Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Dreispringerin Neele Eckhardt hofft auf einen 14,50 Meter-Satz
Sportbuzzer Sportmix Regional Dreispringerin Neele Eckhardt hofft auf einen 14,50 Meter-Satz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:43 09.08.2018
Am Freitagabend ist sie Im Dreisprung-Finale bei der Europameisterschaft in Berlin gefordert: Neele Eckhardt von der LG Göttingen. Quelle: Pförtner
Anzeige
Berlin/Göttingen

Den Tag danach? Den ging Eckhardt ganz entspannt an. Ausschlafen, „so bis 9,30 Uhr, und ganz lange frühstücken“, erzählt die Dreispringerin der LG Göttingen. Anschließend wollte sie am Donnerstag „vielleicht noch eine Runde durch den Park joggen“, ebenfalls gemütlich. Denn die große Leistung, die will sie heute (20.07 Uhr) im EM-Finale zeigen. Am Mittwoch war sie mit ihrer Jahresbestleistung von 14,33 Metern mit der drittbesten Qualifikations-Weite in den Endkampf gesprungen. Und was ist noch möglich? Wir fragten nach.

Frau Eckhardt, vor einem Jahr standen Sie in London im WM-Finale, jetzt das nächste große Finale, bei der Heim-EM in Berlin. Schaut die internationale Konkurrenz da langsam auch mal auf die Dreispringerin aus Göttingen?

In London war ich ja noch die Unbekannte im Finale. Aber jetzt kennen die anderen mein Gesicht.

Das tut dem eigenen Ego sicher gut, oder?

Ich habe schon ein anderes Selbstbewusstsein. Aber man darf jetzt nicht den Fokus verlieren. Bei der WM war es ja schon gut, dass ich im Finale war, alles andere war dann Zugabe. Jetzt ist mein Ziel unter die ersten acht zu kommen. Aber dafür muss ich schon noch mal einen guten Sprung hinlegen. Das Niveau ist dieses Jahr sehr hoch. Die Griechin Paraskevi Papahristou war stark und Kiri (ihre deutsche Konkurrentin Kristin Gierisch, Anm. d. Red) ist auch hoch einzuschätzen. Man darf sich nicht von meinem dritten Platz in der Quali blenden lassen. Im Finale wird da noch richtig die Post abgehen.

Ihr Sprung in der Qualifikation war aber schon ziemlich perfekt.

Es hätte echt nicht besser laufen können. Ich wollte gleich einen guten, weiten Sprung machen. Das ist mir gut gelungen. Zum Glück war ich schon als Zweite dran. Danach gab es eine 25-minütige Verzögerung aufgrund eines Stromausfalls und heiß war es auch.

Hatte ihr Trainer noch Anmerkungen?

Der hat nicht viel gesagt. Ich glaube er war mit dem Sprung ganz zufrieden (lacht).

Wie ist das denn so im Olympiastadion vor so vielen Zuschauern?

Ich habe mich da sehr gut drauf eingestellt, damit mich das nicht rausbringt. Das war sehr, sehr schön, vergleichbar mit London. Aber bei einem Heimevent werden die Leute gleich auf einen aufmerksam, unterstützen einen. Das hilft natürlich. Daher habe ich die Leute vor meinem Sprung auch noch mal animiert, zu klatschen. Das hatte ich mir überlegt. Wenn man schon mal bei einer EM in Deutschland ist…

Bei der EM wurde erstmals eine Laserlinie mit der nötigen Quali-Weite in den Sand projiziert – zur Orientierung für die Zuschauer. Wie war das für Sie als Athletin?

Das ist schon ziemlich cool. Die Laserlinie ist echt hilfreich. Das hätte ich nicht gedacht. Man sieht die ja schon irgendwie beim letzten Absprung und versucht sich dann noch darüber zu retten.

Wie aufgeregt sind sie eigentlich vor einem solch großen Finale? In der Qualifikation wirkten Sie ziemlich cool.

Ich bin schon nervös. Das war ich auch bei der Quali, auch wenn mir die Leute gesagt haben, man habe mir das nicht angesehen.

Auf den Rängen drücken sicher auch viele mitgereiste Göttinger die Daumen, oder?

Na klar. Die meisten reisen erst heute an. Daher sind die auch alle froh, dass ich so souverän ins Finale bin. Sonst hätten sie die Tickets umsonst gekauft.

Wenn es richtig gut läuft, was ist dann für sie heute drin?

Es kann auch bei mir noch richtig nach vorne gehen, wenn ich den perfekten Sprung mache. Vielleicht sind ja 14,50 Meter drin, wenn es richtig gut läuft. Zwischen meinem zweiten und dritten Sprung habe ich noch ein bisschen Probleme gehabt. Da kann ich noch ein paar Zentimeter gutmachen.

Wie sieht ihr Finaltag bis zur Fahrt ins Stadion aus?

Wieder ausschlafen und spät frühstücken. Zwischendurch eine kurze Einheit, dann spät Mittag essen und ins Stadion. Klingt nach keinem großen Programm für acht Stunden, aber die werden schnell rumgehen.

Von Manuel Becker

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Regional Frauensporttag des Stadtsportbundes - Bogenschießen im kühlen Laufschlauch

Volles Haus beim Frauensporttag des Stadtsportbundes (SSB) Göttingen. Knapp 140 Sportlerinnen waren dabei. Fünf Bewegungsangebote standen zur Auswahl, konnten unter Anleitung ausprobiert werden.

09.08.2018

Die Verbandsliga-Handballer des MTV Geismar blicken zuversichtlich auf die neue Saison. Allerdings müssen sie einige erfolgreiche Werfer ersetzen.

09.08.2018

Zwei Tage in Folge waren die Oberliga-Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg in Testspielen gefordert. Nach Sieg und Unentschieden waren die Spielerinnen müde und der Trainer Dominik Warnecke um die Erkenntnis reicher, dass bis zum Saisonstart noch Arbeit auf ihn und das Team wartet.

09.08.2018
Anzeige