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Frauenhandball-Oberliga: Klarer Heimsieg für MTV Geismar

Nachbarderby gegen Plesse-Hardenberg Frauenhandball-Oberliga: Klarer Heimsieg für MTV Geismar

„Derbysieger! Derbysieger!“ Die Jubelrufe des MTV Geismar schallten laut durch die Halle. Beim 29:21 (15:9)-Erfolg hatten die Oberliga-Handballerinnen aus der Südstadt ihren Nachbarn HSG Plesse-Hardenberg zeitweise an die Wand gespielt.

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Frei durch: Geismars Ann-Kathrin Jacobi (M.) lässt die HSG-Spielerinnen Theresa Rettberg, Sarah Strahlke und Maike Lapschies (v.l.) stehen.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Lohn für die tolle Leistung war der Sprung weg vom letzten Tabellenplatz und neue Hoffnung im Kampf um den Klassenverbleib.

Im Vorfeld waren die Rollen klar verteilt gewesen. Schlusslicht Geismar sah sich als Außenseiter und schob der HSG die Favoritenrolle zu, die mit dem Selbstbewusstsein von zwei Siegen in Folge von den Gästen auch angenommen wurde. Die ersten Minuten schienen dass dann zu bestätigen.

Der MTV suchte noch nach dem richtigen Rhythmus, Plesse-Hardenberg nutzte die Unsicherheiten und lag dank Anja Becker 5:2 in Führung (9.). Nach zehn Minuten übernahm dann die Heimsieben mehr und mehr das Kommando. Eine super bewegliche 6:0-Abwehr, in dem die Spielerinnen im richtigen Moment heraustraten und wieder einrückten, zwang den Rückraum der Gäste zu Fehlern.

„Wir sind über die Abwehr gekommen. Da haben wir das gespielt, was wir vorher besprochen haben“, sah MTV-Trainer Dominik Kemke in der Defensive einen Schlüssel zum Erfolg. Denn die Fehler der HSG nutzte seine Mannschaft zu einfachen Gegenstoßtoren, aus dem Rückstand wurde ein Vorsprung (8:5/19.).

„Wir haben uns versteckt“

Weder eine Auszeit noch die vielen Wechsel – HSG-Trainer Artur Mikolajczyk versuchte es mit vier unterschiedlichen Rückraumreihen – konnten den Vormarsch des MTV aufhalten. Der wirkte wacher, frischer, die Körpersprache stimmte, der Siegeswille war in jeder Aktion spürbar. Ganz anders Plesse-Hardenberg.

„Wir haben uns versteckt“, monierte Mikolajczyk den ideen- und drucklosen Auftritt seines Rückraums. Auch mit seiner Abwehr ging der Trainer hart ins Gericht. „Wir wollten flach stehen, schnell verschieben. Stattdessen sind wir rausgegangen und haben uns durch eine einfache Täuschung ausspielen lassen“, so Mikolajczyk.

Dem schnellen Positionsspiel des MTV hatte die HG wenig entgegenzusetzen. Immer wieder waren Maxie Neubacher oder Chiara von Roden am Zug, setzte Merle Ziegler Kreisläuferin Ann-Katrin Jacobi in Szene.

Spätestens der 5:0-Lauf zu Beginn der zweiten Hälfte entschied dann die Partie (20:9), beim 25:12 (45.) betrug der Vorsprung gar 13 Tore. In den Reihen der HSG fand sich keiner, der jetzt die Führung übernahm.

„Ich bin einfach nur glücklich“

Nicht Anja Becker, mit acht Toren erfolgreichste Werferin des Spiels, nicht Maike Lapschies, die blass blieb und in der zweiten Hälfte nicht mehr zum Einsatz kam, nicht Charlotte Eberl, die den Ball zwar schnell machen konnte und gute Pässe spielte, aber kaum Torgefahr ausstrahlte. Das Fazit von Mikolajczyk fiel entsprechend aus. „Heute war nichts gut, heute war alles schlecht“, meinte der Trainer und in Richtung MTV: „Geismar wusste, worum es geht.“

Nämlich vor allen um Punkte für den Klassenverbleib. Und die zwei, die es an diesem Tag gab, die hatte sich der Aufsteiger redlich verdient. „Ich bin einfach nur glücklich“, strahlte Kemke.

Die Fehler seiner Mannschaft, die von den Außenpositionen eine nahezu unterirdische Quote hatte und auch zwei Siebenmeter vergab, fielen erst einmal unter den Tisch. Stattdessen dachte der Trainer schon an die nächsten Aufgaben: „Hoffentlich nehmen wir aus diesem Spiel etwas mit.“ Denn der Sieg war sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, mehr aber noch nicht.

MTV: Neppert, Röhrs – Neubacher (7), Jacobi (6), Ziegler (5), von Roden (4), Plotzki (4/3), Hille (2), Wienecke (1), Habermann, Gloth.

HSG: Teuchert, Bühn – Becker (8/1), Strahlke (4), Grünewald (3), Salam (2), Hemke (1), Henne (1), Lapschies (1), Rettberg (1/1), Eberl, Lath, Herale, Dötsch.

Von Denise Kricheldorf-Mai

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