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Regional Plesse-Hardenberg steigt auf
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18:35 07.05.2017
Quelle: SPF
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Rosdorf/Grone

Beeindruckend, dass die Burgfrauen nach der Partie noch genügend Kraft hatten, im Kreis zu tanzen, aus voller Kehle die Humba zu singen und ihren Coach von oben bis unten mit Sekt zu bespritzen. Denn die kampfbetonte Partie hätte den Gästen eigentlich alles abverlangen müssen.

Zwar floppte Rosdorfs anfängliche 4:2-Abwehr, da sich dadurch zu viele Freiräume für Plesses Annika Hollender ergaben (0:3), nach der Umstellung auf eine 6:0-Formation traf die Becker-Sieben jedoch fast zehn Minuten lang nicht (5:3). „In dieser Phase haben wir zu viele technische Fehler begangen, die dazu geführt haben, dass auch in der Deckung die Köpfe hängen gelassen wurden.

In der Team-Timeout haben wir das besprochen und uns dann wieder abgesetzt“, analysierte der Trainer, dessen Schützlinge sich bis zur Pause wieder ein beruhigendes Fünf-Tore-Polster herausgeworfen hatten. Was unter anderem daran lag, dass die HG ihre Kontrahentinnen erst relativ spät vor dem Tor bedrängte, während die HSG schon gut sieben Meter vor dem eigenen Gehäuse rabiat zupackte.

HG Rosdorf-Grone gegen HSG Plesse-Hardenberg

Nach dem Seitenwechsel lief zunächst weiterhin alles nach Plan für den designierten Champion, der Sekt befand sich bereits in der Kühltruhe. Plesse lief die Tempogegenstöße etwas konsequenter, zudem hielt Torhüterin Carolin Menn mehrfach ausgezeichnet. Doch abermals kamen die Gastgeberinnen ins Spiel zurück, forderten auch die Nerven der Hardenbergerinnen vor gut 150 Zuschauern extrem heraus. Mehrfach war das Team von Trainer Lennart Pietsch bis auf ein Tor dran, stets blieb Plesse cool und hatte die Antwort parat. „Diese mentale Stärke der Mannschaft ist wirklich herauszuheben“, lobte Becker.

Eine Minute vor Spielende startete die Meistersause, nachdem zunächst Menn erneut parierte und im Gegenzug Hollender zum 26:23-Endstand einnetzte. Pietsch, der von einem „hochklassigen Oberliga-Spiel“ sprach, das seine Frauen unglücklich verloren hätten, gratulierte den Gewinnerinnen fair: „Die eindeutig beste und über den Saisonverlauf konstanteste Mannschaft der Liga ist verdient aufgestiegen.“

Für den Aufsteiger geht es am Abend zunächst zum Spiel der HSG-Männer nach Nörten-Hardenberg, ehe der Party-Marathon beginnt: „Bei mir wird vorgetrunken, dann gehen wir in die Stadt“, gab Lara Al Najem die Marschroute aus.

Für Becker, der in der kommenden Saison zwar dabei bleibt, aber deutlich kürzer treten möchte, gehe es in den kommenden Wochen darum, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen.

Eine ausführliche Meistergeschichte lesen Sie am Sonntagnachmittag sowie in der Printausgabe am Montag.

Tore HG: Jäger (1), Moschner (1), Hille (7), Eisenhauer (3), Seifert (7/5 Siebenmeter), Gutenberg (4). –

Tore HSG: Hemke (1), Rombach (7), Henne (2), Becker (2), Marienfeld (4), Strahlke (4), Al Najem (2), Hollender (4).

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