Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Diskussion zur regionalen Sportförderung in Duderstadt

Innenminister Boris Pistorius zu Gast Diskussion zur regionalen Sportförderung in Duderstadt

Diese Zahlen geben zu denken – im Jahr 2003 hatten die Eichsfelder Sportvereine insgesamt fast 10 800 Mitglieder, aktuell sind es nur noch 9621. Der Rückgang um mehr als 1000 Mitglieder bestätigt einen Trend, unter dem heutzutage fast alle regionalen Sportklubs leiden: die Vereins- und Mannschaftsstärken schwinden, die finanzielle Situation wird dadurch nicht erleichtert.

Voriger Artikel
Handball-Verbandsliga: HSG Plesse-Hardenberg bleibt im Rennen
Nächster Artikel
2. Damenbasketball-Bundesliga: BG 74 unterliegt 50:51

Kämpfen in der Kreisliga um Punkte: Marcel Kurth (l.) und Kevin Kunze (r.) vom FC Mingerode und Sebastian Ibba (SG Rhume).

Quelle: Lüder

Duderstadt.  „Sport ist ein Thema, das wir sehr ernst nehmen“, unterstrich Boris Pistorius deshalb im Hotel „Zum Löwen“. Der niedersächsische Minister für Inneres und Sport diskutierte auf Einladung von Duderstadts Bürgermeister-Kandidatin Viola von Cramon (Bündnis 90/Grüne), einst Sprecherin des Bundes für europäische Außenpolitik und Sport, mit regionalen Vereinsvertretern und Funktionären des Kreis-Sportbundes über die Sportentwicklung in Südniedersachsen und hierbei speziell im Altkreis Duderstadt.

Die Verteilung des Geldes – allein das Ende 2012 verabschiedete Niedersächsische Sportfördergesetz garantiert dem Landessportbund 32 Millionen Euro –  sei „eine undankbare Aufgabe“, unterstrich Pistorius. „Alle wollen ein Stück vom Kuchen, das ist schwierig. Wen interessiert in Duderstadt, wie in Berlin die Gelder für den Spitzensport verteilt werden? Niemand.“ Die Lokalsport-Kultur aufrechtzuerhalten sei jedoch auch aus gesellschaftspolitischer Sicht nötig. „Für Integration sorgen – das kann der Sport fast ohne Worte.“

Auf besonders reges Interesse stieß bei den Vereinsvertretern Pistorius´ Hinweis, Förderanträge könnten bei der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung „unkompliziert beantragt werden“. Die „Bürokratisierung“, erklärte Michael Heil vom Göttinger Kreissportbund, führe nämlich zu einer „Abstinenz von Anträgen. Alles ist kompliziert geworden.“

Eine „Lanze für die kleinen Vereine“ brach Willi Ballhausen (Langenhagen) vom KSB. Eine Kooperation mehrerer Klubs sei „zwar sinnvoll“, allerdings wären dann einige Betroffene Mitglied in zwei Vereinen und müssten deshalb doppelt Beitrag zahlen. Eine finanzielle Entlastung wünschte sich in diesem Kontext auch Andreas Diedrich, 1. Vorsitzender der SG Bergdörfer:

„Wenn man den Sport will, muss man ihn auch entsprechend fördern.“

Diedrich wies den Minister auch auf die Problematik der Aufstiegs-Regelung von Spielgemeinschaften hin – diese dürfen nicht in der Kreisliga oder höherklassig antreten:  „Dadurch stößt man an Grenzen, das ist unmöglich.“ Zudem seien die „Hemmungen“, einen neuen Verein zu gründen –  auch aus traditionsspezifischen Gründen – „groß“.

Axel Klingebiel (Vorsitzender des TV Jahn Duderstadt) unterstrich die Notwendigkeit der Finanzförderung, da es für kleine Vereine immer schwieriger werde, gut ausgebildete junge Übungsleiter stellen zu können. „Wir können es uns nicht leisten, unsere Leute 200 Stunden nach Barsinghausen zu schicken“, so Andreas Diedrich.

Die Frage von Florian Otto (Wurftauben Club Nesselröden),  in welchem Bereich zuerst eingespart werden würde,  beantwortete Pistorius souverän: „Keiner kann behaupten, er würde gravierend benachteiligt werden.“

Von Christian Roeben

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Sportverein wächst

Trotz der demografischen Entwicklung steigt die Mitgliederzahl des FC Lindau. Der Verein nähere sich der 700er-Marke, hob Vorsitzender Peter Dreymann in der Generalversammlung hervor.

mehr
Alle Verein der 1. Bundesliga im Quotenvergleich von SmartBets.
17.11.2017 - 18:17 Uhr

Es ist kein Endspiel um den Klassenerhalt dafür ist die Saison noch zu jung. Gleichwohl ist das Heimspiel der SVG Göttingen, Schlusslicht der Fußball-Oberliga, gegen den Vorletzten MTV Eintracht Celle ein richtungsweisendes Spiel. Anpfiff auf dem Kunstrasenplatz am Sandweg ist Sonntag um 14 Uhr.

mehr
Burgturnier 2017: Highlights aus drei Tagen