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Regional Die Nerven müssen mitspielen
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15:28 23.05.2018
Sind in Worms mit dabei: Henrik Strüber (l.) und Anton Demuth (r.) vom RV Möve Bilshausen. Quelle: Richter
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Eichsfeld

Mehr als 500 Sportlerinnen und Sportler nehmen an den nahe des Rheinufers gelegenen Hallen des Bildungszentrums der Nibelungenstadt an den nationalen Titelkämpfen in diversen Disziplinen der Sportarten Radball, Radpolo, Kunstrad- und Einradfahren teil. Auch die untereichsfeldischen Farben sind dort vertreten.

Um 10.15 Uhr beginnt am Sonnabendmorgen der erste Block im Radball U15 und Radpolo U15 auf den beiden nebeneinander angeordneten Spielflächen. Die zweite und abschließende Radpolo-Runde wird zusammen mit dem ersten U13-Radball-Block gegen 13.45 Uhr eröffnet. Um 17.35 Uhr spielen auf den parallelen Flächen beide Radball-Klassen ihren zweiten Block. Am Sonntagmorgen gehen beide Radball-Wettbewerbe um 9.30 Uhr und mittags um 12.50 Uhr in die beiden verbleibenden Spielrunden. Gegen 14.15 Uhr enden die Meisterschaften für die Radballer mit den jeweiligen Siegerehrungen.

Traum im dritten Anlauf erfüllt

In der Radball-Altersklasse U15 haben die Bilshäuser Anton Demuth und Henrik Strüber nach drei vergeblichen Anläufen ihren Traum von der Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft endlich erfüllt. Die Topfavoriten vom RV Gärtringen (Württemberg) und RSV Krofdorf (Hessen) haben in den letzten beiden Jahren bereits in der U13-Klasse die Titel abgeräumt. Nicht minder stark werden die Tandems vom RSV Großkoschen (Brandenburg) und RSV Waldrems (Württemberg) erwartet. Dagegen sieht Vereinstrainer Franz-Josef Adler für seine Möven schon eher Erfolgschancen gegen die Württemberggespanne RSV Schwaikheim und Gärtringen II, sowie den RKV Erlangen (Bayern). „Das Nervenkostüm muss halten, dann können beide eine gute DM spielen“, kennt Adler sein Team ganz genau.

Erfahren, aber nicht favorisiert

Anders sieht es für den Möven-Verein in der Radball-Schülerklasse U13 aus. Hier genießen nur die Bilshäuser Leif Dean Seifert und Simon Stephan mit ihrem letztjährigen sechsten Platz Meisterschaftserfahrung. Trotzdem sieht Adler seine Schützlinge nicht als Topfavorit. „In der jüngsten Klasse tauchen immer wieder neue Mannschaften auf, die man im Wettkampf noch nicht gesehen hat. Hier muss immer mit Überraschungen gerechnet werden“, bremst Adler ein wenig die Euphorie. So trumpften in den Halbfinalturnieren vor allem der Reideburger SV, RSV Sangerhausen (beide Sachsen-Anhalt), RV Kemnat (Württemberg) und der RSV Großkoschen (Brandenburg) neben dem Bilshäuser Tandem auf. Den RV Borussia Werder (Brandenburg) besiegten Seifert/Stephan bereits im Semifinale mit 3:1. Die RSG Ginsheim (Hessen) und der RC Lostau (Sachsen-Anhalt) vervollständigen nicht ohne Chancen das Achter-Teilnehmerfeld.

Treffen mit alten Bekannten

In der Radpolo-U15- Konkurrenz treffen Johanna Kopp und Jette Kopp vom RV Stahlross Obernfeld auf gleich drei alte Bekannte aus dem Landesverband Niedersachsen. Neben den Stahlross-Spielerinnen ist auch das befreundete Duo vom RSV Frellstedt zum ersten Mal am Start bei Deutschen Meisterschaften. Anders die weiteren Duos aus dem Sechser-Feld. Die Landesrivalinnen RV Halle I und Halle II machten den Titel und die Vizemeisterschaft 2017 unter sich aus. Dritter wurde im letzten Jahr der RSV Jänkendorf (Sachsen), Platz sechs ging vor Jahresfrist an den RC Lostau (Sachsen-Anhalt). Ziemlich ausgeglichen erscheint das Leistungsniveau der Protagonistinnen. Für die Kopps heißt es vorrangig, vor der ungewohnt großen Zuschauerkulisse die Nerven zu bewahren. Trotzdem dürfen die Obernfelderinnen bei optimalen Verlauf und dem nötigen Quäntchen Glück auf einen Medaillenplatz schielen.

Von Berthold Kopp

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