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Die WM und ein fast leerer Bahnhofsvorplatz

Göttingen Die WM und ein fast leerer Bahnhofsvorplatz

Nach 16 Jahren richtet mit Berlin wieder eine deutsche Stadt die Leichtathletik-Weltmeisterschaften aus. Werbung für die Titelkämpfe macht eine sogenannte Roadshow – ein Truck fährt 60 deutsche Städte an. Gestern machte er in Göttingen Station.

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Michelle Gloth macht mit: Die Adelebserin meistert vor dem Bahnhof im Hochsprung die Höhe von 1,30 Metern.

Quelle: Mischke

„Welche Stadt hat die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1993 ausgerichtet“, fragt Moderator Jan Albrecht. Er will zum Mitmachen animieren, Lust auf die nächste WM machen, die vom 15. bis 23. August in Berlin stattfindet. Eine Antwort erhält er auf dem Göttinger Bahnhofsvorplatz freilich nicht – weit und breit ist gestern Mittag niemand zu sehen, der sich beteiligen möchte. Albrecht moderiert quasi für sich selbst.

Der Zulauf sei bisher unterschiedlich gewesen, sagt Teamleiter Philipp Weber. Der Kölner arbeitet für MMP, eine Agentur, die vom Organisationskomittee der WM mit der Roadshow beauftragt wurde. „Bis jetzt haben wir gute Erfahrungen gemacht. Ich glaube noch an die Göttinger“, sagt er zur Mittagsstunde. Eigentlich sollte der 18 Meter lange und 300 PS starke Truck auf dem Marktplatz stehen, doch auf diesen habe er nicht „draufgepasst“, so Weber.

Sponsoren präsentieren sich

Auf Laufbändern sind Gutscheine für WM-Tickets zu gewinnen. Zwei Teilnehmer treten gegeneinander an, die Displays sind zugedeckt, und es gilt, eine bestimmte Strecke – beispielsweise 200 Meter – möglichst exakt zurückzulegen. Wer der Marge am nächsten kommt, gewinnt. „Man muss sich an Körpergefühl und Schrittlänge orientieren“, erklärt Weber. Momentan ergründet jedoch lediglich Albrecht in einer Moderationspause sein Körpergefühl.

Aufgebaut sind zudem Wii-Spielekonsolen, spritsparendes Autofahren kann am Simulator geübt werden, und auch die Sponsoren der WM, Toyota und die Deutsche Post, präsentieren sich. Wenigstens ein paar Göttinger versuchen sich im Hürdenlauf und Hochsprung. 

Auf dem Truck angebracht ist das Motiv der größten Postkarte der Welt, mit der die Roadshow ins Guinness-Buch der Rekorde will. Auf mindestens 44 Quadratmetern muss dafür der deutsche Kugelstoßer Markus Esser zu sehen sein, das Bild setzt sich aus tausenden Fotos von Roadshow-Teilnehmern zusammen. „Bis jetzt sieht es gut aus“, sagt Weber. Fast an jedem Tag der Show ist er verantwortlich, Göttingen ist die 36. Stadt der Tour, schätzt er. Genervt ist er jedoch noch nicht von der Werbung für die Titelkämpfe. „Ich freu mich total auf Berlin, weil ich die WM 1993 in Stuttgart noch in guter Erinnerung habe“, sagt er. Stuttgart wäre also die Antwort auf Webers Frage gewesen – wenn sie denn gestern Mittag jemand gehört hätte. 

Ein Video dazu finden Sie hier

Von Eduard Warda 

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