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Regional Duderstädterin Ida-Sophie Hegemann gewinnt Zugspitztrail
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17:00 29.06.2018
Völlig erschöpft, aber überglücklich im Ziel: Ida-Sophie Hegemann gewinnt den Zugspitztrail über 39,4 Kilometer Quelle: sportograf
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Duderstadt

Ihren ersten Wettkampf mit mehr als 30 Kilometern Länge gewann Hegemann auf Anhieb. Es fühlte sich ein bisschen wie ein Traum an: „Das war definitiv der Saison-Höhepunkt – ein sehr stark besetzter Lauf. Ich bin vorher in Wettkämpfen maximal 30 Kilometer gelaufen. Und jetzt ein Marathon und gleich knapp 4000 Höhenmeter“, sagt die junge Eichsfelderin. Die Läuferin des Salomon-Teams hatte vor diesem Rennen gehörigen Respekt, aber meisterte den schwierigen Kurs mit Bravour.

„Die ersten 20 Kilometer wurden richtig Tempo gemacht und ich bin von vorne weg gelaufen. Die letzten zehn Kilometer gingen dann nur noch bergab – davor hatte ich ein wenig Angst, da ich bergauf deutlich stärker bin. Ich habe einfach alles gegeben und richtig gekämpft“, beschreibt Hegemann den Rennverlauf.

Zwölf Minuten Vorsprung

Überragende zwölf Minuten Vorsprung im Ziel sprechen eine eindeutige Sprache. Zumal die 20-Jährige nicht nur am Berg überzeugte, sondern auch bergab die Bestzeit des Laufes erzielte. Niemand hatte mit ihr gerechnet – am Ende stand Hegemann auf dem Podest ganz oben. „Ich hatte mir vorgenommen, unter den ersten zehn zu landen. Dass ich bei so einem stark besetzten Rennen auf Anhieb gewinne, ist einfach ein großes Erlebnis“, erzählt die Läuferin. Durch diesen Erfolg erhielt Hegemann prompt eine Einladung zum Weltcup in den Dolomiten, der am 22. Juli stattfindet. Zusätzlich startet die Eichsfelderin noch bei einem Europacup-Rennen am Groß Glockner eine Woche später.

Bereits im März bereitete sich Hegemann in der Schweiz intensiv auf den Zugspitztrail vor. Den letzten Schliff gab es dann mit der Nationalmannschaft in Kitzbühel im April. „Danach konnte ich nicht mehr viel in den Bergen trainieren. Ich war nur noch mal auf dem Brocken und habe ansonsten an Treppen trainiert.“

Anfragen ohne Ende

Viele Glückwünsche erreichten die Läuferin nach dem Triumph auf der Zugspitze: „ Es haben sich so viele Menschen bei mir gemeldet. Das war einfach überragend. Ich bekam Anfragen zu diversen Teilnahmen an Rennen und wurde von mehreren europäischen Zeitungen, sogar aus Ungarn, befragt“, beschreibt Hegemann einen gewissen Hype nach ihrem größten Erfolg.

Gut zwei Stunden nach dem Lauf ging es für die 20-Jährige zur Siegerehrung – allerdings gab es da noch ein kleines Problem: „Ich konnte kaum noch stehen und hatte mit dem Sieg gar nicht gerechnet. Somit war ich, was die Kleidung inklusive Sponsor angeht, gar nicht auf eine Siegerehrung vorbereitet und musste mir kurzfristig etwas organisieren.“ Einige Sachpreise, unter anderem eine Reise gab es als Preis für Hegemanns Erfolg. „Am Ende des Jahres bekomme ich aber je nach Ergebnissen eine gewisse Summe. Wichtig ist, dass im Vergleich zur Leichtathletik das Geld an die Sportler direkt geht und nicht in irgendwelche Kader fließt“, erklärt Hegemann.

Mutter fiebert am Livestream mit

Nach dem tollen Erfolg auf der Zugspitze ließ es die Eichsfelderin etwas ruhiger angehen. Auch wenn die nächsten Wettkämpfe bald anstehen, blieb auch einmal Zeit die Füße hochzulegen. Von ihrer Familie war übrigens keiner dabei. „Meine Eltern waren zwar auch in Bayern, aber bei der Polizeifreisprechung meines Bruders. Meine Mutter hat allerdings den Livestream verfolgt und dachte, dass es eine Störung gibt, weil ich im Ranking immer auf Platz eins lag.“

Das Training für den Weltcup in den Dolomiten läuft bereits auf Hochtouren. „Ich dachte, dass das Zugspitz-Rennen schon das größte Erlebnis sein wird, aber jetzt werden noch weitere folgen“, freut sich Hegemann.

Von Jan-Philipp Brömsen

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