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Glindes Coach Liesegang vermisst Swoboda

Handball-Regionalliga Glindes Coach Liesegang vermisst Swoboda

Glinde – das Dorf am Strom – gehört zwar zu den kleinsten Gemeinden des Salzlandkreises, ist allerdings weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt.

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Aufmerksamer Beobachter: Carlos Swoboda (rechts), hier noch im Glinder Trikot, guckt seinem jetzigen Mitspieler Mark Tetzlaff bei dessen Wurfversuch zu, links Spielertrainer Sven Liesegang.

Quelle: AT

Nicht nur wegen der eigenen Zeitrechnung – und die beginnt jedes Jahr am ersten Sonntag im Februar, am Original-Lichtmess-Tag, wenn in der Nähe der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt Magdeburg nach dem großen Festumzug die Schlacken der Sonne und ihre Winterschatten verbrannt werden, um dem neuen Licht den Weg in das neue Jahr zu ebnen. Die Tradition der Lichtmess in Glinde geht zurück bis ins Mittelalter.

Möglicherweise hat die jetzt eigene Zeitrechnung SG Eintracht Glinde völlig durcheinandergebracht. Jedenfalls ist dem Handball-Regionalligisten längst ein Licht aufgegangen. Nicht erst nach der jüngsten 24:29-Heimniederlage gegen den VfL Fredenbeck sind die Sachsen-Anhaltiner nach acht Spielen und sechs Niederlagen als Tabellenvorletzter in der Qualifikation zur vierteiligen 3. Liga schon fast aussichtslos ins Hintertreffen geraten.

Nicht gerade eine gute Empfehlung, mit der die Eintracht am Sonnabend beim Tabellenzweiten TV Jahn Duderstadt (18 Uhr, Sporthalle „Auf der Klappe“) antritt. Schließlich sind die Eichsfelder seit nunmehr sechs Spieltagen ungeschlagen. Nicht genug der Nackenschläge, die Spielertrainer Sven Liesegang (40) in den vergangenen Wochen zum Verzweifeln brachte.
Das ehemalige Magdeburger Urgestein, sogar auf internationaler Bühne erfahren, musste gleich am ersten Spieltag gegen Münden mitansehen, wie Torjäger Matthias Scheller, eine 37-jährige Gallionsfigur, nach seinem Wurf unglücklich auf dem rechten Arm landete und sich dabei das Ellenbogengelenk ausgekugelte und Bänder rissen. Das Karriereende droht.
Ein guter Mann fehlt damit an allen Ecken und Enden – ebenso wie Routinier Carlos Sowboda, der vor Saisonbe-ginn die Seiten wechselte – von Glinde nach Duderstadt. „Bei uns war er ein Führungsspieler, war als Persönlichkeit anerkannt, die uns jetzt extrem fehlt“, trauert Liesegang dem gebürtigen Magdeburger nach: „In Duderstadt hat Swoboda gute Leute vor sich“, weiß der Eintracht-Teamchef.

Immerhin gibt es noch den 33-jährigen Enrico Sonntag oder mit Matthias Rindert einen weiterer Routinier, der schon beim SC Magdeburg gespielt hat. Von dort kommt auch das 19-jährige Nachwuchstalent Marco Hüls. Der Europameister von 2008 und diesjährige EM-Siebte mit der deutschen A-Jugend-Nationalmannschaft (Jahrgang 1990/91) bei der Weltmeisterschaft in Tunesien hat ein Doppelspielrecht und geht sowohl für den Zweitligisten SCM II als auch für Glinde auf Torejagd. Ob Hüls in Duderstadt spielt, dahinter steht ein Fragezeichen. „Der hat eine Virusinfektion. Das sieht nicht ganz so gut aus“, klingt Liesegangs Personal-Prognose eher verhalten.

Zwei Talente fehlen

Fest steht: Glinde reist ohne Keeper Felix Storbeck und ohne Philipp Weber (beide Jahrgang 1992) nach Duderstadt. Beide Talente weilen mit der Jugend-Nationalmannschaft beim Sechs-Nationen-Turnier in Frankreich.

„Duderstadt schwimmt zur Zeit auf einer kleine Welle“, sagt Liesegang. „Wir sind klarer Außenseiter, müssen aber dennoch den Kopf hochhalten, wenn wir überhaupt eine kleine Chance sehen wollen.“ Dann müsse der Verbund von Deckung und Gegenstoß – eine alte Glinder Stärke – endlich wieder einmal zum Tragen kommen. Ein Wunsch, dem zur Zeit die Realität im Wege steht.

Von Ferdinand Jacksch

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