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Familie Nolte aus Gerblingerode: Mit dem Fahrrad zum Sportabzeichen

Begeisterung an Bewegung Familie Nolte aus Gerblingerode: Mit dem Fahrrad zum Sportabzeichen

Sport spielt im Leben von Nicola, Jörg, Julius, Judith und Luise Nolte aus Gerblingerode eine große Rolle. Die Zeiten, in denen Jörg auf dem Fußballplatz und seine Frau Nicola beim Handball um Punkte kämpften, liegen schon einige Zeit zurück, aber die Begeisterung an der Bewegung ist geblieben.

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Eine aktive Familie: Judith, Jörg, Luise, Julius und Nicola Nolte (von links) aus Gerblingerode, die das Familien-Sportabzeichen absolviert haben.

Quelle: Thiele

Gerblingerode. Und diese haben die beiden auch versucht, auf ihre Kinder zu übertragen. Mit Erfolg, denn Julius, Judith und Luise sind ebenfalls sehr aktiv. Einen festen gemeinsamen sportlichen Termin hat das Quintett immer in den Sommerferien. „Da machen wir alle gemeinsam das Sportabzeichen“, erzählt Jörg Nolte, der sich in einer Freizeit-Fußballtruppe noch ein wenig fit hält. Seine berufliche Tätigkeit in Hameln lässt ihm in dieser Hinsicht nicht viel Spielraum.

„Für uns ist das Sportabzeichen eine sehr gute Gelegenheit, einmal etwas gemeinsam zu unternehmen“, erzählt Nicola Nolte. Im Schlepptau der Familie Nolte befinden sich dann auch schon einmal die Großeltern, die mit auf die Duderstädter Anlage „Auf der Klappe“ kommen, ihren Kindern und Enkelkindern zusehen.

„Es sind aber auch schon Nachbarn mitgekommen oder auch Cousin und Cousine“, ist Nicola Nolte sehr daran interessiert, den Erwerb des Sportabzeichens noch populärer zu machen. Die Noltes machen auf jeden Fall immer ein richtiges kleines Event aus diesem Dienstag im Sommer.

„Dort herrscht immer eine sehr angenehme Atmosphäre. Ich bewundere die Sportabzeichen-Obleute, mit welcher Geduld sie einem alles erklären“, fühlt sich Vater Jörg Nolte ausgesprochen wohl.

Nur an einem Tag fahren die Noltes, um schon entsprechend fit und auf Betriebstemperatur zu sein, natürlich mit dem Fahrrad, nach Duderstadt, um die Bedingungen zu erfüllen. Geübt wird vorher in dem Sinne nicht. „Der erste Versuch“ muss quasi sitzen. „Noch reicht es, obwohl die Kinder langsam immer besser werden“, meint Nicola Nolte, die in Rollshausen Handball spielte, mit einem anerkennenden Seitenblick auf ihren Ältesten Julius.

Abgemachte Sache

Der spielt mit Begeisterung beim VfL Olympia Duderstadt bei den C-Junioren Fußball – im Sturm. Schlagzeugspielen gehört zu seinen weiteren Hobbys.

Kleiner und handlicher ist das Musikinstrument, für das sich seine Schwester Judith entschieden hat. Die 10-Jährige spielt Querflöte und ist Fan von Fußball-Bundesligist Hannover 96. Im Gegensatz zu ihrem Bruder und Vater, die zum SV Werder Bremen tendieren. „Hannover ist besser als Bremen“, lässt sich Judith überhaupt nicht beeinflussen.

Ahnung vom Fußball hat sie allemal, spielt sie doch bei den Mädchen des TSV Nesselröden. Und turnt beim SV Arminia Fuhrbach.

Flöte spielt Nesthäkchen Luise Nolte, die erst im vergangenen Jahr in die Schule gekommen ist, auch. „Schule ist nur ein bisschen schön. Am liebsten mache ich dort Mathe“ , verkündet sie mit einem strahlenden Lächeln. Beim SV Arminia Fuhrbach gehört sie zu den „Turnmäusen“, ist mit Feuereifer dabei.

Bereits abgemachte Sache für Familie Nolte ist auch in diesem Jahr wieder der Erwerb des Sportabzeichens. „Wenn man die Leichtathletik-Disziplinen beispielsweise dann im Fernsehen sieht, dann weiß man erst einzuschätzen, was diese Athleten leisten“, hat Jörg Nolte großen Respekt vor den Aktiven.

In erster Linie unter dem Aspekt des Breitensports sehen Nicola und Jörg Nolte den Erwerb des Sportabzeichens. Was nicht heißt, dass sie sich nicht über Leistungssteigerungen freuen. Leistungsfördernd könnte dabei auch das Lieblingsessen der Gerblingeröder sein: Nudeln Bolognese und Hühnerfrikassee. Anders als bei den Fußball-Vereinen gibt es hier Übereinstimmung.

Anforderungen

Das Deutsche Sportabzeichen ist außerhalb des Wettkampfsports die höchste sportliche Auszeichnung. Seit 1913 ist es eine Anerkennung für Vielseitigkeit in verschiedenen sportlichen Aktivitäten, bei der man auch ohne eine Mitgliedschaft in einem Sportverein seine Fitness überprüfen kann.

Im Zuge der Gleichberechtigung der Geschlechter in der Sportwelt war es Adele Schacke, eine Schwimmerin aus Göttingen, die 1921 als erste Frau in Deutschland das damalige Turn- und Sportabzeichen bekam. Heute bieten Turn- und Sportvereine sowie circa 3000 Sportabzeichentreffs deutschlandweit Anfängern und Fortgeschrittenen jeder Altersklasse Trainings- und Prüfungsmöglichkeiten.

Getestet wird altersabhängig in den Anforderungsbereichen Schwimmen, Sprungkraft, Schnelligkeit, Schnellkraft und Ausdauer. Aus jeder Gruppe muss nur eine Bedingung erfüllt werden. Prüfungszeitraum ist das Kalenderjahr, in dem das angegebene Alter erreicht wurde. Ältere Sportler sollten sich vorweg einer medizinischen Untersuchung unterziehen.

Neben dem regulären Sportabzeichen kann man in Mannschaftsmanier das Familiensportabzeichen erlangen. Um dieses zu bekommen, müssen mindestens drei Angehörige das Sportabzeichen erworben haben. Darunter muss mindestens ein Jugendlicher und ein Erwachsener sein. Zu den Angehörigen zählen Eltern, Kinder, Großeltern, unverheiratete Partner und die Großeltern der Partner. Mindestens zwei Generationen der Angehörigen müssen beteiligt sein.

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