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Freestyler lassen 80 000 Fans in der Halbzeit jubeln

JFV Göttingen Freestyler lassen 80 000 Fans in der Halbzeit jubeln

Dass die Zuschauer im Signal-Iduna-Park in Dortmund am vergangenen Sonnabend überhaupt Tore zu sehen bekamen, hatten sie fünf jungen Kickern aus der Region Göttingen zu verdanken. Denn während sich Borussia Dortmund vom VfB Stuttgart mit einem torlosen Unentschieden trennte, trafen die Göttinger Freestyler in der Halbzeitpause der Bundesliga-Partie gleich dreimal ins Schwarze.

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Strahlende Sieger: Vadim Wiedenmeier, Justin Taubert, Moritz Bartels, Niklas Neumann und Sören Boy (von links).

Quelle: Pförtner

Gieboldehausen/Göttingen/Dortmund. Damit sicherten sich Sören Boy, Justin Taubert, Moritz Bartels, Niklas Neumann und Vadim Wiedenmeier vom JVF Göttingen den Sieg im sogenannten Megafinale des Real-Junior-Cups, das vor mehr als 80 000 Fußballfans ausgetragen wurde. „Ich habe mal vor ein paar hundert Zuschauern gespielt, aber so eine Wand von Fans ist schon was anderes“, meint Justin, der zusammen mit seinen Mannschaftskameraden seit diesem Sommer für die C2-Junioren des JFV auf dem Platz steht. Neben den regulären Spielen wollten sie einmal etwas anderes ausprobieren und entschlossen sich, am bundesweiten Straßenfußball-Turnier teilzunehmen.

Ausgetragen wurden die Begegnungen beim Real-Junior-Cup auf einem 8x15 Meter kleinen Feld. Was ist das Besondere daran? „Das Spiel ist richtig schnell. Da kann es nach 40 Sekunden schon 2:2 stehen“, erzählt Moritz. Ein Vorteil der 12- und 13-Jährigen Fußballer sei, dass sie noch relativ klein seien, „denn dann kann man sich flinker bewegen“, erklärt Vadim.

Gemeinsam kämpften sich die JFV-Kicker als Göttinger Freestyler durch die Vorrunde und das Regiofinale des Real-Junior-Cups und qualifizierten sich als eines von 16 Teams für das abschließende Finalwochenende. „Unser Ziel war es, ins Endspiel einzuziehen“, sagt Justin. Alles andere, was dann kam, sei für sie Zugabe gewesen. Und so haben die fünf Freunde besonders das Halbfinale in Erinnerung behalten.

In diesem nämlich trafen sie auf die Frankfurter Kicker, eine Auswahl von Spielern der SG RW Frankfurt. „Wir haben die vorher gesehen, und die waren richtig gut“, erzählt Vadim. Nach dem 5:3-Erfolg sei ihnen dann ein richtiger Stein vom Herzen gefallen.

Während die Vorrunde des Megafinals und das Halbfinale in der Dortmunder Soccerworld ausgetragen wurden, fand das Endspiel des Wettbewerbes dann im großen Dortmunder Stadion statt. Mächtig aufgeregt seien sie alle bei ihrem Finalauftritt gewesen, den sie vor mehr als 80 000 Fans absolvierten. Bereits am Abend zuvor durften die Freestyler Jakub Blaszczykowski von Borussia Dortmund treffen und dem polnischen Nationalspieler Fragen stellen und sich Autogramme abholen.

Für die BVB-Fans Sören und Vadim ein ganz besonderes Erlebnis. „Ich möchte später auch mal Profi-Fußballer werden“, sagt der Gieboldehäuser Sören.

Nicht nur die große Anspannung machte den JFV-Kickern im Finale zu schaffen, sondern auch die Hallenschuhe, mit denen sie auf dem Bundesliga-Rasen spielen mussten. „Das war ganz schön rutschig“, erinnert sich Niklas. Doch die Göttinger stellten sich auf die schwierigen Bedingungen ein und schossen den FC Bananenflitzer, der mit Spielern der Stuttgarter Kickers besetzt war, mit 3:1 vom Platz.

In der Vorrunde, beim Regiofinale und beim Megafinale gewannen die Freestyler alle ihre Spiele. Zurecht also darf man sie zu den besten Straßenfußballern Deutschlands zählen.

Von Kristin Kunze

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