen Versammlung geschlossen zurückgetreten, neue Kandidaten wurden nicht gefunden, sodass die Zusammenkunft geschlossen wurde. Ob es weiterhin eine Gruppe vor Ort geben wird, ist fraglich. Die Bundeszentrale wird über die Entscheidungen in Göttingen informiert.

Schon vor zwei Monaten hatte das Vorstandsteam um die Vorsitzende Petra Reußner die Mitglieder darüber informiert, dass es Veränderungen geben würde, das die zukünftige Heimat der Gruppe nicht mehr zwingend unter dem Dach der DOG sein müsse. Es wurde lange diskutiert und der Vorstand erhielt schließlich den Auftrag, eine Alternative zu erarbeiten. Diese legte er den Mitgliedern am Mittwochabend vor – allerdings erst, als Rücktritt und die Nicht-Neubesetzung des Vorstandes feststanden und die Versammlung nach gut einer halben Stunde und der Abarbeitung der Tagesordnungspunkte beendet war. Martin Balleer, langjähriges DOG-Mitglied, hatte die Entlastung des Vorstandes beantragt und als Wahlleiter um Namensvorschläge für den neuen Vorstand gebeten. Als darauf keine Reaktionen kamen, schloss er die Versammlung mit den Worten: „So, den Grabgesang habe ich jetzt gemacht, dann müssen wir nun zu neuen Ufern schreiten.“

Eine persönliche Information von Reußner für die Mitglieder folgte. Der zurückgetretene Vorstand war zwischen Juni und August aktiv geworden und hatte sich umgehört, wo er eine neue Heimat bekommen würde. Das von Balleer erwähnte „neue Ufer“ befindet sich an der Danziger Straße beim ASC 46 Göttingen. Der Verein habe noch keine sportpolitische Abteilung und nimmt diejenigen, die sich von der DOG trennen wollen, gern auf. Als „Forum Sport“ sollen die Inhalte neben Olympiathemen und Fahrten auch der Schulsport und die Inklusion sein.

Für 60 Euro Jahresbeitrag können Interessierte Mitglied dieser neuen ASC-Abteilung werden. Das Beitragssystem wurde dafür verändert. Jörg Schnitzerling, Vorstandsvorsitzender des ASC 46, bezeichnet die Integration der Gruppe als „spannende Herausforderung“. „Auch wir sind über ein, zwei Schatten gesprungen. Aber die Idee, die hinter diesem Ganzen steht, soll nicht so einfach begraben werden.“ Diese Gruppe sei die erste „Theoretiker-Truppe, die wir in unseren Verein holen. Wir haben uns intern damit auseinandergesetzt, ob das ,Forum Sport’ in unser Gerüst passt. Es wird interessant zu sehen, wie die Gruppe, die sich mit sportpolitischen Themen befasst und auf Fahrten geht, auch von unseren Vereinsmitgliedern angenommen wird.“

Die Gründe für den Verzicht auf eine weitere Vorstandsarbeit nannte Reußner: Die DOG habe keine Programme mehr entwickelt, die von den Zweigstellen aufgegriffen werden können. Hinzu komme, dass die Zeitschrift „Olympisches Feuer“ eingestellt wurde, dass der Altersdurchschnitt immer höher wurde, außerdem habe es aus der Hauptstelle persönliche Anfeindungen gegen sie und ehemalige Vorstandsmitglieder gegeben. Sie wirft der DOG „keine Zukunftsfähigkeit“ vor und führt als Beispiel ein Projekt zur Leistungssportförderung an, das in Göttingen initiiert wurde, an dem sich die Bezirksgruppe gern mit einer finanziellen Unterstützung beteiligt hätte. „Das wurde aber abgeblockt, gar nicht wirklich wahrgenommen. Vor allem im strukturschwachen Raum ist so eine Förderung wichtig, damit sich nicht alle Talente frühzeitig in die Leistungszentren verabschieden und mit entsprechender Unterstützung noch etwas länger in ihren Heimatvereinen bleiben können.“

In der Frankfurter DOG-Zentrale war man zunächst überrascht von der Entwicklung in Göttingen. Eine Stllungnahme wurde – auf Anfrage – nicht abgegeben.

Von Kathrin Lienig

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