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Regional Erster Stichtag für Veilchen in zwei Wochen
Sportbuzzer Sportmix Regional Erster Stichtag für Veilchen in zwei Wochen
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16:20 27.04.2017
Positive Signale: Inesa Visgaudaite (r.) möchte gern eine weitere Saison bei der BG dranhängen. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Sechs Jahre 2. Damenbasketball-Bundesliga, fünf Playoff-Teilnahmen in dieser Zeit, dreimal im Finale gestanden - und endlich der Aufstieg. „Wir waren jetzt mal dran“, sagt Andreas Fink, Teammanager BG 74 Veilchen Ladies. Für ihn und Geschäftsführer Richard Crowder bleibt allerdings nicht viel Zeit zum Zurücklehnen und Genießen. Die Planungen für die Erstliga-Saison haben begonnen.

„Es ist ein gewaltig hoher Berg vor dem wir stehen“, gibt Crowder zu. 14 Tage bleiben noch Zeit für die verbindliche Erstliga-Zusage, ein erstes persönliches Gespräch mit einem der größeren Sponsoren führt er heute, an seinem 56. Geburtstag. Weitere folgen in der kommenden Woche. „Längst gestellt“ wurde Ende März der Lizenzantrag für die 1. Bundesliga.

Steht das finanzielle Gerüst für die kommende Saison, werden gemeinsam mit Trainer Giannis Koukos Personalgespräche geführt. Verdine Warner und Inesa Visgaudaite haben schon bei der Aufstiegsfeier signalisiert, dass sie gern bleiben möchten, bei Jenny Crowder und Alissa Pierce ist es aus Studiengründen (beide sind in Marburg eingeschrieben) höchst wahrscheinlich, dass sie weiterhin das lila Trikot tragen und regelmäßig ins Hessische pendeln werden. Katarina Flasarova möchte eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau beginnen. Gern hätte Richard Crowder auch Johanna Hirmke an Bord. Die Kapitänin sei wichtig für das Team und die Integration des Nachwuchses. „Wir wollen natürlich so viele Spielerinnen wie möglich aus dieser erfolgreichen Saison in die nächste mitnehmen, in der die Veilchen Ladies eine Nicht-EU-Spielerin mehr einsetzen können als bisher (2). Wo wir uns noch verstärken müssen, werden wir nach den Gesprächen des Trainers sehen. „Natürlich wollen wir konkurrenzfähig sein, haben auch schon Kontakte.“

Höhere Spielerinnen-Gehälter, höhere Aufwendungen für die langen Auswärtsfahrten „fast bis Österreich“ (Crowder) und ein hauptamtlicher Jugendtrainer sind die Posten, die im Etat für die kommende Saison viel Geld verschlingen. Etwa 70 000 Euro müsse noch draufgelegt werden im Vergleich zur abgelaufenen Saison, um die 1. Bundesliga stemmen zu können.

In jedem Fall festhalten wollen Crowder und Fink an der FKG-Halle, die einen unmittelbaren Kontakt der Zuschauer mit den Spielerinnen erlaube, als Spielort. Steigerungsfähig sei die Zuschauerzahl. Mit 600 Zuschauern pro Heimspiel wäre der Geschäftsführer, der wie sein Teammanager auch, nie selbst aktiv Basketball gespielt hat, in der kommenden Saison zufrieden. Erneuert werden von der GoeSf in der Halle die beiden Anzeigetafeln und die Lautsprecher-Anlage. Außerdem muss es eine leistungsstarke Datenverbindung geben, weil es von den Partien einen Livestream geben wird. Dafür wird noch ein Kommentator gesucht. Mit einem Parkettboden können die Veilchen nicht dienen. „Wir werden eine Ausnahmegenehmigung beantragen, auf dem Hallenboden spielen zu dürfen.“

Synergien mit den Herren der BG Göttingen sieht das Duo kaum. Gemeinsame Punktspiel-Wochenenden würden eine viel zu große logistische Herausforderung darstellen. „600 Zuschauer verlieren sich in einer Sparkassen-Arena, die Werbebanner unterschiedlicher Sponsoren binnen kürzester Zeit auf- und abzuhängen ist zu aufwändig“, sagt Fink, der die Halle am Felix-Klein-Gymnasium als „unser Wohnzimmer“ bezeichnet. „Herren und Damen können in Göttingen wunderbar nebeneinander existieren“, sagt Crowder.

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