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Regional Göttinger Florian Reichert fordert Konkurrenz bei Berglauf-WM heraus
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17:44 20.05.2015
Florian Reichert will bei der Trail-WM in Annecy schnell hoch hinaus. Quelle: Pförtner
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Göttingen/Annecy

Start- und Zielpunkt des über 85 Kilometer gehenden Rennens, bei dem 5300 Höhenmeter zu überwinden sind, ist die ostfranzösische Alpenstadt Annecy. Auf der extrem anspruchsvollen Strecke rund um den idyllisch gelegenen Lac D'Annecy, den sechstgrößten See Frankreichs, müssen die rund 2000 Athleten aus 78 Nationen vier Alpengipfel bewältigen. Von 450 Metern über dem Meeresspiegel geht es mehrmals bis auf 1700 Meter und wieder herunter bis auf 500 Meter.

 
„Ich freue mich, dass mich Bundestrainer Jens Lukas kurz vor dem Ende meiner Hochleistungszeit nominiert hat“, sagt der Studienrat, der Sport, Englisch und Spanisch am Theodor-Heuss-Gymnasium unterrichtet und sich in den vergangenen Jahren in renommierten Bergläufen durch vordere Plätze gegen starke internationale Konkurrenz für das Nationalteam empfohlen hat. „Von den sechs Läufern bin ich das einzige Nordlicht“, verweist Reichert darauf, dass seine Mannschaftskameraden Anton Philipp, Rudi Döhnert und Matthias Bippacher in den Alpen zu Hause sind und auch Marcus Biehl sowie Martin Schettler aus Bergregionen stammen. „Vor allem das Bergablaufen fällt mir schwerer als ihnen. Da haben sie wegen des täglichen Trainings die größere Trittsicherheit“, beschreibt Reichert die Nachteile eines Athleten, der wie er am Wochenende im Harz und beim Osterferien-Trip auf La Palma versucht hat, seine Technik zu verbessern.

 
Um die geografisch bedingten Defizite durch Training vor Ort ein wenig zu kompensieren und sich zu akklimatisieren, bricht der 33-Jährige bereits am Pfingstmontag nach Annecy auf, während seine Teamkollegen erst zur WM-Eröffnungsfeier am Donnerstag anreisen. „Ich bin meiner Schulleitung sehr dankbar, dass sie mir diese Möglichkeit gibt – und natürlich den Kollegen, die für mich einspringen“, sagt Reichert. Obwohl der Vollzeitlehrer – anders als die meist aus Profis oder Semiprofis bestehende Konkurrenz – während der Woche nur ein bis zwei Stunden am Abend trainieren kann –, traut er sich einen Platz unter den top Drei der deutschen Läufer zu. „Das will ich schon deshalb schaffen, weil die Zeiten der drei besten Männer und Frauen jeder Mannschaft in die Teamwertung eingehen“, erläutert er.

 
Welche Chancen die deutschen Berglauf-Asse im Vergleich zur internationalen Konkurrenz haben, sei „schwer einzuschätzen“, sagt Reichert. Nicht zuletzt, weil die beiden erfolgreichsten deutschen Athleten in Annecy nicht zur Verfügung stehen. „Für sehr stark halte ich das Team von Gastgeber Frankreich, wo der Berglauf einen hohen sportlichen Stellenwert besitzt. Aber auch die Mannschaften aus Italien, Spanien und Großbritannien gehören zur Weltspitze im Berglauf“, weiß der Göttinger.

Von Michael Geisendorf

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