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Regional Fliegende Fäuste im Ring
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19:28 10.09.2017
Der Göttinger Konstantin Cernov (blau) ist zweifacher Deutscher Meister, hier im Kampf gegen Bojani Brandor. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Die Stimmung kochte, als kurz vor dem Ende der 9. Mc.Clean Boxnacht der zweifache Deutsche Juniorenmeister für den ASC 46 in den Ring der Sparkassen-Arena stieg. Die Zuschauer hielten den Atem an, als Cernov die ersten Treffer platzierte. Schließlich war sein Kontrahent Brandon Bojani kein leichter Gegner. Immerhin hat auch der Peiner Bojani einen nationalen Meistertitel vorzuweisen. Es sollte der Kampf des Abends werden, bei dem sich Cernov am Ende klar durchsetzte und nach Punkten gewann. „Das war Boxsport auf allerhöchstem Niveau“, kommentierte Eduard Homtschenko, Fachbereichsleiter Boxen beim ASC 46, den Kampf. So etwas werde den Zuschauern sonst nur bei Deutschen Meisterschaften geboten.

Auch der Kampf im Superschwergewicht zwischen dem Italiener Jashar Dyrma und Jan Klein war ein weiteres Highlight des Abends. Klein konnte sich hierbei klar durchsetzen. Spannend war auch der Fight zwischen dem Göttinger Ali Ibrahimi gegen Becagli Lapo aus Italien. Der Göttinger platzierte zum Teil harte Schläge, von denen sich sein italienischer Widersacher nicht beindrucken ließ. Am Ende hatte Ibrahimi die Nase vorn, worüber dieser sich so freute, dass er auf die Knie sank.

Die 9. Mc.Clean Boxnacht bot nicht nur spannende Boxkämpfe, sondern vor allem fairen Sport. „Es waren alles sehr saubere Kämpfe“, sagte Homtschenko. Auch Kampfrichter Erich Schröder betonte „Das Niveau ist hoch, der Sport ist technisch gut.“ Auch Box-Trainer Gegham Hakobyan war mit seinen Schützlingen äußerst zufrieden. Vor allem beeindruckt war er vom elfjährigen Göttinger Nachwuchstalent Justin Kern. „Er hat zwar seinen Kampf verloren, aber sehr gut geboxt“, sagt Hakobyan.

Spannende Kämpfe sahen mehr als 1000 Zuschauer bei der Boxnacht des ASC 46 in der Sparkassen-Arena.

„Wir haben die Kämpfe bewusst so gestaffelt, dass die spannenden Kämpfe später kommen“, erklärte Homtschenko weiter. So traten vor der Pause vor allem junge Nachwuchsboxer an. Die Bewegungsabläufe waren schnell und kraftvoll. „Da hat man gesehen, wie viel Arbeit im Boxen steckt“, betont Homtschenko. „Boxen wird im Allgemeinen unterschätzt“, sagt auch Phillip Sommer von der Geschäftsstelle des ASC 46. Vor allem die Vorbereitung auf einen Kampf sei hart. Drei Runden lang jeweils drei Minuten zu kämpfen, gehe an die Grenzen. Die Akzeptanz für den Sport habe deutlich zugenommen. Rund 120 Boxer sind aktuell in der Abteilung Boxen des ASC 46 gelistet.

Dennis Ehrenberg, der für die gesamte Organisation des Spektakels verantwortlich war, hatte während des Turniers alle Hände voll zu tun. Seit 2011 organisiert er die Boxnacht, die vom Wasch- und Pflegecenter Mc.Clean (Hauptsonsor), der Sparkasse Göttingen, Klartext, Hesse Transporte sowie der Firma Lighthouse gesponsert wurde. Ehrenberg zeigte sich positiv überrascht vom guten Verlauf des Turniers. „Wir haben die Tausender-Marke bei den Zuschauern geknackt und es gab keine negativen Zwischenfälle“, sagte er im Anschluss an das Turnier zufrieden. Vor allem sei erfreulich, dass viele junge Zuschauer zu der Veranstaltung gekommen seien. Auszeichnungen gab es in Form von Pokalen für den jeweiligen Sieger eines Kampfes. Zudem gab es Sonderehrungen für besondere sportliche Leistungen und einen Teampokal für die Ecke „Blau“ gegen die Ecke „Rot“. Bester Boxer des Abends wurde Konstantin Cernov. Die beiden Pokale für die besten technischen Kämpfer gingen nach Italien.

Von Bernard Marks

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