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Regional Ex-Profis des VfL Wolfsburg schießen 20 Tore
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19:24 07.09.2010
Zunge im Spiel: Wolfsburgs Roy Präger bei der Ballannahme, der Holtenser Dirk Wilhelmi (l.) ist Augenzeuge. Quelle: Pförtner
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Auch eine deutliche 0:20-Niederlage der Traditionsmannschaft des TSV Holtensen gegen die Ex-Profis konnte der guten Stimmung von etwa 100 Zuschauern in der Holtenser McClean-Arena nichts anhaben. Anlass des Spiels war das 100-jährige Bestehen des TSV.
Die 22 Akteure, unter ihnen auf Wolfsburger Seite der Aufstiegsheld Roy Präger, legten mit viel Schwung los. Die alten Hasen aus Holtensen hatten sich einiges vorgenommen und schlugen sich auch wacker gegen spielerisch und auch körperlich sichtlich überlegene „Wölfe“. So dauerte es eine Viertelstunde, bis der ehemalige Torjäger Siggi Reich, der unter anderem bei Borussia Dortmund und Mönchengladbach aktiv war, den freistehenden Patrick Ebbers bediente, der überlegt einschob.

Durch den Treffer war der Bann gebrochen, und die Zuschauer konnten schöne und mitunter auch kuriose Tore im Minutentakt bestaunen. Besonders guter Stimmung war der ehemalige 05-Spieler Bruno Akrapovic, der das Spiel in seiner alten Heimat sichtlich genoss. Bei seinen beiden Toren setzte der 15-malige Nationalspieler aus Bosnien-Herzegowina zu spektakulären Jubelposen an und sorgte für gute Laune auf und neben Platz. So störte es kaum einen, dass die Gäste schon zur Halbzeit zweistellig mit 10:0 in Front lagen.

Das muntere Toreschießen setzte sich auch in der zweiten Hälfte fort. Im Mittelpunkt stand hierbei vor allem Torjäger Präger, dem die Lust am Spiel regelrecht anzusehen war. Mit einem Blitz-Hattrick innerhalb von vier Minuten ließ er seine Vollstreckerqualitäten aufblitzen. Mit Zwischenrufen sorgte der gebürtige Brandenburger für eine lockere Atmosphäre. „Es macht immer Spaß, hier in der Region zu spielen. Mit den ganzen Legenden von früher aufzulaufen, ist immer eine tolle Sache“, sagte der 198-fache Bundesligaspieler.

In sportlicher Hinsicht hielt sich die Freude bei den Gastgebern in engen Grenzen. Trotz bester Möglichkeiten, die zum Teil durch die schwächer werdende Wolfsburger Abwehr und die wohlwollende Auslegung der Abseitsregel entstanden, schafften es die Rot-Weißen einfach nicht, den Schlussmann der „Wölfe“ zu überwinden. Dennoch war TSV-Organisator Andreas Sue nach Spielschluss wenig betrübt: „Das war wirklich toll. Wir hatten Spaß, die Zuschauer haben viele Tore gesehen, und vielleicht haben wir ja in der dritten Halbzeit eine Chance gegen die Profis“, betonte Sue schmunzelnd, der auch Kapitän des TSV-Teams war.

Von Dominik Florian

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