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Regional Deutscher Meister nach zweitägiger Hitzeschlacht
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20:05 20.08.2012
Bejubeln die erste Deutsche Meisterschaft der GPC-Herren: Paul Brummer, Nils Hildebrand, Johannes Frey, Tim Flohr, Lukas Richter, Nils Nerreter, Frederick Lyngsaa Lang, Asger Sondberg, Björn Pfeifer (von links). Quelle: EF
Göttingen/Essen

Den Erfolg des GPC rundete das Damenteam ab. Der allenfalls mit Außenseiterchancen ins Playoff-Turnier gestartete Titelverteidiger sicherte sich nach knapper Halbfinal-Niederlage gegen den späteren Champion KCNW Berlin den dritten Platz.

Die GPC-Herren hatten sich als Zweiter der Bundesliga-Hauptrunde eine gute Ausgangsposition für das zweitägige Playoff-Turnier in Essen geschaffen. Bei Temperaturen von fast 39 Grad im Schatten – den es auf dem Baldeneysee nicht gab – mussten alle Akteure an die Grenze ihrer Belastbarkeit gehen. In den jeweils im Modus Best of three ausgetragenen Viertel-, Halb- und Finalspielen hatten die Mannschaften bis zu neun kräftezehrende Partien zu absolvieren. Die Göttinger kamen allerdings bis zum Titelgewinn mit sieben Spielen aus.

Im Viertelfinale bekam es der GPC mit dem Tabellensiebten ACC Hamburg zu tun, der die Südniedersachsen beim Playoff-Turnier 2011 aus dem Rennen geworfen hatte. Diesmal ließ das Ohrmann-Team allerdings nichts anbrennen und zog mit zwei 3:2-Siegen ins Halbfinale ein. Dort wartete der letztjährige Vizemeister KCNW Berlin, der sich als Sechster überraschend gegen den Hauptrunden-Dritten RSV Hannover durchgesetzt hatte.

Davon ließen sich die Göttinger allerdings nicht ins Bockshorn jagen und fertigten den Gegner in zwei sehenswerten Spielen mit 5:3 und 4:2 ab.

Zur allgemeinen Überraschung wartete im Finale nicht die überragende Mannschaft der Hauptrunde, Titelverteidiger WSF Liblar, sondern Gastgeber Rote Mühle, der sich gegen den hohen Favoriten glatt in zwei Spielen durchgesetzt hatte. Mit 2:1 im ersten Playoff-Endspiel machte der GPC einen großen Schritt Richtung Titelgewinn.

Während die Essener hauptsächlich durch ihre Nationalspieler Johan Driessen und Jakob Husen Gefahr ausstrahlten, war bei den geschlossen agierenden Göttingern jeder Spieler in der Lage, ein Match zu entscheiden. Das zweite im Playoff-Finale gewann wegen Zwei-Minuten-Strafe gegen den dänischen GPC-Routinier Asger Sondberg und einer unkonzentrierten Leistung des Teams allerdings Essen mit 2:1.

In dem nach kurzer Pause folgenden dritten Spiel präsentierten sich die Göttinger von Anfang kraftvoller sowie ausdauer- und willensstärker. Mit attraktiven Spielzügen, die Frederik Lyngsaa Lang mit präzisen Würfen abschloss, ging der GPC schnell mit 2:0 in Führung. Beim folgenden Powerplay der Essener erwies sich GPC-Keeper Tim Flohr als Fels in der Brandung hinter einer stabilen Abwehr.

Mit einem erfolgreichen Konter zum 3:0 machte Nils Hildebrand nach gutem Zuspiel von Nationalspieler Lukas Richter eine Minute vor Schluss den Titelgewinn für die Göttinger perfekt.

Die Damen des GPC um die Nationalspielerinnen Judith Gebert, Mai-Britt Sondberg und Tonie Lenz hatten im Viertelfinale keine Mühe, sich mit 3:0 und 4:2 gegen den ACC Hamburg durchzusetzen. Im Halbfinale gegen den Vorjahresfinalisten und späteren deutschen Meister KCNW Berlin war trotz heftiger Gegenwehr aber Endstation.

Das erste Spiel ging mit 5:3 an die Favoritinnen aus der Hauptstadt. Mit 5:4 im zweiten Vergleich erzwang der GPC aber ein Entscheidungsmatch, in dem Berlin allerdings mit 3:0 klar die Oberhand behielt. Kleiner Trost für den GPC: Im kleinen Finale setzten sich die Göttingerinnen in zwei Spielen souverän gegen die KG List Hannover 5:0 und 5:1 durch.

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