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Regional Germania List gewinnt Turnier des SCW Göttingen
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19:46 09.04.2018
Voller Körpereinsatz ist beim Frauen-Rugbyturnier der 7er-Staffel Nord im Jahnsportpark gefragt. Quelle: Heller
Göttingen

Wenn Frauen Rugby spielen – geht es bei allem Ehrgeiz zumeist lustig zu. So zumindest war der Eindruck beim Heimturnier des SCW Göttingen in der deutschen 7er-Liga Nord, das auf dem B-Platz am Jahnstadion ausgetragen wurde.

Laute Anfeuerungsrufe und Kommandos ertönen, und das in einer beträchtlichen Lautstärke. Gespielt wird im Jahnstadion-Sportpark auf zwei Spielfeldern gleichzeitig, was zu Folge hat, dass die Zuschauer, die in der Mitte stehen, sich gar nicht so schnell umblicken können, wie es vielleicht nötig wäre. Vor Spielbeginn wird ein kämpferischer Kreis gebildet – Rugby hat eben auch mit Motivation und damit zu tun, alles zu geben.

„Es ist eine Mischung aus Athletik, Kraft und Teamgeist, die mir sehr gut gefällt“, sagt Rita Spiller, die für die Weenderinnen aufläuft. Neben Rugby spielt sie auch noch Fußball, ist für den Landesligisten Sparta Göttingen II am Ball. Zwar ist Spiller bereits 31 Jahre alt, aber schwer verletzt hat sie sich noch nie. „Toi, toi, toi“, sagt sie.

Frauen-Rugbyturnier des SCW Göttingen

Wer an Rugby denkt, der hat oftmals schlimme Fouls vor Augen. Der Eindruck, dass die Sportart durch und durch brutal ist, sei aber falsch. „Rugby ist körperbetont, ja. Aber es gibt extrem viele Regeln, die auch für die Sicherheit der Spieler sorgen“, unterstreicht Spiller. Am Jahnstadion habe es wenige leichte Verletzungen gegeben, berichtet später Rebekka Schütte, Sprecherin des Weender Teams.

Schütte, Spiller und Co. haben beim Heimturnier mit ihrer Vorrundengruppe ein wenig Pech, treffen sie doch gleich auf den Topfavoriten SC Germania List aus Hannover, den späteren Turniersieger. Im direkten Vergleich schlägt sich der SCW zwar gut, muss aber eine 12:25-Niederlage hinnehmen.

Der SCW Göttingen verpasst die Qualifikation für die Spiele um die Plätze eins bis drei

Die andere Vorrundenbegegnung gegen Kiel/HRC/Rostock wird zwar mit 40:7 gewonnen, aber durch den Modus reicht es nur zur Qualifikation für die Spiele um Platz vier. Dieser wird schließlich durch deutliche Erfolge gegen Münster (38:12) und Lübeck/Braunschweig (32:7) erreicht.

Das SCW-Team besteht aus zehn bis zwölf Spielerinnen. „Unser Kader ist in den letzten Jahren größer geworden“, sagt Schütte. Ein Turnier musste wegen Personalmangels abgesagt werden, umso stolzer kann die Mannschaft auf den dritten Platz in der Nord-Liga sein. Die zwei besten Teams qualifizieren sich für die Deutsche Meisterschaft, aber das mit Nationalspielerinnen gespickte List ist schon weiter und der Tabellenzweite FC St. Pauli kaum noch einzuholen.

Rita Spiller, Rugbyspielerin des SCW Göttingen Quelle: Warda

Rita Spiller ist wie viele ihrer Mitspielerinnen über den Göttinger Hochschulsport zum Rugby gekommen. Das ist jetzt rund elf Jahre her, aber beim Rugby komme es wie beim Fußball nicht nur auf das Alter an, verdeutlicht sie. „Es gibt 18-jährige Spielerinnen, aber auch 38-jährige. Die spielen dann sehr gewitzt, profitieren von ihrer Erfahrung.“ Spiller selbst überlege seit zwei Jahren aufzuhören, „aber es macht einfach zu viel Spaß“.

Bei der 7er-Variante des Rugby wird im Gegensatz zur 15er-Variante mit sieben Spielern agiert

Die 7er-Variante, bei der im Gegensatz zum 15er-Rugby nur mit sieben Spielern agiert wird, sei athletischer, „aber man braucht auch Kraft und Masse im Team. Man braucht alles“, sagt Spiller. Man benötigt auch ein Spielfeld, und in dieser Hinsicht sei das Weender Frauen-Rugbyteam dem Platzbetreiber GoeSF sehr dankbar.

Am Veranstalter-Tisch steht im Jahnsportpark sicherheitshalber eine Kiste Bier, und wer sich Rugby nicht nur körperbetont, sondern auch trinkfreudig vorstellt, liegt nicht so ganz falsch. „Es gibt ’ne dritte Habzeit“, sagt Spiller. Die SCWerin kommt schließlich beim Turnier nicht ganz ohne Schmerzen davon. Ihr Muskelkater sei nicht von schlechten Eltern, sagt sie zwei Tage nach dem Turnier.

Von Eduard Warda

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