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Regional Erfolgsgeschichte: Feuerwerk der Turnkunst
Sportbuzzer Sportmix Regional Erfolgsgeschichte: Feuerwerk der Turnkunst
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17:23 19.12.2011
Weltbeste männliche Gruppe in der Rhythmischen Gymnastik: die Aomori University beim Auftakt in Hameln im Jahr 2008. Quelle: Pförtner
Göttingen

Kaum war Göttingen im Jahr 1998 ins Tourprogramm aufgenommen worden – mit der über 70-jährigen Turn-Oma Johanna Quaas als bis heute ältesten Aktiven –, wäre es fast ebenso schnell wieder gestrichen worden. Genau genommen war es das auch schon. Warum? Das geringe Fassungsvermögen der Godehardhalle bewog die Organisatoren, Göttingen im folgenden Jahr von der Liste der Ausrichter zu streichen. Die zu diesem Zeitpunkt größte Sportarena der Stadt war für das Feuerwerk einfach zu klein. Göttingens Glück: Passend zum Start der Tournee wurden die Renovierungsarbeiten in der Lokhalle abgeschlossen. Das registrierten die NTB-Verantwortlichen mit Freude, und da der enge Tourneeplan nicht mehr umgeworfen werden konnte, wurde Göttingen als Auftaktort der Show „Feelings“ gewählt.

Fortan konnten rund 3000 Zuschauer jährlich das Feuerwerk der Turnkunst in Göttingen besuchen – bis 2003. In diesem Jahr nämlich bekam die Universitätsstadt eine zweite Show, 2008 kam die dritte hinzu. Heute haben mehr als 9000 Menschen an drei Tagen die Möglichkeit, dabei zu sein, wenn die weltbesten Gruppen und Künstler auftreten. Auch wenn in der Lokhalle in den Wintermonaten regelmäßig volles Haus herrscht, ist vorerst keine vierte Show in Planung. Für das Jahr 2013 haben die Organisatoren nur zusätzliche Veranstaltungen für Oldenburg, Braunschweig und Frankfurt angekündigt.
Das erste Feuerwerk in der Stadionsporthalle in Hannover stand 1988 noch unter dem Titel „Turnkunst Fernost“. Das Highlight: die japanische Gruppe Kokushikan. Ein Mitglied der Gruppe war Naka Yoshimitsu, der heutige Trainer der Aomori University, die nach 2007 und 2008 auch im Jubiläumsjahr dabei sein wird.

Geprägt wird das Feuerwerk seit 1993 von Heidi Aguilar, die damals von NTB-Geschäftsführer Heinz-Hermann-Gerlach als Regisseurin engagiert wurde und diesen Platz noch heute ausfüllt. Ein Jahr später expandierte die Show zu einer Mini-Tournee. Fünf Vorstellungen wurden in vier Städten gezeigt. Hannover (2), Wolfsburg, Melle und Fredenbeck standen auf dem Programmplan.

1996 wurde das Feuerwerk erstmals außerhalb Niedersachsens präsentiert: in Hamburg. Zwei Jahre später kam die Show nach Sachsen-Anhalt, und Göttingen wurde eine von insgesamt zehn Stationen. Die erste Zehntausender-Arena (Kieler Ostsee-Halle) wurde 1999 integriert, und 2002 sahen erstmals mehr als 50 000 Menschen die Show. Die 100 000er-Grenze wurde 2007 geknackt.

Nun gibt es ein Wiedersehen mit den besten Künstlern aus 25 Jahren. 32 Shows in 22 Orten und elf Bundesländern stehen auf dem Tourneeplan 2011/12. Auftakt ist am 28. Dezember in Göttingen. Es folgen zwei weitere Vorstellungen. Alle drei Shows in der Universitätsstadt sind ausverkauft – wie es sich für das Jubiläum unter dem Titel „Best of 25 Years“ gehört.

Von Kristin Kunze

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