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„Die Leute merken die Anstrengung gar nicht“

„Trend-Event“ des Turnkreises „Die Leute merken die Anstrengung gar nicht“

„Es ist eines der besten Trainingsgeräte“, sagt Tina Pfitzner und holt aus ihrem Stoffsäckchen eine Handvoll Wäscheklammern. Die Trainerin verteilt die bunten Klammern an die Übungsleiterinnen, die an der Fortbildung des Turnkreises Göttingen teilnehmen. „Zehntastische Fingerübungen“ nennt sich Pfitzners Bewegungsangebot, bei dem die Plastik-Klammern für Greif- und Balanceübungen genutzt werden – allein und in der Gruppe, mit rechts wie mit links. „Fingergymnastik ist enorm wichtig.

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Vorturnerin und Nachahmerinnen: Den Teilnehmerinnen am Trend-Event des Turnkreises wird Step-Aerobic näher gebracht.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Denn die Hände sind unser feinmotorischstes Werkzeug“, erläutert Pfitzner. Die Tücken ihres Trainingsgerätes kennt sie bestens: „Man muss loslassen, damit man festhält.“ Ihr Angebot ist eines von rund 20 beim Trend-Event in der FKG-Halle, an dem 80 Übungsleiterinnen teilnehmen.
„Wir wollen zeigen, was es auf dem Markt für Angebote gibt“, sagt der stellvertretende Turnkreisvorsitzende Christoph Hannig.

„Nicht jeder Verein kann jeden Trend mitmachen – aber man sollte zumindest mal reingeschnuppert haben“, sagt er. Mit Humor begegnet er der Tatsache, dass an dem nach 2007 und 2010 zum dritten Mal ausgetragenen Event nur Frauen teilnehmen: „Die einzigen Männer stehen heute hinter der Theke“, sagt Hannig lachend, als er in der Mittagspause für Speisen und Getränke sorgt.

Silke Gelhard, im Kreissportbund (KSB) für die Übungsleiterausbildung verantwortlich und beim Pilates ins Schwitzen gekommen, vermutet: „Vielleicht wirken die Pilates-Übungen auf Männer zu feminin – und das, obwohl der Erfinder ein Herr Pilates war.“ Das Ganzkörpertraining begeistere die 42-Jährige, „weil es die Muskeln funktionell trainiert“. Einen Kritikpunkt entdeckt sie unterdessen im Kleinhantel-Kurs: zu schwere Gewichte. „Man muss so stolz sein, leichte Gewichte zu benutzen, und die Übungen ganz präzise ausführen“, empfiehlt Gelhard.

Zu heißen Rhythmen getanzt, gesprungen und geklatscht wird in der großen Spielhalle. „Zumba – eine ganz neu verpackte Modeerscheinung“, unterstreicht die Trainerin Sarah Korditsch. „Die Leute merken die Anstrengung gar nicht. Man blickt in ihre Gesichter – und von der ersten bis zur letzten Minute ist ein Lächeln zu erkennen“, sagt die 24-Jährige. Eine ähnliche Erfahrung macht Monika Rudolph vom DJK Krebeck beim Aroha, einem von Kriegstänzen inspirierten Fitnessprogramm: „Aroha verbindet Kraft mit Eleganz. Es ist zwar anstrengend, aber zugleich auch irgendwie leicht“, so die 60-Jährige.

Vor allem in den Bereichen Tanz, Fitness und Gesundheitssport bietet die Fortbildung vielfältige Anregungen. Tina Pfitzner weist ferner auf die soziale Komponente des Trainings hin. „Weil die Vereine immer älter werden, werden auch Sturzprophylaxe und die geistige Beweglichkeit immer wichtiger“, sagt sie über alternde Vereinsmitglieder. Selbst ein Krafttraining lässt sich mit „einem der besten Trainingsgeräte“ realisieren: die Wäscheklammer nicht wie gewöhnlich, sondern mit Daumen und Ringfinger öffnen. Zehn Wiederholungen – ein wahrer Kraftakt.

Von Timo Holloway

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16.12.2017 - 17:16 Uhr

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