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Regional „Der Stamm“ sichert sich das Ticket nach New York
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14:31 25.06.2018
3 x 3 Challenge: „Der Stamm“ gewinnt das Turnier in Göttingen Hier gegen die „Easybuckets“ (schwarze Trikots). Quelle: Foto: Pförtner
Göttingen

Die Flugtickets in die niemals schlafende Stadt samt Eintrittskarten zum NBA-Spiel im Madison Square Garden haben die Sieger des Turnieres sicher.

„Der Preis ist das, was dem Göttinger Turnier eine Sonderstellung einräumt. In anderen Städten mag der Wettbewerb besser sein, aber nirgends gibt es eine Reise plus NBA-Tickets“, sagt „Stamm“-Spieler Femi Oladipo, der vormals für Ratiopharm Ulm in der Bundesliga auf Korbjagd ging. Im April hatte der 27-Jährige mit seinen Teamkameraden den Gewinn des Vorjahres eingelöst, die New York Knicks gegen die Milwaukee Bucks gesehen.

Es ist bei weitem nicht der einzige Trip, den der „Stamm“, eine mehr oder minder professionelle Equipe, die unter anderem von Snipes gesponsert wird, in Sachen der ab 2020 olympischen Sportart unternimmt. Paris, Malaysia, Japan, die Niederlande, überall ist die mit ehemaligen Profis und heutigen Regionalliga-Akteuren gespickte Auswahl am Start. Und eben Göttingen. „Es ist spürbar, dass hier etwas wächst“, betont Oladipo.

Steigende Teilnehmerzahl

Es ist genau das, was Turnier-Initiator Alain Fazal vorschwebt. „Wir haben uns im Vergleich zum Vorjahr extrem gesteigert, sind bereits bei 25 teilnehmenden Mannschaften angelangt“, erklärt er. Doch mit dem Status quo hält es der umtriebige Deutsch-Franzose nicht so. Der 38-Jährige ist ein Visionär, erzählt von einer 3x3-Niedersachsen-Tour und weiteren Veranstaltungen, die er im Sinn hat. „Göttingen soll eines der 3x3-Zentren werden“, betont Fazal.

Streetball-Turnier 3x3 in Göttingen

Dass er auf dem richtigen Weg ist, zeigt die enorme Steigerung zur ersten Auflage. Gab es 2017 nur eine Kategorie, existieren in diesem Jahr neben der Elite- noch eine Hobby-, U12- und vor allem sehr gut angenommene Rollstuhlbasketball-Klasse. „Gemischt mit den Fußgängern zu spielen, ist für uns eine völlig neue Erfahrung. Wir finden das ziemlich cool“, berichtet der aus Hamburg angereiste Hans-Werner Süß vom MTV Braunschweig. Martin Hommes, Teammanager des Oberligisten, unterstützt diesen Ansatz: „Wir haben in Braunschweig selbst einen jährlichen Wettbewerb, bei dem die Bundesliga-Profis im Rollstuhl gegen uns antreten. Auch hier in Göttingen konnten die Basketballer jederzeit unseren Sport ausprobieren. Neu ist aber, dass wir aber in den gleichen Wettbewerb wie sie integriert sind. Das sollte unbedingt beibehalten werden.“

Nur drei Damenteams am Start

Was dagegen Optimierung bedarf: die Anzahl an Göttinger und weiblichen Mannschaften. Erneut hatten lediglich drei Damen-Teams, die allesamt aus Nordrhein-Westfalen kamen, gemeldet – zu wenig für eine eigene Konkurrenz. In der Elite-Klasse wagte sich mit „Ibims“ um den einstigen BG-Bundesliga-Aufsteiger Steffen Teichert lediglich eine lokale Vertretung an den Start. Immerhin blieb die Krone im Slam-Dunk-Contest daheim, da der gebürtige Göttinger und nun in Diensten des Bundesligisten Gießen 46ers stehende Anthony Okao die spektakulärsten Flugeinlagen zeigte. „Dass kaum Mannschaften aus Göttingen antreten, ist der einzige Wermutstropfen und einer Basketball-Hochburg unwürdig“, kritisierte Fazal.

Absolut würdig war hingegen die Atmosphäre. Obwohl aufgrund des Wetters kurzfristig in die Sporthalle des Theodor-Heuss-Gymnasiums ausgewichen werden musste, schränkte dies das Streetball-Gefühl kaum ein, wofür unter anderem die Hip-Hop-DJs Buttchin und Emritzki sorgten. In der Spitze sahen rund 150 Zuschauer die Partien. „Fast wie in alten Zeiten“, sagte Samad Niemann. An seinem 37. Geburtstag kam er extra aus Nordrhein-Westfalen in seine Heimatstadt, um mit Adonai Zekarias, Football-Urgestein Florian Bangert und Sebastian „Peiler“ Palzkill für „90-60-90“ - wobei die 60 eher fürs Geburtsjahr als den Bauchumfang steht - zu spielen und „meinen Freund Alain zu supporten“.

Das Quartett zockte früher viel auf dem Freiplatz am Max-Planck-Gymnasium, wenngleich das letzte Turnier 20 Jahre her sei. „Das war der Platz, wo man sein musste“, so Palzkill. „Aber ich denke, bald ist Alains Turnier das Event, zu dem jeder Baller muss. Für uns sollte aber dringend eine Ü40-Kategorie eingeführt werden.“

Von Rupert Fabig

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