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Regional Freitagnacht beginnen die NBA-Finals
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18:38 03.06.2015
Der beste Spieler der Welt: Clevelands Superstar LeBron James. Quelle: dpa
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Göttingen

Das Duell der beiden derzeit unbestritten besten und spektakulärsten Spieler dieses Planeten wird auch in der Basketball-Stadt Göttingen mit Spannung verfolgt.

 
Ein Göttinger wird Teile der Final-Serie sogar live miterleben. Jendrik Worlitz fliegt für die Spiele drei und vier nach Cleveland, um seinen für die Warriors spielenden Freund Marreese Speights zu unterstützen. Während eines Florida-Urlaubs lernten sich die beiden kennen und sind seither in Kontakt geblieben. „Marreese lädt mich regelmäßig zu Spielen oder zu sich nach Hause ein“, erzählt Worlitz. Der 18-Jährige rechnet mit einem 4:2-Sieg der Warriors, die als beste Mannschaft der regulären Saison Heimvorteil besitzen. „Die Atmosphäre macht den Unterschied“, sagt Worlitz. So werden beispielsweise Regenjacken an die Zuschauer verteilt, weil die „Splash Brothers“ genannten Curry und Klay Thompson beinahe minütlich Dreier regnen lassen. Mit 525 verwandelten Distanzbomben haben sie einen NBA-Rekord aufgestellt. Doch darin könnte für die Mannschaft von Trainer Steven Kerr die Krux liegen: Noch nie hat ein Team, das vom Distanzwurf lebt, die NBA-Meisterschaft gewonnen. Worlitz, der vor dem ersten Finalspiel mit Speights telefoniert hat, berichtet allerdings: „Die Warriors sind überzeugt, dass sie den Titel gewinnen. Sie haben in den bisherigen Playoff-Serien wichtige Erfahrungen gesammelt.“

 
Nun wartet jedoch die ultimative Herausforderung: LeBron James, zweimaliger NBA-Champion, viermaliger MVP (wertvollster Spieler der NBA) und überathletische, wandelnde Highlight-Maschine, fordert Curry. Der 30 Jahre alte James, der bereits jetzt als einer der besten fünf Spieler aller Zeiten gilt, ist im Sommer 2014 in seine Heimatstadt zurückgekehrt, um einen Auftrag zu erfüllen: Cleveland ist sportlich in etwa mit dem FC Schalke 04 vergleichbar. Seit die Cleveland Browns vor 51 Jahren die Football-Meisterschaft gewonnen haben, wartet Ohios Metropole sehnsüchtig auf den nächsten Titel im Profisport. James soll den Fluch besiegen. Dafür hat er in den Playoffs geradezu aberwitzige Auftritte abgeliefert. Seine Statistiken von durchschnittlich 27,6 Punkten, 10,4 Rebounds und 8,3 Assists sind umwerfend. Doch auch der 27-jährige Curry, der schon während der Saison glänzte und verdient zum MVP gewählt wurde, steigerte seine Ausbeute in der Meisterrunde nochmals auf 29,2 Zähler bei sagenhaften 43,7 Prozent von der Dreierlinie. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass die Finalserie in der Nacht zum 20. Juni auf das hinausläuft, was Erik Spoelstra, Trainer der Miami Heat, die beiden schönsten Worte im Basketball nennt: Spiel sieben.

 
Die Spiele zwischen Golden State und Cleveland werden bei Sport 1 US sowie im kostenpflichtigen Sport-1-Livestream an folgenden Tagen übertragen: 5. Juni (3 Uhr), 8. Juni (2 Uhr), 10. Juni (3 Uhr) 12. Juni (3 Uhr), 15. Juni (2 Uhr)*, 17. Juni (3 Uhr)*, 20. Juni (3 Uhr)*
 (* falls nötig)

 

Von Rupert Fabig

 

Johan Roijakkers

„Nein, ich werde mir die Playoffs nicht live anschauen, die Zeit ist einfach nicht angenehm. Dafür freue ich mich sehr auf die Zusammenfassung der Highlights. Einen Tipp auf den Ausgang der Finalserie kann und möchte ich nicht geben, weil ich sie nicht so intensiv verfolgt habe und es mir eigentlich auch egal ist, wer gewinnt. Da ich mal für Golden States Halbfinalgegner Houston Rockets gearbeitet habe, steht mir diese Franchise natürlich noch sehr nah, auch wenn kein Akteur mehr im Kader ist, mit denen ich beim Farmteam Valley Vipers gearbeitet habe. “ bam

Johan Roijakkers

Dominik Spohr

„Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich die Spiele live sehe. Die Uhrzeit ist wirklich unattraktiv und mir sind die Spiele dann doch zu lang. Die Highlights ziehe ich mir aber auf jeden Fall rein. Und nachdem meine Lieblingsmannschaft San Antonio Spurs ausgeschieden ist, ist das jetzt immerhin meine Wunsch-Finalserie. Ich tippe darauf, dass sich Cleveland mit LeBron James doch durchsetzen wird, obwohl das Team lange gebraucht hat, sich zu finden. Es wird eine packende Finalserie, und Cleveland gewinnt nach sieben Spielen.“ bam

Dominik Spohr

Robert Kulawick

„Nein, ich werde mir die Finals nicht anschauen, ich genieße die Zeit mit meiner Familie. Die NBA interessiert mich schon, aber nur solange Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks oder mein ehemaliger Teamkollege aus Braunschweig Dennis Schröder, der jetzt bei den Atlanta Hawks spielt, geil performen. Den Titel gönne ich Stephen Curry und den Golden State Warriors. Ich finde es absolut beeindruckend, wie Curry spielt und mag den Hype um Superstar LeBron James überhaupt nicht.“ bam

Robert Kulawick
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