Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Deutsches Sportabzeichen: Hublitz sieht Generalüberholung optimistisch
Sportbuzzer Sportmix Regional Deutsches Sportabzeichen: Hublitz sieht Generalüberholung optimistisch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 22.02.2013
Erfordert ein hohes Maß an Koordination und Kraft: der Wurf mit dem Schlagball, der offensichtlich auch großen Spaß macht. Quelle: Pförtner
Anzeige
Eichsfeld

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) vergab 2007 an die Technische Universität in München einen Auftrag, der die Weiterentwicklung des Abzeichens beinhaltete. Dabei sollte besonders auf die veränderten Bedürfnisse der Bevölkerung eingegangen werden. Sechs Kernpunkte stellen gegenüber dem alten DSA schon gravierende Veränderungen und Einschnitte dar.

Hartmut Hublitz

Beispielsweise fällt bei den seit 2013 geltenden Bedingungen die Disziplin Schwimmen weg. „Das begrüße ich sehr, denn viele Absolventen haben gar keine Möglichkeiten mehr, beispielsweise ein Hallenbad oder ein Freibad zu nutzen“, erläutert er. Wobei, Schwimmen ist zwar keine Pflichtdisziplin mehr, beherrschen muss man sie aber dennoch und dies auch in Form eines Abzeichens nachweisen können. Erfolgt ist darüber hinaus auch eine Straffung des Leistungskataloges.

Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination

Es gibt nur noch vier Disziplingruppen, die sich an den motorischen Grundfähigkeiten Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination orientieren. Ausdifferenziert sind die Anforderungen erstmals auch nach Alter und Geschlecht. Nach den alten Richtlinien konnte ein Sechsjähriger zwar sein Sportabzeichen ablegen, musste allerdings die Anforderungen eines Achtjährigen erfüllen. Und auch die ältere Generation kann jetzt deutlich differenzierter ihren Leistungsstand überprüfen.

SPORTABZEICHEN

Das Deutsche Sportabzeichen (DSA) ist ein Abzeichen für bestimmte sportliche Leistungen, das vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) verliehen wird. Geschaffen wurde das DSA bereits am 10. November 1912 von der Hauptversammlung des Deutschen Reichsausschusses für Olympische Spiele unter dem Namen „Auszeichnung für vielfältige Leistung auf dem Gebiet der Leibesübungen“. Begründer dieses Abzeichens war Carl Diem, der es 1912 während der Olympischen Spiele in Stockholm kennengelernt hatte. Ein Jahr später, am 7. September 1913, wurden in Berlin anlässlich des Jugend-Spielfestes die ersten 22 Auszeichnungen vergeben. Anfänglich konnten es nur deutsche Männer erwerben, die einem Sportverein angehörten. 1921 gab es eine Umbenennung in Deutsches Turn- und Sportabzeichen und konnte nun auch durch Frauen erworben werden.

Die Altersklasse ab 80 wurde noch um drei weitere Altersklassen (80 bis 84, 85 bis 89 und älter als 90) erweitert, um auf die Bedürfnisse der immer älter und fitter werdenden Bevölkerung einzugehen. Eine weitere Neuerung: Je nach errungener Leistung werden Punkte verteilt, die dann die Farbe des Abzeichens (Bronze, Silber, Gold) bestimmen. Früher musste man überhaupt erst beispielsweise dreimal das DSA absolviert haben, um überhaupt in den Genuss des Bronzeabzeichens zu kommen. „Dies fällt jetzt alles weg, ist dadurch aber natürlich auch viel transparenter geworden“, meint Hartmut Hublitz, der sich schon intensiv mit den neuen Regeln auseinandergesetzt hat. Und dies auch noch weiterhin tun wird, denn am 7. März findet beim Kreissportbund in Göttingen eine Fortbildung statt, an der alle diejenigen, die zur Sportabzeichen-Abnahme berechtigt sind, ganz tief in die Neuerungen eingeweiht werden.

Startschuss am 9. April

Fit sein müssen die sechs Duderstädter (Hartmut Hublitz, Gerhard Schröer, Horst Maletzki, Dieter Sohn, Reinhard Willeke und Dirk Wusowsky) dann nach den Osterferien. Dann geht es am 9. April auf der Sportanlage „Auf der Klappe“ jeden Dienstag mit den Übungsabenden wieder los. „Wir stehen dann zur Verfügung, um mit denjenigen, die Interesse haben, das Sportabzeichen abzulegen, zu trainieren“, so Hartmut Hublitz. Dabei ist ihm der Breitensportaspekt ganz wichtig. „Es gibt einfach viele, die keinem Verein angehören, aber ihr Sportabzeichen ablegen möchten. Und dann gibt es die, die ohnehin das ganze Jahr über in Vereinen aktiv sind und die Prüfung einfach machen, weil es für sie dazugehört. Willkommen sind uns natürlich beide“, verdeutlicht Hublitz.

Er ist auf jeden Fall schon sehr gespannt auf die neue Saison und darauf, ob sich durch die Reformierung des DSA noch mehr Leute angesprochen fühlen, ein Abzeichen in Bronze, Silber oder Gold zu bekommen. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 856 Auszeichnungen, die erworben wurden.

Ausführliches Material zu diesem Thema kann unter sportabzeichen@lg-eichsfeld.de angefordert werden.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige