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Enosch Wolf überrascht mit Huskies in Ramstein

College-Basketballspiel Enosch Wolf überrascht mit Huskies in Ramstein

Es gibt diese Momente in den Karrieren von Sportlern, die sie nie vergessen werden. Ex-BG-Talent Enosch Wolf hat in der Nacht von Freitag auf Sonnabend solch eine unvergessliche Erfahrung machen dürfen, die sich in sein Gedächtnis einbrennen wird. Erstmals wurde ein College-Basketballspiel der US-amerikanischen Meisterschaftsserie außerhalb der USA ausgetragen.

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Genießt nach dem Triumph über die Spartans das Bad in der Menge: Enosch Wolf mit Trophäe, Familie und Freunden.

Quelle: Pförtner

Ramstein. Mit seinem Collage-Team der University of Connecticut (UCONN) durfte Wolf Teil dieses geschichtsträchtigen Ereignissen sein. Und dann gelang ihm mit seinen Huskies, wie die UCONN-Teams sich nennen, auch noch ein kaum für möglich gehaltener 66:62 (40:33)-Triumph über die hoch gehandelten Spartans der Michigan State University.

Das Duell im riesigen Flugzeug-Hangar 5 auf der Militärbasis Ramstein ist perfekt inszeniert. Vor dem Duell erklingen die deutsche und US-amerikanische Nationalhymne, beide Teams tragen Outfits im Camouflage-Stil. Der nordamerikanische Sportsender ESPN America überträgt das Auftakt-Match live. Dort, wo sonst die gigantischen Transport-Flugzeuge des US-Militärs gewartet werden, sehen 3000 Zuschauer, überwiegend Militärs und deren Angehörige, die in Ramstein stationiert sind, eine bis in die Schlusssekunde packende Basketball-Partie.

J. Calhoun

J. Calhoun

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Als das Duell mitten in der Nacht von Freitag auf Sonnabend gegen 2.30 Uhr beendet ist und die obligatorischen Siegerfotos mit der riesigen Trophäe aufgenommen sind, schnappt sich Enosch Wolf den Pokal und stürmt die flache Tribüne hinauf zu seinen Fans. Wolfs Eltern Horst und Inken sowie gut 20 Freunde gehören zu den Gratulanten.

„So ein Spiel vor den Augen meiner Familie und meinen Freunden spielen zu können, ist unglaublich. Jetzt noch der Wahnsinnssieg gegen Michigan, ich kann das alles noch gar nicht richtig glauben“, sagt Wolf. Beim Triumph über die hoch favorisierten und an Platz 14 gehandelten Spartans von der Michigan State University stand Wolf elf Minuten auf dem Parkett, er hat einen ordentlichen Auftritt hingelegt. Zwei Punkte steuerte er bei, per lockerem Jumper aus der Mitteldistanz erzielt. Gefeiert wurde der Korberfolg auf dem Weg zurück in die Defense mit einem Fingerzeig auf seinen Fanblock. Zudem sicherte sich Wolf zwei Rebounds und zeigte sogar noch einen spektakulären Block.

Erstmals wurde ein College-Basketballspiel der US-amerikanischen Meisterschaftsserie außerhalb der USA ausgetragen. © Pförtner

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Der 2,16 Meter lange Centerspieler wird vermutlich in seiner dritten Serie erheblich mehr Spielzeit bekommen als zuvor. Unter Jim Calhoun, einem der erfolgreichsten NCAA-Coaches aller Zeiten, kam Wolf nur zu Kurzeinsätzen, wenn die Spiele schon entschieden waren. Calhoun war 26 Jahre lang Headcoach der Huskies, er übergab die Verantwortung im September an seinen ehemaligen Assistenten Kevin Ollie. „Ich habe in den letzten beiden Jahren viele Hilfen vom Team und von den Trainern bekommen. Ich hoffe, dass ich jetzt viel zurückgeben kann“, sagt Wolf.

Bei UCONN fühle er sich „extrem wohl“, was auch daran liege, dass mit Niels Giffey (3 Punkte/2 Rebounds) und Leon Tolksdorf, der gegen Michigan nicht eingesetzt wurde,  zwei weitere Deutsche im Team sind. „Mit Niels habe ich auf dem Feld zwischendurch einfach mal Deutsch gesprochen. Das verwirrt die Gegner dann schon manchmal“, sagt Wolf. Giffey ist gebürtiger Berliner, auch er wird mehr Verantwortung im Team bekommen.

N. Giffey

N. Giffey

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„Ich hoffe, dass ich im Schnitt 20 Minuten Einsatzzeit bekomme. Dieses Spiel heute war einfach genial, aber auch unglaublich anstrengend“, so Giffey. UCONN ist für die Postseason gesperrt, weil die akademischen Noten der Spieler zu schlecht waren. Deswegen verließen Leistungsträger wie Oriakhi, Smith und Bradley das College. „Es ist schon irgendwie doof, dass wir die Playoffs nicht spielen dürften, wenn wir sie erreichen. Das mit den Noten ist fünf Jahre her, und wir werden jetzt dafür bestraft“, betont Wolf.

In der Offense müssen die beiden Deutschen derzeit noch damit leben, eher Pass-Stationen als Go-to-Guys zu sein. Das schnelle Spiel der Huskies ist abgestimmt auf die extrem starken Guards. Shabazz Napier, mit 25 Punkten Topscorer, wird eine NBA-Karriere prognostiziert. Extrem athletisch ist auch Ryan Boatright. Mit dem schnellen Spiel hatten die robusten und großen Spartans erhebliche Probleme. Den Grundstein zum Sieg legten die Huskies mit einem starken Beginn. Nach zehn Minuten lagen sie 26:13 in Front. 

„Unsere Guards sind unglaublich. Wenn wir unser Tempo spielen, dann können nur wenige Teams mithalten“, meint Giffey. Und Wolf betont: „Die Liga hat uns zwar die Chance auf die Playoffs genommen, aber wir wollen beweisen, dass wir ein starkes Team sind. Wir werden sicher noch den ein oder anderen Gegner überraschen. Mal sehen, ob die wirklich bei ihrer Entscheidung bleiben, wenn wir vorne stehen.“

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