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Regional Deutsche Jumpstyle-Meisterschaften in Göttingen
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07:00 11.09.2018
Allein auf dem Parkett, aber angefeuert von Zuschauern und Konkurrenten. Quelle: Volker Ronneberger
Göttingen

Bei strahlendem Sonnenschein an einem Nachmittag elektronische Tanzmusik und boomende Bässe in Göttingen zu hören ist ungewöhnlich. Passt nicht in das oft idyllische Stadtbild. Doch die Deutschen Meisterschaften im Jumpstyle werden ja auch nicht jeden Tag ausgetragen.

Jumpstyle ist ein Tanzstil, der aus der Jugendkultur kommt und vor zehn Jahren aus Belgien und den Niederlanden nach Deutschland herüber geschwappt ist. Getanzt wird zu Elektromusik, dem sogenannten Hardstyle, der sich durch relativ minimalistische Arrangements und Melodie sowie seine Geschwindigkeit, 130 bis 150 Schläge die Minute, auszeichnet.

Für die Tänzer bedeutet es 130 bis 150 Sprünge und Kicks pro Minute. „Man ist die ganze Zeit am Springen. Wenn man sich richtig reinhängt, ist das anstrengender als Tennis, was ich früher gespielt habe“, erzählte Jannes Beims von der Tanzschule Krebs, dem Ausrichter der diesjährigen Deutschen Meisterschaften. Er nehme jeden Sonntag den Weg von Goslar nach Göttingen zum Training gern auf sich, denn: „Der Gruppenzusammenhalt ist einfach großartig und die Musik – das ist Gänsehaut pur! Da kann man nichts anderes als loslegen“, erzähte Beims.

Jumpstyle ist eine Tanzform, der über Youtube in die Welt getragen wurde und auf ihrem Höhepunkt 2010/11 war. „Damals hatten wir mehr als 100 Tänzer bei uns, mittlerweile sind es so um die 40“, erzählte der Inhaber der Tanzschule Krebs, Markus Zimmermann. Wie bei den meisten Trends, ist auch beim Jumpstyle das Interesse abgeflacht. Geblieben in Deutschland sind jedoch ein paar „Hochburgen“ und Göttingen gehöre dazu, erzählte Kerstin Albrecht von The Action Dance Federation (TAF), dem Dachverband für moderne Tanzsparten in Deutschland.

Die Musik ist bestimmt nicht für jeden etwas und nach mehreren Stunden in Dauerschleife konnte einem am Abend schon mal der Kopf brummen. Doch die Atmosphäre bei den Deutschen Meisterschaften war dessen würdig: Mit Zuschauern, die energisch mitklatschten und das Beben der Musik nochmal verstärkten und an den Seiten mit den Teilnehmern auf dem Parkett mittanzten.

170 Tänzer haben die Geismarer Sporthalle am Schulweg zu ihrer Bühne gemacht. Angetreten sind sie im Einzel, in Paaren, in Gruppen bis sieben und in Formationen mit bis zu 24 Tänzern sowie in einer Spezialwertung. Die Göttinger konnten sich am Ende nicht nur über eine gelungene Veranstaltung freuen, auch auf der Tanzfläche überzeugten die Jumpstyler der Tanzschule Krebs. Insgesamt acht Mal schafften sie den Sprung aufs Treppchen.

Göttinger Platzierungen: Solo Adults Weiblich: 1. Mira Nolte, ... 3. Hanna Groß. – Solo Adults Männlich: 2. Julek Weck, ... 5. René Ossa. – Gruppe Adults: 2. Final Chapter. – Formation Adults: 3. Jumpmachine. – Battle of the Kicks Männlich: 1. Hendrik Hiller. – Battle of the Kicks Weiblich: 1. Hanna Groß.

Von Helmuts Viksna

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