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Elisabeth Gebauer läuft wieder

13 Monate Pause Elisabeth Gebauer läuft wieder

Lange hat man nichts von ihr gehört: Elisabeth Gebauer, ehemalige Welt- und Europameisterin im Marathonlauf der Senioren, hat eine 13-monatige Zwangspause hinter sich. „Ich hatte ein Loch im Knie“, berichtet die Tiftlingeröderin, die jetzt aber mit drei Starts im Herbst ihr Comeback gefeiert hat.

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Läuft wieder: Elisabeth Gebauer hat sich nach überstandenen Knieproblemen beim Halbmarathon in München auf nationaler Ebene zurückgemeldet.

Quelle: EF

Nach der ernüchternden Diagnose im Frühjahr 2009 legte Gebauer zwar die erforderliche Verletzungspause ein, aber nicht die Beine hoch. Mit regelmäßigem Aquajogging im Duderstädter Frei- und Hallenbad hielt sich die Langstreckenläuferin in Form, wobei sie ihre Leistung beständig steigerte und immer mehr Tempoeinheiten in die Übungsstunden einbaute. Im April dieses Jahres begann sie unter der Regie ihres Trainers und Ehemannes Helmut wieder mit dem regulären Training. Allerdings absolviert sie noch nicht das alte Pensum, läuft derzeit „nur“ rund 60 Kilometer wöchentlich.

Ihren ersten Wettkampf nach der langen Unterbrechung bestritt die 56-Jährige dann in Alfeld, wo sie bei einem Zehn-Kilometer-Rennen an den Start ging. Es folgte ein erster Halbmarathon in Hannoversch-Münden und nun ein zweiter im Rahmen des 25. München-Marathons. In der bayrischen Landeshauptstadt lief es für Gebauer nicht nach Wunsch: Einerseits fühlte sie sich gesundheitlich nicht 100-prozentig fit, andererseits litt die Laufveranstaltung unter organisatorischen Schwächen.
Aus Anlass des Jubiläums hatten die Münchner zum ersten Mal überhaupt einen Halbmarathon ausgeschrieben. „Die Strecke kollidierte mit der vom 10 000-Meter-Lauf und vom Staffellauf, außerdem war der Kurs sehr kantig gestaltet und stellenweise so eng, dass man bei der Fülle von Teilnehmern gleich mehrmals einen weiten Bogen laufen musste“, schilderte Elisabeth Gebauer, was ihr bei der Großveranstaltung nicht gefiel und sie ihrer Ansicht nach um eine bessere Endzeit brachte.

Nach 21 Kilometern und 1:44,25 Stunden erreichte die Tiftlingeröderin das Ziel und war enttäuscht, weil sie gehofft hatte, die Grenze von 1:40 Stunden zu knacken. „Das ist schon ärgerlich – da fährt man so viele Kilometer, und dann leidet die Zeit unter solchen Umständen“, beklagte sie. Zufrieden durfte Gebauer dennoch sein: In ihrer Altersklasse W 55 belegte sie mit ihrer vermeintlich bescheidenen Laufzeit unter 61 Starterinnen den zweiten Platz. Mit der Italienerin Silvia Bolognesi (1:35,43) war nur eine Altersgenossin schneller als sie. Insgesamt gelang der Eichsfelderin immerhin der Sprung in die Top-100.

In diesem Jahr wird Gebauer keinen Halbmarathon mehr laufen, obwohl demnächst in Schöningen einer auf dem Programm steht. „Das ist zu kurz hintereinander“, erklärt sie. Nächstes Jahr will die Ex-Weltmeisterin wieder auf die internationale Bühne zurückkehren und bei der Straßenlauf-Europameisterschaft der Senioren über zehn Kilometer oder die Halbmarathondistanz starten. „Dafür ist sie schon gut gerüstet“, ist sich Helmut Gebauer angesichts der Trainingsfortschritte seiner Frau sicher. Ob die Senioren-Weltmeisterschaft 2011 in Sacramento/USA ein Ziel sein wird, haben die Eheleute noch nicht ausdiskutiert.

Auf jeden Fall möchte Elisabeth Gebauer irgendwann auch wieder die klassischen 42,195 Kilometer in Angriff nehmen: „Perspektivisch reizt mich der eigentliche Marathon schon“, bekennt die Tiftlingeröderin, die anno 1994 auf der historischen, anspruchsvollen Strecke von Marathon nach Athen in 3:16,02 Stunden Europameisterin in der Altersklasse W 35 geworden war. Den Weltmeistertitel ließ sie ein Jahr später folgen, als sie im US-amerikanischen Buffalo in 3:09,38 Stunden in der Altersgruppe W 40 triumphierte. Mit Mannschaftsgold und -silber im Cross- und Marathonlauf bei den Weltmeisterschaften im italienischen Riccione rundete Gebauer 2007 als Mitglied des deutschen Teams ihre Erfolgsbilanz ab.

Von Michael Bohl

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