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Regional Effenberger sichert TV Jahn einen Heimpunkt
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21:51 29.04.2017
Quelle: Schneemann
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Duderstadt

Als der Ball an Börde-Keeper Johannes Fiene vorbeirauschte und zum letzten Mal an diesem Abend das Tornetz ausbeulte, jubelten die Jahner, als hätten sie gerade die Meisterschaft geholt. Effenberger wurde von Hrvoje Batinovic, der mal wieder Glanzpunkte setzte, aber auch den einen oder anderen Leichtsinnsfehler produzierte, in die Luft gehievt und von den Teamkollegen bestürmt. „Auch mit 30 Jahren gibt es noch Situationen, wo man anfängt zu zittern“, beschrieb Effenberger die letzten Momente vor seinem Siebenmeter, vor dessen Ausführung bereits die Schluss-Sirene ertönt war.

Zwischen Foul und Strafwurf vergingen gefühlt Minuten, da die Gäste, die 120 Sekunden vor dem Ende noch mit 27:25 vorne gelegen hatten, heftig gegen die Entscheidung protestierten – freilich vergeblich. Effenberger nutzte die Zeit, um sich bei den Mannschaftskameraden letzte Mutmachungen zu holen. „Die warmen Worte der Jungs haben mir gut getan“, gab Effenberger zu. Seine Statuen-ähnliche Jubelpose nach dem 27:27 erinnerte ein bisschen an die Geste des italienischen Fußball-Nationalstürmers Mario Balotelli bei seinem EM-Halbfinaltor gegen Deutschland 2012.

Börde, das noch um den Klassenverbleib kämpft, trat als unangenehmer, weil aggressiver Kontrahent auf, besaß zudem mit dem zehnfachen Torschützen Simon Ratzke einen überragenden Individualisten, der aus dem Rückraum einen Ball nach dem nächsten wuchtig in den Kasten jagte.

Als Ratzke im zweiten Durchgang eine Pause erhielt und vorübergehend auf der Bank Platz nahm, nutzten das die Jahner, um aus einem 16:18 (39.) ein 22:20 zu machen (47.). Batinovics Treffer zur Zwei-Tore-Führung war zwar toll gemacht – der Kroate traf aus der Luft per Dreher – allerdings vergab der Kroate kurz darauf bei 22:21-Zwischenstand einen Siebenmeter.

Tobias Fritsch brachte die Eichsfelder mit 25:24 in Front (54.), doch diese kassierten dann den Ausgleich und trafen anschließend zweimal den Pfosten. Am Ende hielten die Nerven des Kapitäns beim Siebenmeter nach der Schluss-Sirene, und TV Jahn-Trainer Thomas Brandes musste in seinem letzten Heimspiel nicht mit einer Niederlage leben. „Uns haben heute die Körner für eine aggressive Abwehrarbeit gefehlt“, gab er nach dem Remis zu. „Aber wir sind noch immer Vierter. Das ist eine sensationelle Leistung.“

Tore TV Jahn: Batinovic (9/2), Fritsch (6), Effenberger (5/2), N. Grolig, Schuldes, Möller (je 2), V. Grolig (1).

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