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Der „Raketenmann“ in der Raketenstadt

Mike Scott Der „Raketenmann“ in der Raketenstadt

Türkei, Ungarn, USA, Libyen, Deutschland: Mike Scott hat schon in vielen Ländern Basketball gespielt und schon viel gesehen. Ein Trip in die Ukraine ist für den 24-Jährigen trotzdem „spannend.

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Nur einer von wenigen Schritten durch Dnipropetrowsk: Mike Scott auf dem Weg ins Hotel.

Quelle: Pförtner

Solche Reisen machen mich zu einem besseren Menschen“, formuliert Scott, der am Dienstag, 25. Januar, entspannt zwischen Training und Mittagsschlaf in der Hotellobby in Dnipropetrowsk sitzt, diesen pathetischen Satz. „Ich will irgendwann mal meinen Kindern erzählen, dass es außerhalb der ganz eigenen ,Welt Amerika’ auch andere spannende Plätze auf der Welt gibt.“

Dnipropetrowsk erinnert Scott an Libyen, wo er mal unter Vertrag stand. „Wie in Tripolis ist hier alles so lebendig, laufen alle auf der Straße, spielt sich so viel draußen ab“, staunt Scott, den die verschneite, abends mit viel Lichterketten beleuchtete Stadt fasziniert. Eigentlich müsste die drittgrößte Stadt der Ukraine Scott, der seit kurzem seine Eurocup-Eindrücke im Blog (www.eurocupbasketball.com) schildert, noch aus einem ganz anderen Grund interessieren: Weil er Luftfahrttechnik studierte, hat er den Spitznamen „Raketenmann“. Dnipropetrowsk war bis in die 90er Jahre ein wichtiger sowjetischer Raumfahrtstützpunkt, wo viele Raketen gebaut wurden. Der Raketenmann in der Raketenstadt also. Da muss Scott lachen. „Das wusste ich nicht“, sagt er. Groß angeschaut hat sich der Forward die Millionenstadt wie die meisten US-Spieler der Veilchen allerdings nicht. Er schone seine Beine lieber, sagt der 2,03-Metermann.

Teamkollege Christoph Tetzner sieht das ganz anders. Alleine schon wegen der Postkarten: „Postkarten müssen sein. Die verschicke ich fast von überall.“ Weil „Tetze“ seit vier Jahren kein Urlaub gemacht hat, sendet er eben Karten von den Eurocup-Auswärtsspielen.
„Wenn ich mit meiner Freundin im Winter eine dreitägige Städtereise gemacht habe, habe ich 15 Karten geschrieben.“ Im Gegensatz zu den Amerikanern, die vielleicht nicht so kulturbegeistert seien, guckt sich Tetzner zusammen mit Robert Kulawick Dnipropetrowsk auch an. Am Montagabend schlenderten sie über den Boulevard vor dem Hotel, gestern nutzten sie eine Pause, um sich den großen Fluss Dnepr anzuschauen, die Stadt zu erleben – und natürlich um Postkarten zu finden. „Ich will nicht nur sagen, ich war auf einem Punkt in der Welt, und habe die Zeit nur im Hotel verbracht, ich will auch was sehen“, sagt der gebürtige Greifswalder, der wegen seiner Flugangst erst 2005 zum ersten mal in einen Flieger stieg. „Aber wenn man so rumkommt, macht das schon Spaß. Und wenn man erst mal oben ist, ist eh alles gut.“

Von Manuel Becker

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